KRANICH-KALENDER
Was machen die Kraniche zur Zeit? - Wo sind die Kraniche jetzt?

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Der Höhepunkt der Kranichrast ist Ende Oktober bis Mitte November überschritten.
Es wird kälter und die Nahrung in unserer Region wird knapper; die letzen Maisstoppeln sind untergepflügt – die Lagunen im Tister Bauernmoor tragen morgens schon eine dünne Eisdecke.
Wie jedes Jahr um diese Zeit machen sich unsere Kranich auf den Weg in den Süden.


Abflug der Kraniche
Foto: Uwe Quante, Dohren

Karte: Zugwege in Europa
Zum Vergrößern bitte anklicken!

Karte aus Naturdetektive



Fugformation
Foto: Uwe Quante, Dohren

Wo ziehen die Kraniche hin? Der Rastplatz Tister Bauernmor liegt am westlichen Rand des westeuropäischen Zugweges, der über Frankreich nach Spanien führt. Bis zu 150.000 Kraniche ziehen über die Rügen – Bock Region dort hin. Ca. 68.000 Kraniche überwintern in Nordost- bzw. Südwestfrankreich, an die 82.000 Kraniche überwintern in Spanien.

Links zu Kranich-Zentren im Norden:

Deutschland:
Rügen-Bock-Region

Schorfheide-Chorin

Schweden:
Hornborga See

Aus Schweden kommen schätzungsweise 70.000 Kraniche, 18.000 aus Deutschland, so um die 30.000 polnische Kraniche sind dabei und 7.000 baltische, 10.000 finnische und ca. 15.000 nordwestrussische Kraniche.
Den Nachweis eines schwedischen Rast–Kranichs erbrachte Uwe Quante mit seiner Ringablesung vom 15.10.2003.

Der Kranich war wie folgt beringt

linkes Bein rot
weiß
rot
rechtes Bein grün
schwarz
blau


Beringter Schwede in einem Trupp
Foto: Uwe Quante, Dohren


Beringter Schwede auf einer Weide
Foto: Uwe Quante, Dohren


Ringkennzeichnung
Abb.: Uwe Quante, Dohren

Übersicht
Farbmarkierungen von Kranichen

 


Lebenslauf des beringten Kranichs


Extremadura
Foto: Albert Dörp, Buchholz

In Spanien verbringen ein Großteil der Kraniche den Winter in der Extremadura, ein altes Kulturland mit ausgedehnten, savannenartigen Stein- und Korkeichenbeständen. Hier finden die Kraniche ausreichend Nahrung und Ruhe.


Kraniche in der Extremadura
Foto: Albert Dörp, Buchholz

Die rastenden Kraniche werden im Tister Bauernmoor von den AKN Mitgliedern und Kranich Rangern Ralf und Udo Kolm und Albert Dörp regelmäßig gezählt; die Tageseinstände und Nahrungsgründe erfasst. Die ermittelten Daten, sowie die Daten der weiteren niedersächsischen Rastplätze werden ausgewertet und fließen in das bundesweite Kranich-monitoring Programm ein, das vom Kranichschutz Deutschland nunmehr seit 13 Jahren bundesweit durchgeführt wird. Die deutschen Rastdaten fließen in das europäischen Kranichnetzwerk ein, so dass ein europaweites Monitoring der Kranichrast sichergestellt ist.

Die Kranichrast währt in unserer Region je nach Witterung bis Mitte Dezember, dann ziehen die Kraniche in ihre Überwinterungsgebiete.
Trotz der Eiseskälte wurden in unserer Region letzten Winter (November bis Ende Februar) 6 überwinternde Kraniche beobachtet.


Rastzahlen aus dem Tister Bauernmoor


Auf der langen Reise
Foto: Uwe Quante, Dohren


Kranichtrupp im Schnee
Foto: Günter Nowald Groß Mohrdorf

Hinweise zur Kranich-Beobachtung im Tister Bauernmoor:
Bleiben Sie auf den freigegebenen Wegen, damit Sie die rastenden Vögel in ihren Rückzugsgebieten nicht stören.
Bei Störungen fliegen die Vögel auf. Dabei verbrauchen sie unnötig Energie; Diese wiederum benötigen sie dringend für den bis zu 3.000 km langen Zug zwischen Brutheimat und Winterquartier.
Nutzen Sie den hervorragenden und komfortablen Aussichtsturm.
Unauffällige und warme Kleidung ist für die Vogelbeobachtung wichtig!
Kraniche beobachten bedeutet: HÖREN und SEHEN. Leises Verhalten versteht sich da von selbst.
Hunde dürfen im Tister Moor nicht frei herumlaufen – sie werden von den Vögeln als Gefahr angesehen und weiträumig gemieden.
Bitte fotografieren sie die Vögel nicht mit einem Blitzlicht, dass sich oft bei Dämmerung automatisch einschaltet. Für gute Aufnahmen braucht man lichtstarke Teleobjektive mit mindestens 400 mm Brennweite.
Spätestens wenn mehrere Kraniche die Köpfe heben, zeigen sie, dass sie sich von Ihnen gestört fühlen. Die Kraniche sehen Sie als Gefahr an und werden bei Distanzverringerung auffliegen. Die Fluchtdistanz liegt bei 300 m und mehr.

 

Empfehlenswerte Bücher zum Thema Kraniche

Kraniche. Mythen, Forschung, Fakten
von Wolfgang Mewes, Günter Nowald, Hartwig Prange
Braun Verlag, Karlsruhe 1999
ISBN 3 – 7650-8195 – 7
22,80 €

Eines der großartigsten Naturschauspiele, die sich heute noch – besser:heute wieder – in Deutschland erleben lassen, ist der jährliche Zug der Grauen Kraniche. Was hinter diesem spektakulären Geschehen steckt und was es mit dem faszinierenden „Tanz der Kraniche“ auf sich hat, wo in aller Welt die grauen Vögel ihre bunte Verwandschaft haben, dies und vieles mehr wird von den drei renommierten Kranichforschern Dr. Wolfgang Mewes, Günter Nowald und Professor Hartwig Prange ebenso kenntnisreich wie lebendig und packend geschildert.

Kranichgedanken (mit CD-ROM)
von Bernhard Weßling
Margraf-Verlag, Weikersheim 2000
ISBN 3-8236-1326-X
25,68 €

Der Autor Bernhard Weßling nimmt den Leser auf eine Entdeckungsreise in die faszinierende Welt der Kraniche mit. Seine Beobachtungsgabe führt zu ungewöhnlichen Einsichten in Kranichverhalten und Kranichgedanken.
Die in diesem Buch und auf der beiliegenden CD erstmalig veröffentlichte Methode zur individuellen Identifizierung von Kranichen durch Stimmanalyse hat bereits ihren Platz in der internationalen Kranichforschung und im Kranichschutz gefunden und kann bei anderen Vogelarten ebenfalls angewendet werden.

Kranichseite des Autors
craneworld

 

Weitere Informationen:


Kranichschutz Deutschland


kraniche.vogelfreund.net


Naturdetektive


grus grus.com


European Crane Working Group


Crane Network in France

Links zum Internationalen Kranichschutz


International Crane Foundation

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