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Liebe Mitglieder und Freunde des AKN,

endlich ist es wieder Frühjahr! Die Natur ist wieder erwacht und da ich diese Zeilen schreibe, sind erste Frühlingsboten erblüht. Die Vogelwelt macht sich lauthals bemerkbar und in dem vielstimmigen Gesang sind auch schon erste Rückkehrer aus dem Süden zu entdecken. Es beginnt die schönste Zeit des Jahres. Aber wie schnell ist das „Explodieren" der Natur auch wieder vobei, wie schnell stehen die Bäume wieder im vollen Laub, wie schnell sind die Vögel wieder verstummt?! Daher ist es angebracht und so wichtig, den Frühling bewußt zu erleben, zu beobachten und zu genießen. Nehmen wir uns die Zeit dafür!
So bleibt vielleicht auch ein wenig Muße, die neuen „Mitteilungen des AKN" zu studieren, am besten im Garten oder auf der Terasse.

Das vergangene Winterhalbjahr war so reich an Pflegeeinsätzen, die zudem noch von einer unglaublich großen Anzahl von freiwilligen Helfern durchgeführt wurden, dass wir hierüber in einem ausführlichen Artikel berichten.
Unsere Reihe über die Naturschutzgebiete der SG Tostedt wird in diesem Heft abgeschlossen mit einer Darstellung zum NSG „Ottermoor".
Einen Schwerpunkt des vorliegenden Heftes bildet (wieder einmal) der Kranich: Es gibt einen Bericht über die aktuelle Situation in unserem Bereich und einen über die im Müritz-Nationalpark.
Im letzten Jahr war eine Lebensbeschreibung des Wappen-vogels von Königsmoor, dem Birkhuhn, in unserem Mitteilungsblatt erschienen. Hierzu gibt es jetzt einige Ergänzungen, die sich auf das Vorkommen des Birkhunhs in der Umgebung von Tostedt beziehen.
Neben interessanten Informationen über die solitär (einzeln) lebenden Weg- und Grabwespen, angereichert durch Anregungen für den Schutz dieser „Nützlinge", findet sich eine Darstellung zum Vogel des Jahres, dem Rotmilan. Und das auch aus einem weiteren aktuellen Anlass: Es wurden in letzter Zeit mehrere tote Milane in der SG Tostedt gefunden!
Erfreuliches gibt es über die Änderungen im Spendenrecht und über einen gewonnenen Umweltpreis zu berichten.

Was es sonst noch so gibt, findet sich in der Rubrik „AKN-Splitter", u.a. die Termine der kommenden Exkursionen und des Hamstermarkts (Helfer gesucht!). Dort findet sich auch die bildliche Darstellung einer ungeheuerlichen Verunstaltung der Natur durch einen Landwirt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen,
Ihr U.Quante

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AKN-Splitter - Wichtiges, kurz berichtet

Termine:
Sonntag, 21.5.2000: Hanstermarkt:

Auch in diesem Jahr wird der AKN wieder auf dem Hamstermarkt in Tostedt mit einem Stand vertreten sein. Hierzu werden noch freiwillige Helfer benötigt (Meldungen bitte an den Vorstand)!

Sonntag, 18.6.2000: Exkursion:
Treffpunkt 9.00 Uhr am Waldheim Lohbergen.
Herr Netzel wird die Teilnehmer durch die Lohberge führen und Informationen zu Themen des modernen Waldbaus geben.

Sonntag, 3.9.2000: Exkursion:
Treffpunkt 9.30 Uhr auf dem Parkplatz der Volksbank in Heidenau.
Die Exkursion führt in das NSG „Everstorfer Moor" und wird sich beschäftigen mit Flora, Fauna und Schutz des Moores. Im Anschluss soll ein gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank stattfinden.


K
rötenwanderung Holmer Teiche: Zwischenbilanz
Ausgewertet sind bisher die Daten bis etwa Mitte März. Danach sind bereits deutlich über 5000 Molche, Kröten und Frösche am Krötenzaun angekommen und von uns sicher über die vielbefahrene Kreisstraße gebracht worden. Man darf auf die Gesamtsumme gespannt sein !

F
lächensicherung
Die Aktivitäten des AKN, durch Pacht und Kauf wertvolle Flächen zu erhalten und zu verbessern, schreiten kontinuierlich fort. Insbesondere in der Oste-Niederung konnte ein Mosaik solcher Grünlandflächen geschaffen werden. Aktuell ist eine weitere Anpachtung südlich von Wistedt direkt an der Oste zu vermelden. Durch ihre Nähe zu der AKN- eigenen Grünfläche, zum NSG „Kauers Wittmoor" und zu weiteren gepachteten und Kreis-eigenen Wiesenflächen, die vom AKN betreut werden, erhält der gesamte Bereich eine Aufwertung. Als besonders interessant für den AKN ist ferner die Tatsache, dass der Verein somit auch als Anlieger dem Wasser- und Bodenverband angehört und Einfluss auf die Unterhaltung der Oste nehmen kann.

Homepage des AKN
Der AKN geht mit der Zeit! In Kürze wird sich der Verein mit einer eigenen Homepage im Internet präsentieren. Unter der Adresse
www.info-tostedt.de/AKNaturschutz
werden Informationen zu verschiedenen Naturschutzthemen, den vom AKN betriebenen Projekten, aktuellen Terminen u.a. nachzulesen sein. Auch soll das Mitteilungsblatt des AKN „Naturschutz in der SG Tostedt" dort „online" abzurufen sein.
Wir erhoffen uns damit Zugang zur jungen Generation, die ja mit den neuen Medien groß wird.


Und dann war da noch:
Gottes Werk und Menschen Beitrag

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1992

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1998

Zweimal dieselbe Eiche in NSG "Obere Wümme" südlich von Otter









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Für Sie gelesen:
Sammeln, Rast und Zug der Kraniche am Ostufer der Müritz

Der Müritz-Nationalpark ist eine Reise wert

Mit dem Kranichzug erlebt das Ostufer der Müritz im Müritz-Nationalpark seinen ornithologischen Höhepunkt im Jahresablauf. Die Entstehung des Rastplatzes mit mehreren Schlafstellen hängt sicherlich mit den Wasserspiegelabsenkungen im 19. Jahrhundert zusammen. Ab 1880 haben mit Gewissheit große Kranich-trupps am Ostufer der Müritz gerastet. Diese gewaltigen Kranichheere haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Gebiet seit 1931 einen Schutz-Status hatte. 1949 konnte dann das NSG „Ostufer der Müritz" mit 4832 ha Größe gebildet werden. Seit dem 1.10.1990 ist dieses Gebiet Teil des Müritz-Nationalparkes.

Einige Zahlen mögen die Bedeutung dieser Region bis 1955 kennzeichnen (s. Tabelle).

Jahr 1934 1947 1950 1953 1955
Kraniche 10000 10000 8000 3000 10000
Jahr 1986 1988 1989 1991 1995 1997 1998
Kraniche 2000 2700 4160 3400 4000 3100 6800

Ab 1952 wurden im guten Glauben, hier eine völlig ungestörte Vogelfreistätte zu schaffen, Flächen am Ostufer der Müritz aus der Bewirtschaftung herausgenommen. Dies hatte jedoch für den Rastplatz verheerende Folgen. Die Vegetation nahm rasant zu, der fehlende Verbiss durch die Weidetiere nahm den Kranichen die vormals weite Sicht. Der Sammelplatz erlosch ganz und der Rastplatz wurde nur noch bis 1959 zur Hauptzugzeit von größeren Rasttrupps aufgesucht.

Seit 1969 wird eine Fjällrinderherde (1998 waren es 34 Tiere) und seit 1984 eine Gotland-Schafberde (1998 ca. 160 Tiere) zur Pflege des Müritz-Vorlandes eingesetzt. Ab 1980 erfolgte dann die Durchsetzung der „Pflegekonzeption Spuklochkoppel", das heißt, umfangreiche Entbuschungs-maßnahmen und Freimähen der Riedflächen wurden durchgeführt. Seit 1985 wird wieder die Annahme der Zwischenlandeplätze im Bereich der freigemähten Flächen beobachtet, die Bedeutung als Sammel- und Rastplatz nahm zu. Dazu einige aktuelle Zahlen der letzten Jahre (s. unten).

Die Bedeutung des Sammel- und Rastplatzes für die einheimischen und durchziehenden rastenden Kraniche im Müritz-Nationalpark ist sehr groß. Schon ab Ende Juli, Anfang August bis Mitte-Ende September sammeln sich mehr als 1000 Kraniche der einheimischen Population. Dann setzt das Rasten der durchziehenden skandinavischen, polnischen und baltischen Kraniche ein. Mit fast 7000 Kranichen 1998 wird das sehr deutlich.

Seit 1996 hat sich mit zunehmender Zahl die Kranichrast im nordostdeutschen Inland verstärkt. 1997 zogen etwa 100 000 auf dem westeuropäischen Zugweg durch Ostdeutschland, davon 30 000 an der Küste Mecklenburg-Vorpommern und 70000 durch das Inland bis nach Hoyerswerda. Die Rastmaxima im Binnenland nehmen schnell und deutlich zu. Im Landkreis Müritz waren es 1998 fast 9 000 Kraniche (Müritzgebiet und Kölpinsee).
Verändert nach: Hans Jürgen Jessel
in "Nationalpark", Vereinsblatt des Fördervereins Müritz-Nationalpark Nr. 17

Informationen über den Müritz-Nationalpark gibt es bei
- Müritz-Nationalpark, Tel. 03991-7390
- Förderverein Müritz-Nationalpark e.V., Tel. 03991-666678, FAX 03991-666679.

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Rastende Kraniche

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Das NSG "Heidemoor bei Ottermoor" und die "Otterheide"

Ein lebhaftes Relief aus Binnendünen und Moortälchen

Zweimal gut 20 ha "bewegte Natur und Landschaft" in einem stillen Winkel unserer Samtgemeinde, das sind das "Heidemoor", kurz auch "Ottermoor" genannt, und die "Otterheide" zusammen.
"Bewegt" ist die Landschaft hier. Eiszeitliche und nacheiszeitliche Eis-, Wasser- und Windkräfte haben hier zur Wümmeniederung hin ein lebhaftes Relief erzeugt aus sandigen Hügeln, sogn. Binnendünen, und vom Grundwasser durchzogenen Moortälchen mit all den so wertvollen Übergangsbereichen zwischen Moorweiher und extrem trockener Dünenkuppe. Nährstoffarmut zeichnete das gesamte Areal lange aus und ermöglicht auch heute noch in vielen Bereichen den konkurrenzschwachen, z.T. hoch spezialisierten Pflanzengesellschaften von Extremstandorten recht gute Lebensbedingungen. Dennoch haben die forstlichen Anpflanzungen vergangener Jahrzehnte, die langjährige Überdüngung der umliegenden Wirtschaftsflächen, der flächendeckende Stickstoffeintrag aus der Luft und jahrzehntelange Ent-wässerungsprozesse stellenweise erhebliche Veränderungen in der Pflanzenzusammensetzung erzeugt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich hier auf engstem Raum eine große Vielfalt an Pflanzengesellschaften findet und in ihrer Folge natürlich auch ein großer Reichtum an Insekten, Amphibien, Reptilien und auch Vögeln.
Sitzt man am Westrand des Moores, vor sich die versteckte Vielfalt eines 8-jährigen Brachackers, der sich in großen Teilen prächtig in Richtung eines Sandmagerrasens entwickelt, dann lacht schon mal der Grünspecht aus den alten Eichen auf der anderen Seite, auch die Heidelerche steigt über mir auf und ihr Gesang passt so recht in dieses Mosaik von Freiflächen und Buschwerk, von Moorsenke und Heiderücken.
Dicht nebeneinander kann man hier der Zauneidechse und der Wald- oder Sumpfeidechse begegnen, ebenso Kreuzotter und Ringelnatter.
Und hinten im dichten Weidensumpf mit offenen Schilfzonen quiekt und grunzt im Frühjahr schon mal die Wasserralle, begleitet von Rohrammer und Feldschwirl.

Das Heidemoor (=Ottermoor) zeigt ein wunderbares Mosaik typischer Moorpflanzengesellschaften mit geschlossenen Gagelstrauchbeständen, torfmoosreichen Schwingrasen mit Wollgräsern, Moosbeeren, Rosmarinheide, zwei Arten von Sonnentau und dem seltenen Lungenenzian. Dazu Bestände der Moorlilie und des Weißen Schnabelrieds. In den Schlenken finden sich die seltene Vielstengelige Sumpfsimse (oder auch Sumpfbinse genannt) und zerstreut der Kleine Wasserschlauch.

Ebenso reich ist die Fauna. Die ausgedehnten Moorschlenken beherbergen mehr als 15 Libellenarten, darunter die vom Aussterben bedrohte Hochmoor-Mosaikjungfer.
Auch unter den Schmetterlingen gibt es - sowohl bei den Tag- als auch bei den Nachtfaltern- eine größere Zahl von Arten, die sehr streng von bestimmten Raupenpflanzen bzw. von sehr engen Biotopbedingungen abhängig sind.
In diesem Zusammenhang darf die sehr sorgfältige Tag- und Nachtfalteruntersuchung durch Herrn Widowski aus Salzhausen aus den Jahren 1995 u.96 nicht unerwähnt bleiben. Bei grundsätzlicher positiver Bewertung unserer bisherigen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in diesem Gebiet durch diese Arbeit, erhalten wir hier vor Ort doch viele wichtige Kenntnisse und Einsichten in diese Tiergruppe und ihre Abhängigkeiten, so dass künftige Maßnahmen noch besser auf die Bedürfnisse so mancher gefährdeter Art ausgerichtet werden können - natürlich immer in Abwägung mit den Lebensraumansprüchen anderer Tier- und Pflanzengruppen.

Dem ca 21 ha großen "NSG Heidemoor bei Ottermoor", muss die etwa gleich große nördlich anschließende Fläche der "Otterheide" hinzugerechnet werden. Sie hat noch keinen offiziellen NSG-Status, ist aber bis auf einen kleinen nordwestlichen Zipfel ganz im Besitz des Landkreises. Sie stellt in ihrer Gesamtheit wohl den größten zusammenhängenden Bestand an Krähenbeere und Moorheide (Erica-Heide) im Landkreis dar, ergänzt durch Sandheidenareale, alle drei in einzigartiger Verzahnung !
Die Krähenbeere ist ein Spreizklimmer und erzeugt hier auf weiten Flächen eine hohe Strukturvielfalt, indem sie an den Baumbasen empor wächst, diese geradezu ummantelt, und auch in der freien Fläche eine sanfte Bultigkeit erzeugt, die -zusammen mit dem herben Duft der Pflanze und ihrer dunklen violett-grünen Farbe - der Landschaft einen besonderen Reiz verleiht.
Das "Ottermoor" wurde 1978 auf Antrag einer Vorläufergruppe des AKN unter Schutz gestellt. Schon seit 1981 wurden nach einem mit den Naturschutzbehörden abgestimmten Plan durch den AKN Pflegemaßnahmen durchgeführt. Die Wasserverhältnisse wurden verbessert und der durch langjährigen Wasserentzug aufgekommene Gehölzanflug in den ursprünglich (und jetzt wieder) nassen Zonen entfernt bzw. ausgelichtet. Auch in der "Otterheide" wurden Heideflächen freigestellt, durch Korridore vernetzt.
Erst im Winter 99/00 hat die Jesteburger Forstbetriebsgemeinschaft nach Absprache mit der Unteren und Oberen Naturschutzbehörde im "Ottermoor" zwei waldbauliche Korrekturen vorgenommen, denn in den 60iger Jahren wurden leider weite Bereiche der trockenen Dünen mit Kiefern aufgeforstet, andere Bereiche mit Fichten bepflanzt, Eingriffe, die in den letzten Jahrzehnten mit zunehmendem Alter der Bäume die Feucht- und Nassbereiche in ihren Biotopeigenschaften sehr negativ beeinträchtigt haben.
Diese langzeitlichen Veränderungen können nicht mehr ungeschehen gemacht werden, sie können nur vorsichtig und unter ständiger Beobachtung, in bescheidenem Maße korrigiert werden - dies allerdings mit gutem Erfolg, wie die Entwicklungen in den verschiedenen Teilbereichen dieser Moor-, Heide- und Waldlandschaft zeigen, seit der schrittweisen Umsetzung unseres sehr differenzierten Pflege- und Entwicklungsplanes für das Gebiet im Jahre 1981.
Vor allem muss das Wasser im Moor zurückgehalten werden. Hier gilt es noch wichtige Schritte zu tun im Einvernehmen mit den Eigentümern angrenzender u.U. durch Nässe gefährdeter Wirtschaftsflächen. Auch hier gibt es Hoffnung.

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Moorauge im Ottermoor

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Hochmoor-Mosaikjungfer, frisch geschlüpft



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Der seltene Sumpfporst


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12 x AKN + 5 x FBJ + 1 x FBH + 6 x ABM + 5 x X =
26 Biotopentwicklungsprojekte

Ein arbeitsreiches Winterhalbjahr des AKN

Hinter dieser nüchternen, mathematisch nicht ganz stimmigen und eher abweisenden Gleichung steht eine sehr erfolgreiche Bilanz eines arbeitsreichen Winterhalbjahres (99/00) des AKN draußen in den verschiedensten Naturräumen der Samtgemeinde Tostedt zwischen Handeloh und Heidenau und zwischen Kakenstorf und Wistedt/Tostedt-Land.
Auf 26 Flächen wurden mit im wahrsten Sinne des Wortes vereinten und sich addierenden Kräften die Lebensbedingungen für die jeweils dort lebensraumtypischen Pflanzen und Tiere verbessert. Und das mit ausgesprochener Langzeitwirkung, immer mit dem Ziel: Hilfe für die Natur zur Stärkung ihrer Selbsthilfe.
* Da gab es 2 Großeinsätze des AKN im Großen Moor mit 24 bzw. 30 Leuten, jung, mittel und alt vereint, wieder einmal zwei prächtige Erlebnisse ! Fast 3 ha Moorfläche konnten freigestellt werden, so dass zusammen mit der zunehmenden erfolgreichen Vernässung die moortypischen Pflanzengesellschaften und die von ihnen abhängigen Tierarten weitere Ausdehnung und Festigung erfahren können.
* In prächtiger Ergänzung unserer Arbeit hat im Dezember 99 und Januar 2000 eine ABM-Gruppe des Schulungszentrums Alte Schmiede, Handeloh, unter Herrn Dr. Hamannn, großflächige Entkusselungsarbeit im Großen Moor geleistet und durch mehrere Graben-schlüsse auch für verbesserte Wasserverhältnisse in bestimmten Teilbereichen des Moores gesorgt.
* Auch die Forstbetriebsgemeinschaft Hollenstedt (FBH) hat mitgewirkt. Nach fachlicher Absprache mit Herrn Schirner hat ein tatkräftiger Arbeitstrupp einen sonnenexponierten Torfsockel wieder freigestellt und die lange Randzone zu den Schwingrasenflächen vom Schattendruck der Moorbirken befreit.
* 4 weitere Grabenschlüsse und eine Heidefläche wurden schließlich von einer Arbeitsgruppe von angehenden Rangern bearbeitet. Dieses zwei Tage währende Projekt wurde in Zusammenarbeit der NNA (Niedersächsischen Naturschutz-Akademie/Hof Möhr) und der Schulungsstätte Alte Schmiede, Handeloh, von Herrn Dr. Hamann, durchgeführt. Alle Absprachen über die hier genannten konkreten Maßnahmen fanden unter der Leitung des AKN statt, der wiederum im Vorfeld alle Einzelheiten mit den Naturschutzbehörden abgestimmt hatte.
* Wichtige Entwicklungsmaßnahmen wurden auch im NSG Ottermoor und im NSG Obere Wümme durchgeführt. Hier hat die Forstbetriebsgemeinschaft Jesteburg (FBJ) unter Herrn Gamradt in Zusammenarbeit mit den ABM-Gruppen von Herrn Dr. Hamann auf 2 bzw. 3 Flächen stark beschattete alte Handtorfstichzonen wieder freigestellt und einen biotopfremden Fichtenriegel beseitigt. Auch diese Maßnahmen wurden in Planung und Durchführung vom AKN betreut, nach unseren mit den Naturschutzbehörden abgestimmten Plänen.
* Ein weiterer Großeinsatz mit 40 ! Beteiligten unter Leitung des AKN fand in der "Trelder Moorkoppel" statt. Wie schon zweimal in den Vorjahren war auch dieser Einsatz ein gelungenes, lebendiges Beispiel dafür, dass viel Positives für den Naturschutz entwickelt werden kann, wenn die örtlichen Gemeindevertreter (hier vor allem Bürgermeister Westphal) und die Vereine (hier die Freiwillige Feuerwehr mit ihrer Jugendgruppe und die "Naturschutzfrende Estetal") konstruktiv zusammenarbeiten! Noch 2 solcher Einsätze im Hangquellmoor "Trelder Moorkoppel" und die wunderbaren Feucht-heidezonen und Moorkleingewässer können sich wieder voll entfalten in diesem landschaftlichen Kleinod der Gemeinde Kakenstorf !
* Über das gesamte Winterhalbjahr gut gestreut hat die Arbeitsgruppe Handeloh des AKN 6 Projekte in 8 Einsätzen bearbeitet: Es ging um Entkusselungen auf der Drögen Heide, an der Bahnlinie Handeloh-Wintermoor und am oberen Wörmer Weg, um Heckenpflege am Wörmer Weg und an der Handeloher Sandgrube, um Bachbettpflege an einem Quellbach und um Teilmahd einer Buckelweide am Hollenbeck.
* Als wichtig muß noch erwähnt werden, dass die ABM-Gruppe Handeloh neben ihrer Arbeit im Großen Moor, in drei weiteren Einsätzen für den AKN tätig war. Sie leistete Heckenpflege am Wörmer Weg in Handeloh, erstellte in solider Bauweise zwei wichtige Grabenschlüsse in Wistedt zur Wiedervernässung eines großen Seggenrieds und sie hat an der Kreisstraße Welle-Tostedt den beidseitigen Krötenzaun aufgestellt.
* In Kampen wurde in Zusammenarbeit mit der Siemersstiftung auf einem 250 m langen Ackerrandstreifen des Landwirts Klaus Dallmann ein lückiger Heckenstreifen in Form einer modifizierten Benjes-Hecke gelegt und gepflanzt. Auch hier klappte die Zusammenarbeit aller Beteiligten gut und selbst das phasenweise wilde Schneetreiben konnte die Arbeitslaune der rund 15 fleißigen Helfer nicht kleinkriegen !
* Elf AKN-Mitglieder fanden sich schließlich Mitte März noch zu einer letzten Aktion in diesem Winterhalbjahr in Wistedt zusammen. Es galt einige Dornenbuschinseln zu begründen auf einer vom AKN gekauften ehemaligen Grünlandfläche an der Oste.

Nach dieser nun wirklich auch mich im Rückblick durch ihre Fülle überraschenden und begeisternden Projekt- und Aktionsbilanz drängen sich mir ganz spontan noch einige wichtige Gedanken auf:
- Zunächst einmal allen Aktiven herzlichen Dank für ihren Einsatz. Der Dank wird zwar hier von mir ausgesprochen, es ist aber auch der Dank des Vorstandes dafür, dass unsere Planungen von so vielen aktiv mit uns zusammen umgesetzt werden konnten und können. Letztlich wächst uns allen aber der "Dank" gewissermaßen aus der Natur selbst zu, spürbar weil beobachtbar dadurch, dass in all‘ diesen Landschaftsteilen unserer Gemeinden durch Projektarbeiten die Lebensbedingungen für zahllose Lebensgemeinschaften mittel- und langfristig gesicherte Entwicklungs-chancen erhalten haben.
Ich hoffe, Ihr alle spürt und seht das auch so beglückend deutlich wie ich. Wenn das noch nicht (oder noch nicht in allen Bereichen) der Fall sein sollte, dann lasst es Euch von uns zeigen und erläutern.
- Es wird, glaube ich, deutlich, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, dass wir unsere Projekte so entwickeln, dass unser Eingreifen langfristig sich selbsttragende Prozesse in Gang setzt.
Dennoch werden wir (leider !!) unsere Aktivitäten in absehbarer Zeit nur in Einzelfällen ganz einstellen könne, denn zu sehr sind unsere Landschaftsräume durch die menschliche Nutzung verändert worden. Zu stark sind die Einflüsse (wie Entwässerung) von außen auf die knappen naturnahen Restlebensräume, die sich - viel zu oft viel zu kleinräumig und inselartig - nur mit unserer wachsamen Hilfe dieser Einflüsse halbwegs erwehren können. Der expansiven Entwicklung der Siedlungs-, Dienstleistungs- und Verkehrsinfrastruktur müssen wir eine starke Infrastruktur der Lebensräume an die Seite stellen.
Das ist wahrlich Arbeit genug für die Zukunft auf allen Ebenen !

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Pflegeeinsatz im Großen Moor


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Mit der Jugendfeuerwehr in der Trelder Moorkoppel

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Quellbach"reinigung" in Handeloh



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Neues Spendenrecht
Mitgliedsbeiträge sind jetzt absetzbar !

Im Rahmen von Änderungen im Steuerrecht ist es zu einer Neuordnung des Spendenrechts gekommen. Die Veränderungen sind insofern für den AKN bedeutsam, dass zukünftig die Mitgliedsbeiträge steuerlich absetzbar sind und der AKN die Befugnis erhält, Spendenbescheinigungen auszustellen.
Der AKN ist anerkannt als ein Verein nach Punkt 5 der Anlage A zur „Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder,. . . ."
Im Folgenden sind die wichtigsten Informationen über das neue Spendenrecht zusammengestellt.

Zuwendungen für mildtätige, wissenschaftliche, kirchliche und als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke
Zuwendungen – Spenden und teilweise Mitgliedsbeiträge - für mildtätige, wissenschaftliche, kirchliche, religiöse und als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke können im Rahmen der Steuererklärung steuermindernd geltend gemacht werden.
Im Rahmen der Neuordnung des Spendenrechts sind die bekannten als besonders förderungswürdig anerkannten gemeinnützigen Zwecke - vgl. Verzeichnis - sprachlich überarbeitet oder konkretisiert (z. B. Völkerverständigung), aber inhaltlich nicht wesentlich verändert worden. Neu als gemeinnützig anerkannter Zweck ist die Förderung des Hochwasserschutzes, des Verbraucherschutzes, des Schutzes von Ehe und Familie sowie die Förderung der Kriminalprävention.

Wann wird eine Spende vom Finanzamt als steuerlich abzugsfähig anerkannt ?

Eine Spende kann steuermindernd berücksichtigt werden, wenn sie
* in Form von Geld oder Sachgütern,
(Dabei ist bei Übergabe von Sachgütern eine objektive Wertangabe erforderlich. Nicht als Spende gelten z.B.: Arbeitsleistung, Nutzungsüberlassung, auch nicht der nachgelassene Betrag bei verbilligter Arbeits- und Sachleistung oder Nutzungsüberlassung )
* freiwillig oder aufgrund einer freiwillig eingegangenen Verpflichtung, ohne Anspruch auf Gegenleistung
(Nicht als Spende gelten z.B.: Aufnahmegebühren, Umlagen, Mitgliedsbeiträge nur eingeschränkt (deren Behandlung siehe unter Mitgliedsbeiträge), Zahlungen aufgrund einer Bewährungsauflage, bei Einstellung eines Strafverfahrens "Bußgelder", Erfüllung eines Vermächtnisses durch den Erben )
* für einen begünstigten Zweck (Dazu gehören die in einem anliegenden Verzeichnis genannten als
besonders förderungswürdig anerkannten Zwecke sowie die Förderung der Wissenschaft, der Mildtätigkeit, von kirchlichen und religiösen Zwecken )

geleistet wird und die Spende
* kein Entgelt für eine bestimmte Leistung des Empfängers darstellt und auch nicht in einem tatsächlichen wirtschaftlichen Zusammenhang mit dieser Leistung steht,
(Nicht als Spende gelten z.B.: Kursgebühren für Sport, Musik, Bildungsveranstaltungen, Eintrittsgelder für Wohltätigkeitsfeste etc.; selbst dann nicht, wenn ein bewusst hoher Preis bezahlt oder ein sog. Spendenanteil offen ausgewiesen wird.)
* und der Empfänger eine vom Finanzamt anerkannte gemeinnützige Körperschaft ist,
* und dem Finanzamt eine dem Muster entsprechende Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) vorgelegt wird.
Die Zuwendungsbestätigung ist der Steuererklärung im Original beizufügen.

Sind Mitgliedsbeiträge als Spende steuerlich abzugsfähig ?
1. Mitgliedsbeiträge sind Beiträge an den Verein oder eine andere gemeinnützige Organisation, die aufgrund der Satzung oder eines anderen Beschlusses der Körperschaft an diese regelmäßig gezahlt werden. Mitgliedsbeiträge dürfen (wie bisher) nur dann im Rahmen des Spendenhöchstbetrags berücksichtigt werden, wenn sie an Organisationen (Körperschaften) gezahlt werden, die wissenschaftliche, kirchliche, mildtätige oder religiöse Zwecke oder die besonders förderungswürdige gemeinnützige Zwecke verfolgen, die im Abschnitt A des Verzeichnisses genannt sind.
2. Mitgliedsbeiträge an Körperschaften, die Sport, Heimatpflege und Heimatkunde, Pflanzenkunde, traditionelles Brauchtum etc. fördern (Abschnitt B des Verzeichnisses), können wie bisher steuerlich nicht berücksichtigt werden. Dies gilt auch für Mitgliedsbeiträge an Einrichtungen mit kulturellen Betätigungen, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen (z. B. Tanz, Musik- oder Theatervereine). Das Abzugsverbot für diese Mitgliedsbeiträge ergibt sich aus der typisierenden Betrachtung des Gesetzgebers, dass in diesen Fällen Leistungen gegenüber den Mitgliedern erbracht werden oder das Mitglied zumindest die Chance hat, Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Mitgliedsbeiträge an Vereine, die neben anderen begünstigten Zwecken (Abschnitt A) auch die in Abschnitt B des Verzeichnisses gemeinnützigen Zwecke verfolgen, können ebenfalls nicht steuerlich berücksichtigt werden.

Wer stellt die Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) aus ?

Die Spendenbescheinigung wird von der Körperschaft als Empfänger der Spende ausgestellt. Berechtigt zur Ausstellung sind:
* Städte und Gemeinden oder andere inländische juristische Personen des öffentlichen Rechts oder eine öffentliche Dienststelle.
* die vom Finanzamt als gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich anerkannten Körperschaften.

Neue Rechtslage!

Anders als bisher können nunmehr alle Spenden für gemeinnützige (auch für kulturelle und sportliche) Zwecke von der Körperschaft selbst empfangen und bescheinigt werden (Abschaffung des sogenannten Durchlaufspendenverfahrens).



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Noch einmal - Das Birkhuhn
Die Restpopulation wurde bis 1974 bejagt

Ein Nachtrag zum Niedergang der Restpopulationen in unserem Raum in den 60iger und 70iger Jahren und einige Bemerkungen zur augenblicklichen Situation.

1. Auf dem Gebiet der Samtgemeinde Tostedt sind die Restvorkommen des Birkhuhns in den Räumen Königsmoor und Wistedt-Vaerloh bereits zwischen den beiden Weltkriegen erloschen. Einzelne Tiere sind allerdings bis Ende der 50iger Jahre immer einmal kurzfristig aus den Bereichen südl. von Königsmoor in die engere Wümmeaue und aus den Bereichen Stemmen-Tister Bauernmoor in die Umgebung des Großen Moores eingeflogen.

2. In den 60iger Jahren gab es noch folgende Restpopulationen unmittelbar außerhalb der SG-Grenzen.

a) Südlich von Königsmoor zwischen Horst im Osten und der Schneckenstiege im Westen mit dem Schwerpunkt im Bereich des Hammoores. Mit zunehmender Melioration und Umwandlung des Grünlandes in Ackerflächen wurde diese Population von Jahr zu Jahr kleiner.
Der Verfasser dieser Zeilen hat in diesem Raum noch 1968 3 Hähne und mehr als 6 Hennen zeitgleich beobachten können
1970: 3 Hähne / 2 Hennen (18.4.)
1971: 4 Hähne / 8 Hennen (20.3.) 1972: 1 Hahn / 2 Hennen (18.3.)
1974: 3 Hähne / 1 Henne (02.3.)
Nach 1974 wurden keine Vögel mehr beobachtet. Zwischen 1974 und 1976 ist diese Restpopulation dann wohl erloschen. Sie wurde - man mag es kaum niederschreiben - bis mindestens 1974 bejagt !

b) Von der Schneckenstiege bestand mit Sicherheit eine "Verbindung" zur zweiten
Restpopulation in unserem Raume im Bereich Stemmen-Ekelmoor. Hier liegen mir nur vereinzelte eigene Beobachtungen aus den 60iger Jahren vor, doch reichen die letzten Zufallsbeobachtungen und mündlichen Mitteilungen über die Beobachtung von Einzeltieren bis in die späten 90iger Jahre. Sicherlich existiert dort heute keine lebensfähige Population mehr!

c) Erwähnt werden soll eine dritte Restpopulation, die auch in den 70iger Jahren (spätestens Anfang der 80iger Jahre) durch Verbuschung der Restmoorflächen und durch die Intensivierung der Landwirtschaft verschwand. Es handelt sich um den Landschaftsraum zwischen Lauenbrück und Oster- bzw. Westervesede, wo der Verfasser noch 1977 2 balzende Hähne in Gegenwart von 4 Hennen beobachten konnte. Nach 1978 wurden hier von mir keine Vögel mehr beobachtet.

d) Der einzige dauerhafte Bestand an Birkwild in der näheren Umgebung zur Samtgemeinde Tostedt befindet sich im NSG Lüneburger Heide zwischen Bockheber im Südwesten und Undeloh im Nordosten in mindestens 3 Schwerpunkträumen. Einschließlich der 90iger Jahre wurden hier zwischen 20 und 30 Vögeln (Männchen +Weibchen) jedes Jahr gezählt. Auch bei dieser "Streupopulation" handelt es sich um eine durchaus gefährdete Restpopulation.

Quellen:
- Eigene Aufzeichnungen 1967-1999
- Aufzeichnungen befreundeter Ornithologen aus den Jahren 1967-1980
- Beobachtungen ausgewählter Brutvogelarten im NSG Lüneburger Heide 1992-99 (VNP)

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Einer der letzten Birkhähne in der SG Tostedt

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Der Wächter des Reviers in der Morgendämmerung

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Der Rotmilan - Vogel des Jahres

Ihn hatte sicherlich das Schicksal vieler Milane ereilt

Es war an einem kühlen Samstag Vormittag im März in den Wiesen von Heidenau. Wir waren gerade fertig mit dem Aufschichten der Strauchwälle für eine Heckenanlage und hatten diverse Heckensträucher gepflanzt. Hein Busch sagte zu mir: "Willst du noch mal den Milan sehen?". Natürlich wollte ich und wir gingen mit mehreren Mitgliedern des Vereins etwa 200 Meter den Wiesenweg in Richtung Oste. Gleich neben dem Weg am Rande einer Wiese sahen wir ihn dann auch: Mit ausgebreiteten Flügeln saß er dort, so als ob er Beute gemacht hätte. Aber er rührte sich nicht und auch seine Haltung hatte etwas unnatürliches – er war tot, jämmerlich krepiert und dennoch imposant.
Wir sahen ihn uns genauer an: Er war unversehrt, ein wunderschön gezeichneter Greifvogel, größer als ein Bussard. Typisch der hellgraue, gesprenkelte Kopf, die kastanienfarbene getupfte Brust, der ähnlich gefärbte Rücken und natürlich der rotbraune Schwanz.
Ihn hatte sicherlich das Schicksal vieler Milane ereilt – seit dem März 1999 wurden 2 weitere Rotmilane im gleichen Gebiet tot aufgefunden! -: er wurde vergiftet. Ursachen hierfür könnten die Aufnahme größerer Pestizidmengen mit der Nahrung oder unter Umständen sogar vergiftete Köder sein, die gegen "Raubzeug" ausgelegt werden. Denn gerade der Rotmilan ist aufgrund seiner Lebensweise in dieser Hinsicht außerordentlich stark gefährdet.
Er ist ein Kulturfolger, ein Jäger in der offenen Kulturlandschaft, der allerdings nur dann Beute (und auch Brutplätze) findet, wenn die landwirtschaftlich genutzten Flächen reich gegliedert sind, bewaldete und freie Flächen abwechseln.
Er jagt aus seinem Gleit- und Segelflug heraus, wobei er täglich ein sehr großes Gebiet (Entfernungen bis zu 10 km vom Horst) in relativ geringer Höhe absucht. Auf diese Weise erbeutet er neben Vögeln und Fischen vor allem Kleinsäuger. Gerne nimmt der Rotmilan aber auch Aas (Verkehrs- und Mähopfer, Schlachtabfälle, ausgelegte Köder u.a.) oder jagt anderen Greifvögeln als Beuteschmarotzer im Flug die Beute ab. Oft kann man ihn auch auf Müllhalden auf der Suche nach Fleischabfällen beobachten.

Seinen Brutplatz sucht er gerne in lichtem Wald in der Nähe des Waldrandes oder in kleinen Feldgehölzen. Dort befindet sich der Horst hoch in älteren Bäumen.
Bei uns kann man ihn noch relativ häuf bei seinem charakteristischen Suchflug beobachten: Mit einer Flügelspannweite bis zu 180 cm und dem typischen gegabelten Schwanz ("Gabelweihe") ist er unverwechselbar.
In den letzten Jahren war in der Samtgemeinde Tostedt und den angrenzenden Gebieten eine relativ konstante Anzahl von Brutpaaren heimisch:
Auf der Fläche der Samtgemeinde (222 km²) waren jährlich 5 bis 6 Paare anzutreffen (Aue bei Wüstenhöfen, Osterbruch, Tiefenbruch, Everstorfer Moor, Wümmegrund-Schiel, Wümme-Dreihausen), hinzu kamen noch 3 Paare in den angrenzenden Gebieten (südlich Königsmoor, westlich Kallmoor, Holmer Teiche). Dies würde einer durchschnittlichen Abundanz (Besiedlungsdichte) von etwa 4 Paaren pro 100 km² entsprechen. Dies stimmt recht gut mit Untersuchungen zur Abundanz des Rotmilans in geeigneten Lebensräumen anderer Regionen überein.
Rotmilane waren noch vor wenigen Jahrzehnten Zugvögel, Kurzstreckenzieher, die im Herbst nach Südwest-Europa, nach Frankreich, Spanien und Portugal, zogen. In den letzten drei Jahrzehnten haben sich jedoch ihre Überwinterungsgewohnheiten und ihr Zugverhalten verändert. In vielen Teilen Deutschlands, so auch in Niedersachsen, überwintern die Rotmilane zunehmend im Lande, streifen allenfalls in unseren Breiten herum. Als Ursachen hierfür werden einerseits die immer milder werdenden Winter, andererseits ein verbessertes Nahrungsangebot in der "Wegwerfgesellschaft" angesehen.

Nach der Ankunft in den Brutrevieren beginnt der Rotmilan Anfang bis Mitte April mit dem Brutgeschäft, das Gelege besteht aus 2 bis 3 Eiern, die durchschnittlich 33 Tage bebrütet werden. Die Jungen brauchen etwa 6 bis 8 Wochen bis zum Flüggewerden und verbleiben anschließend weitere 4 Wochen im Familienverband.

Der Rotmilan ist ein echter "Europäer", denn er kommt fast ausschließlich hier vor. Während in einigen europäischen Regionen - in der Schweiz, Österreich und Polen - die Bestände erfreulicherweise zunehmen, gehen sie in Deutschland seit einigen Jahren drastisch zurück. Das wirkt sich auf die Gesamtzahl aus, denn Deutschland ist der Kern seines Verbreitungsgebietes und beherbergt etwa 60 Prozent aller Rotmilane weltweit: Von höchstens noch 23.000 Paaren leben circa 12.000 hier, davon zwei Drittel in Ostdeutschland. Dort gingen die Bestände seit der Wende um 25 Prozent zurück, was an den übernommenen "westlichen" Anbaumethoden und dem verstärkten Einsatz von Pestiziden liegt, die die Nahrungspalette des Rotmilans verringern.
Die dargestellten Zahlen zeigen auf eindringliche Weise, welche große Verantwortung die Europäer und insbesondere die Deutschen für das Überleben des Rotmilans tragen.

So wird auch deutlich, warum der Rotmilan zum "Vogel des Jahres" gekürt wurde. Die in Mitteleuropa konzentrierte relativ kleine Weltpopulation ist zudem durch menschlichen Einflüsse stark gefährdet. Zwar ist der Rotmilan ein Kulturfolger, aber er braucht eine offene, reich strukturierte Landschaft - Wiesen, Felder, Hecken, Raine, Waldränder, Gewässer.

Somit ist das Vorkommen des Rotmilans eng mit der jeweiligen Landnutzung verknüpft. Die wichtigsten Gefährdungsfaktoren sind daher auch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung auf großer Fläche und mit mangelnder Vielfalt der Anbaukulturen, ein damit verbundener Pestizid- und Düngereinsatz, das Entfernen von Strukturelementen wie Hecken, Sträuchern und Bäumen und damit verbunden der Rückgang der Beutetiere. Nicht zu unterschätzen sind auch die Bestandseinbußen durch illegale Verfolgung, illegale Jagd und Vergiftung. Zudem sterben etliche Rotmilane durch Unfälle insbesondere an den immer zahlreicher werdenden Leitungen in unserer Landschaft.
Für den Rotmilan ist die beste Lebensversicherung eine abwechslungsreiche, vielfältige Kulturlandschaft. Angesichts der Überproduktion, der kaum noch finanzierbaren Subventionen und der Umweltbelastungen ist eine Extensivierung der Landwirtschaft im weitesten Sinne auf der ganzen Fläche dringend notwendig.

Daher sollte man sich bemühen, traditionelle Bewirtschaftungsformen, beispielsweise die extensive Weidewirtschaft, sowie Landschaftsstrukturen wie Baumreihen, Feldgehölze und Einzelbäume zu erhalten, den ökologischen Landbau zu fördern, den Pestizid- und Düngereinsatz zu reduzieren und Entwässerungsmaßnahmen einzuschränken.

Eine naturverträgliche Bewirtschaftung lässt sich natürlich nur mit politischen Rahmenbedingungen und Anreizen für die Landwirte sowie fairen Preisen für ökologisch produzierte Lebensmittel verwirklichen.


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Kurze Rast zwischen den Suchflügen

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Das charakteristische Flugbild mit dem gegabelten Schwanz

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Quelljungfer
Eine ungewöhnliche Begegnung am Krötenzaun

Bei der abendlichen Kontrolle der Fangeimer am Krötenzaun im Bereich der Holmer Teiche im Landkreis Harburg / Niedersachsen am 5. Februar d.J. fand sich - neben einem jungen Moorfrosch - eine knapp 4cm lange, also fast ausgewachsene, leicht kompakte Großlibellenlarve. Der entsprechende Eimer war 50 bzw. 90m von den nächsten Gewässern, Zuleitungsgräben der Teichanlage in Holm, entfernt.

Wie die Bestimmung ergab, handelte es sich um die in Niedersachsen stark gefährdete Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltoni), eine Art, deren Larven in fließendem Wasser, in der Heide gerne an strömungsärmeren Flachwasserstellen mit sandigem Grund und leichter Mulmauflage, zu finden sind. Dort graben sich die Larven ins Substrat ein, so dass nur mehr die Hinterleibsspitze und die Fangmaske am Kopf hervorragen. So warten sie als Lauerjäger, dass sich ihre Beute, in der Regel Wasserinsektenlarven, sich nähern oder vorbeigetrieben werden. Bemerkenswert außerdem, dass die Larven bis zu fünf Jahre im Wasser verbringen, bevor sie sich an Land zur Libelle verwandeln.

Bei den Nachforschungen stellte sich heraus, dass die Larve - vermutlich - aus dem oberhalb gelegenen, etwa 50m entfernten Graben stammte. Hier war aber bereits Anfang/Mitte Dezember das Wasser ‘abgestellt’ worden, weil in den Teichen Ausbesserungsarbeiten an den Mönchen durchgeführt werden sollten.

Im Bereich der Straßenunterführung war im Graben immer noch, also vielleicht acht Wochen nach Schließen der Wasserzufuhr, ein hinreichend großer Wasserkörper, nur - aus Sicht der Quelljungfer-Larve - eben ohne Strömung und damit auch ungünstiger werdenden Sauerstoff- (und Ernährungs- ?)Verhältnissen. Das mag die Larve letztlich „bewogen haben", in dieser regenfeuchten und etwa 6°C warmen, also vergleichsweise günstigen ‘nichtaquatischen’ Nacht den Graben zu verlassen und sich auf Wanderschaft bzw. auf die Suche nach einen Fließgewässer zu begeben. Erstaunlich weiterhin: sie ist in die ‘richtige’ Richtung gelaufen: etwa 140m unterhalb, also 90m vom Fangort entfernt, verläuft etwa parallel ein zweiter Graben mit fließendem Wasser. In allen anderen Richtungen gibt es dagegen keine Gewässer in vergleichbaren Entfernungen.

Anmerkung: durch den Krötenzaun ist naturgemäß die ursprüngliche Wanderrichtung nicht mehr erkennbar. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass die Larve nicht den kürzesten Weg - am Zaun entlang - genommen hat, sonst hätte sie sich bereits oberhalb der Fundstelle in einem Fangeimer finden lassen sollen.




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Weg- und Grabwespen

Wir können ihnen helfen

Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken auf dem dänischen Zeltplatz passierte es: mit einem vernehmlichen Knall landete etwas auf unserem Tisch - glücklicherweise zwischen den Tassen. Zwei kleine Tiere rangen miteinander, aber erst, als das eine allmählich etwas ruhiger wurde, war etwas zu erkennen: ein gut 1cm großes Insekt, eine Wegwespe, wie sich später herausstellen sollte, hatte eine etwa erbsengroße Spinne angegriffen und offensichtlich überwältigt. Sie begann sie nun aber nicht etwa an- oder aufzufressen, sondern zog sie, indem sie sie mit ihren Kiefern packte, zum Rand des Tisches, was einen zweiten gemeinsamen Sturz zur Folge hatte.
Im Gras war das Vorwärtskommen natürlich etwas schwieriger, aber mit Ziehen und Schieben konnten querliegende Grashalme und andere Hindernisse umgangen werden. Nach etwa 3-4m änderte sich das Verhalten: die Wegwespe mühte sich jetzt, ihre Spinne in einem Grasbulten zu verstecken - gar nicht so einfach mit einem Tier, das acht abstehende Beine hat und sich nicht sonderlich kooperativ verhielt. Aber schließlich war auch das zur Zufriedenheit der Wegwespe geschafft. Sie putzte sich ausgiebig, bevor sie aufflog, das Grasbüschel einige Male umkreiste und sich entfernte. Aber nicht weit: an einer vegetationslosen Stelle in etwa 1m Entfernung landete sie, lief herum, schien etwas zu prüfen, lief noch ein Stück, prüfte wieder - und fing schließlich mit den Vorderbeinen an zu scharren. Es entstand eine kleine Vertiefung im Boden, dann der Beginn einer Röhre.
Unvermittelt flog die Wespe auf, drehte - zur Orientierung - einige Runden über der Baustelle und flog dann in Richtung auf das Grasbüschel mit der versteckten Beute. Auch hier kurvte sie einige Male sich orientierend herum, bevor sie landete. Sie lief zur Spinne, betastete diese, fand offensichtlich alles in angemessener Ordnung, hob ab, kurvte nochmals und flog wieder in Richtung Baustelle.
Der Bau der Röhre wurde fortgesetzt, bis das Tier ganz darin verschwunden war. Es folgte ein Kontrollflug zur versteckten Beute - und Weitergraben. So ging es einige Male, bis die Wegwespe schließlich damit begann, ihre Spinne aus dem Versteck zu zerren und sie durch den Urwald von Grashalmen, Kieselsteinchen u.a. zur angelegten Röhre zu bugsieren. Dort angekommen, erfolgte eine nochmalige Kontrolle des Innenraumes, bevor die am Eingang abgelegte Spinne rückwärts hineingezogen wurde. Jetzt dauerte es eine ganze Zeit, ehe sie wieder auftauchte.
Nun machte sie sich daran, die Röhre wieder zu verschließen. Sie nutzte dazu den im Eingangsbereich angehäufelten Sand vom Bau, zum Abschluss auch Substrat aus der Umgebung. Sehr sorgfältig achtete sie darauf, dass nach Beendigung ihrer Tätigkeit praktisch keine Spuren mehr darauf hindeuteten, dass hier eine Wegwespe einige Zeit heftig gearbeitet hatte. Dazu legte sie ganz zum Abschluss zur vollständigen Tarnung sogar noch ein Steinchen und ein ‘zufälliges’ Stöckchen ganz in die Nähe. Erst dann flog sie - nach mehreren Schleifen - endgültig ab.

In der Röhre hatte sich zwischenzeitlich folgendes abgespielt: die Wespe hatte die gelähmte Spinne in einer kleinen Erweiterung am Ende des Baues plaziert und dann ein Ei daran abgelegt. Darum ging es also: das Tier betrieb Brutfürsorge, indem es seine Nachkommenschaft mit der Nahrungsmenge versorgte, die diese für ihre Entwicklung brauchte. Und deswegen durfte sie die Spinne auch nicht töten: die als Nahrungsvorrat dienende Beute musste solange ‘frisch’ bleiben, bis die Wegwespenlarve ausgewachsen war und sich verpuppen konnte.

Wegwespen gehören zu den sog. Stechimmen aus der Gruppe der Hautflügler, zu denen auch unsere Bienen zählen. Sie sind Ihnen bestimmt schon einmal aufgefallen, wenn diese etwa 1cm kleinen, in der Regel schwarz-rotgefärbten Tiere aufgeregt, fast hektisch und mit vibrierenden Flügeln auf dem Erdboden herumlaufen und hier nach Beute suchen.
Sie tragen also zur Versorgung ihrer Nachkommen Spinnen in selbstgegrabene Brutröhren ein.

Eng verwandt mit den Wegwespen sind die Grabwespen. Auch die kann man beispielsweise auf einem Heidespaziergang beobachten. Dort sieht man gelegentlich über 2cm große, sehr schlanke und ebenfalls schwarz und rot gefärbte Tiere insbesondere an vegetationfreien Stellen etwa am Wegesrand herumlaufen. Und vielleicht kann man sogar erkennen, dass sie große (Schmetterlings-)Raupen unter ihrem Körper tragen. Diese halten sie mit den Kiefern fest und schleppen sie so in eine ebenfalls selbstgegrabene Röhre, um sie hier - wie die Wegwespen - mit einem Ei zu versehen. Bevor dies geschieht, werden aber bei den Grabwespen zumeist mehrere Beutetiere eingetragen. Dabei überfallen und lähmen sie - je nach Grabwespenart - unterschiedlichste Insekten, also, wie oben, Schmetterlingsraupen oder kleine Schmetterlinge (wie Zünsler u.a.), Fliegen, Mücken, Käfer, Heuschrecken, Zikaden, Wanzen usw.
Eine Art, die auf den ‘furchteinflößenden’ Namen Bienenwolf hört, trägt zur Proviantierung ihrer Nachkommenschaft Honigbienen ein. Dabei kommt es aber nicht zu relevanten Schädigungen der Wirtspopulationen. Sie ist zudem bei uns relativ selten.

Über eine Besonderheit gilt es noch zu berichten: auch bei den oben beschriebenen Weg- und Grabwespen gibt es sog. Kuckuckswespen, also Arten, die sich - ähnlich wie unser Kuckuck - darauf spezialisiert haben, in einem unbeobachten Moment in die Brutröhre zu huschen und ebenfalls ein Ei an die eingelagerten Wirtsbeutetiere zu legen. Die Schmarotzer-Larve tötet später die andere Larve und nutzt die Beute für die eigene Entwicklung.

Alle angesprochenen Gruppen sind - im Gegensatz etwa zur sozialen, staatenbildenden Honigbiene - sog. solitäre Formen, die als Einzeltiere leben und sich fortpflanzen. Während sie für die Versorgung ihrer Nachkommen tierische Nahrung eintragen, ernähren die erwachsenen Tiere selbst sich überwiegend von Nektar, den sie beim Besuch von Blüten aufnehmen.

Nisthilfen
In unserer stark versiegelten und durchgestylten Umwelt haben Weg- und Grabwespen immer häufiger Probleme, geeignete Stellen für ihre Nestanlage zu finden. Wir können ihnen helfen, indem wir etwa in unserem Garten in bestimmten Bereichen keine Pflanzungen vornehmen, sondern den Boden offen halten; sehr hilfreich ist auch ein kleiner Sandhügel, vielleicht Reste vom Bausand, die von bodenbrütenden Arten gerne angenommen werden. Arten, die in Holz - etwa in den Bohrgängen von Käfern - ihre Nester anlegen, können wir mit in verschiedenen Durchmessern aufgebohrten Baumscheiben oder Holzblöcken (am besten aus Hartholz) helfen, die wir günstigenfalls nach Süden exponiert trocken, z.B. an der Hauswand, anbringen können. Eine nachempfundene Lehmwand (in einer alten Obstkiste) oder ein Bündel von ca. 20cm langen Bambusstäbchen oder auch Schilfhalmen in einem Rest eines (Abfluss-)Rohres - immer finden sich Arten, die diese Strukturen zu nutzen vermögen und dieses auch tun.
Übrigens - unser strohgedecktes Vogel-Futterhäuschen wird im Sommer nicht weggeschlossen, sondern bleibt zugänglich. Wie man beobachten und später auch an den mit Sand verschlossenen Halmen erkennen kann, wird es im Sommer gern von bestimmten Grabwespen-Arten aufgesucht, die darin Nester anlegen. Allerdings - manche überleben den Winter nicht, weil die Meisen sie finden.
Für die Ernährung der Weg- und Grabwespen selber sollte immer ein großes Blütenangebot zur Verfügung stehen, welches natürlich auch von vielen anderen Tieren genutzt wird - und nicht zuletzt uns Menschen erfreut.

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Wegwespe Anoplius
(Foto Rolf Nagel,
aus "Wespen", Naturbuch-Verlag)
Weitere Fotos von Rolf Nagel unter
http://www.insektenflug.de/

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Grabwespe Ammophila mit Beute
(Foto aus "Wespen", Naturbuch-Verlag)

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Grabwespen brauchen sandigen Boden
(Foto aus "Tiere auf Wohnungssuche")

Nisthilfen:
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Baumscheibe

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Schilfhalme

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Holzblock

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Eine Röhre ist bereits "zugemauert", eine weitere wird bezogen

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Umweltpreis der Stadt Buchholz

2. Preis: „Amphibiengruppe Holmer Teiche“

Am 25. Januar diesen Jahres wurde im Rahmen einer Ratsversammlung der Stadt der Umweltpreis des Jahres 1999 verliehen. Dabei wurde neben einer Projektarbeitsgruppe der Schule ‘Am Kattenberge’ und der BUND-Jugend aus Buchholz der AKN mit dem Bericht über die Ergebnisse der Krötenwanderung an den Holmer Teichen mit einem zweiten Preis bedacht.

Verdient haben diesen Preis alle diejenigen, die an Zaunaufbau und morgend- bzw. abendlicher Eimerkontrolle mitgeholfen haben. Es waren dies - in alphabetischer Reihenfolge - Edith Birger (Handeloh), Familie Birke (Wörme), Vilmut Brock (Handeloh), Helene von Bünau-Nothdurft (Ottermoor), Katharina Grimm (Inzmühlen), Dr. Klaus Hamann (Handeloh), Philippe Hesse (Buchholz), Stefan Hindersin (Wörme), Familie Kempe (Höckel), Familie Keunecke (Buchholz), Ralf und Udo Kolm (Handeloh), Manfred Koslowski (Tostedt), Susanne Kratz (Buchholz), Familie Lehmann (Inzmühlen), Marianne von Mauschwitz (Höckel), Inge Michels (Jesteburg), Alfred Stabrey (Welle), Alice und Horst Stabrey (Welle), Stefan Tuchel (Inzmühlen) und Marion Wissbars (Höckel).
Außerdem haben dankenswerterweise auch wieder Mitarbeiter des Grünflächenamtes der Stadt Buchholz i.d.N. ganz wesentlich bei Auf- und Abbau mitgewirkt.

Die als Preis ausgesetzten 600 DM sehen wir als ersten finanziellen Baustein für das festinstallierte Amphibienleitsystem im Bereich der Holmer Teiche, für dessen Verwirklichung wir kämpfen !

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Aktivitäten des AKN im Winterhalbjahr 1999/2000

1. Arbeits- und Pflegeeinsätze

Mi. 17.11.99: Entkusseln im Großen Moor mit einer BUND-Kindergruppe aus Buchholz,
Sa. 20./So 21.11.99: Entkusselungsarbeiten im Großen Moor bei Wistedt und im Ottermoor mit einer Harburger Schülergruppe (Kempe),
Mi. 24.11.99:
Sa.27.11.99:
Vorbereitung (Sägen) und
Durchführung großräumiger Freistellungsarbeiten im Großen Moor (1.Teil)
Sa. 11.12.99: Arbeitseinsatz Handeloh (Entkusselung am oberen Wörmer Weg)
Sa. 08.01.00 Teilreinigung von Hand eines Quellbaches in Handeloh.

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30 Personen waren im Großen Moor im Einsatz

Di./Mi. 11.1./12.1.00:
Sa. 15.01.00:
Vorbereitung (Sägen) und
Durchführung des 2. Arbeitseinsatzes im Großen Moor.

Sa. 22.01.00:

Arbeitseinsatz Handeloh (Entkusseln auf der Drögen Heide)
Sa. 12.02.00: Arbeitseinsatz in der Trelder Moorkoppel mit Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Kakenstorf und der dortigen Naturschutzfreunde Estetal.
Sa. 19.02.00: Arbeitseinsatz Handeloh (Entkusselung der Drögen Heide)
Sa. 26.02.00: Arbeitseinsatz Handeloh (Heckenpflege und Entkusselung an der Bahnlinie Handeloh)
Sa. 04.03.00: Anlage von Benjes-Hecken-Inseln in Kampen.
Sa. 18.03.00: Pflanzung von 2 Dornengebüschen in Wistedt auf AKN-eigener Fläche an der Oste.
Mi. 09.03.00: Herrichtung der Uferschwalbenwand in der Sandgrube am Handeloher Friedhof durch die Firma Pankop.

2. Begehungen, Bereisungen, Treffen und Sitzungen

Mi. 01.12.99: Einführung der ABM-Gruppen von Herrn Dr. Hamann in die Gesamtsituation des NSG Großes Moor.
Di.:04.01.00: Weitere Arbeitseinweisung der ABM-Kräfte von Herrn Dr. Hamann im Großen Moor (Anleitung Grabenschließungen).
Nov.99 – April 2000: 6 Treffen und 3 Begehungen des Arbeitsgremiums "Grün" zur Dorfentwicklung Handeloh.
Do. 20.01.00: Sitzung desUBP Ausschusses Handeloh.
Mi. 9.2.00: Begehung und Vorbesichtigung Trelder Moorkoppel,
Mo./Di.14./15.02. Einführung und Begleitung eines Ranger-Ausbildungskurses der NNA im Großen Moor.
Fr. 25.2.00: Vortrag bei den Naturschutzfreunden Estetal (Thema Moore),
Mi. 1.3.00: UBPA SG Tostedt. [Inhalt]
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