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Liebe Mitglieder und Freunde des AKN,

das Jahr 2002 neigt sich dem Ende entgegen. Wir befinden uns in der Weihnachtszeit, einer Zeit der Besinnlichkeit, in der auch so mancher Jahresrückblick erfolgt. Auch wir wollen einmal zurückschauen, was das Jahr aus der Sicht des Naturschutzes, aus der Sicht des AKN gebracht hat.
Wir haben auch in diesem Jahr viel erreicht, auch wenn es nicht ohne Enttäuschungen oder Rückschläge abging.
Der Sommer war geprägt von Wetterkapriolen, von lang anhaltenden Regenfällen und Überschwemmungen nicht nur in Mittel- und Südeuropa. Es wurden wieder Superlative bemüht: „die stärksten Regenfälle seit 50 Jahren", „die Jahrhundertflut" usw. Zur Zeit plagen extreme Trockenheiten und Feuersbrünste verschiedene Regionen der Erde.
Angesicht der Konzentration dieser Naturkatastrophen fällt es schwer, „normale" Klimaschwankungen verantwortlich zu machen. Es verdichten sich die Belege, dass vieles menschengemacht ist.

Auch in diesem Heft kommen wir nicht umhin, uns mit einigen Aspekten der Umweltauswirkungen menschlichen Handelns zu beschäftigen. Da wären zum einen die schrecklichen Überschwemmungen in Deutschland und Mitteleuropa. An den katastrophalen Auswirkungen sind wir durch unser Tun in den letzten Jahrzehnten nicht unschuldig. Es wurden Bäche und Flüsse ausgebaut, begradigt und ihrer natürlichen Überschwemmungsräume beraubt. Dass unsere Moore von den Niederschlägen des Sommers profitiert haben, ist kein echter Trost. Hierzu hat Herr Kempe einen aktuellen Bericht geschrieben. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus den erkennbaren Fehlern der Vergangenheit lernen.
Indes, die Hoffnung ist beschränkt, wenn man schaut, was z.B. im Kleinen vor Ort weiterhin geschieht. Auf die jüngsten Sünden weisen wir in den AKN-Splittern hin.
Zum anderen ist da die Energiegieproblematik. Der enorme Energieverbrauch und die notwendige Energieerzeugung sind eine Last für Umwelt und Natur. Wir beschäftigen uns daher in diesem Heft mit der Windenergie und ihren Auswirkungen.

Zu den positiven Aspekten des Jahres gehören die vielen Aktivitäten des AKN, an denen sich viele fleißige Naturschützer beteiligt haben. Auch dieses Heft ist voll davon: Infostände, Exkursionen, Bestandsaufnahmen von Flora und Fauna, Amphibien- und Vogelschutz. Sogar zwei Zivis der SG Tostedt setzen sich für die Natur ein .

Ich hoffe, auch für Sie sind interessante Berichte dabei. Ich wünsche Ihnen ein geruhsames Fest und verbleibe
Ihr U.Quante

[Inhalt]

AKN-Splitter
Wichtiges - kurz berichtet

Fleißige Helfer!
Am 27. Februar 2002 wurde von den AKN-Mitgliedern Frau E. Bengel und Herrn H.-E. Miersch mit der Klasse 7c der Realschule Tostedt auf einer zentralgelegenen Fläche am Otterberg eine Entkusselungsaktion durchgeführt. An diesem Projekttag haben Schüler und Lehrer mit Zustimmung des Besitzers Herrn T. Busch und des Abbaubetriebes auf einer vorher festgelegten Fläche Kiefern- und Birkenschösslinge beseitigt, so dass unbeschattete Bereiche entstanden, die für bestimmte Pflanzen (wie z. B. Silbergras) und wärmeliebende Tiere (wie z. B. Reptilien) von Bedeutung sind. Sicherlich sollte in einigen Jahren eine derartige Maßnahme wiederholt werden, um offene Flächen zu erhalten.

Nichts dazu gelernt!
Wenn das, was gerade an zwei Laichbächen des Este-Einzugsgebietes geschehen ist, naturnaher Gewässerausbau ist, wird der geforderte gute Zustand unserer Gewässer wohl nie zu erreichen sein.
Kurz vor ihrem Zusammenfluss wurden Heisterbek und Todtglüsinger Bach in einer Weise ausgebaut, die jeder Beschreibung spottet. Planer, Auftraggeber und Ausführende haben einen Ausbau im Stile der 60er Jahre betrieben: Der Heisterbek wurde mit einem „grün angestrichenen" Rasengitterstein-Korsett hart verbaut. Der Todtglüsinger Bach erhielt ein Bongossi-ähnliches Korsett. Jegliche standorttypische Struktur fehlt auf diese Weise und der Bachoberlauf wird durch diese unpassierbaren Kanalstrecken von unteren Bereichen dauerhaft abgetrennt.


Eine Vergewaltigung des Baches Heisterbek

Unermüdlicher Einsatz
Auch in diesem Jahr zeigte der AKN wieder aktive Präsenz auf verschiedenen Veranstaltungen. So wurde ein neu gestalteter Informationsstand erstmals im Mai des Jahres beim Hamstermarkt in Tostedt aufgestellt. Neu war die Möglichkeit für Besucher, Aktivitäten zu entwickeln, so dass „fast nebenbei" eine Information über unsere Naturschutzarbeit erfolgen konnte. Besonderer Dank gilt Frau von Mauschwitz und Frau Wissbars, die sehr viel Zeit und Mühe für die Ausgestaltung des Standes investiert haben.

Den zweiten Einsatz hatte der Infostand im August beim Bürgerfest in Tostedt. Wir möchten den vielen Helfern danken, insbesondere unseren Damen, die mit viel Einsatz die Betreuung des Standes betrieben haben.
Die Aktion Krötenrettung zeigte sich außerdem beim Stadtfest in Buchholz, auf dem Hoffest in Wörme sowie beim ‚Kirchenzirkus’ der Gemeinde Handeloh

Eine weitere Fläche
Der AKN ist stolzer Besitzer einer weiteren Fläche, die für die Natur gesichert werden konnte. Im Oktober wurde der Vertrag unterzeichnet. Es handelt sich um einen Brachacker in Handeloh in der Nähe des Friedhofs, nördlich der Gemeinde-Verbindungsstraße. Diese und die gleichzeitig vom Nabu Buchholz gekaufte Fläche südlich der Straße runden die Biotopkomplexe „Alte Sandgrube" und „Amphibien-Laichgraben" wunderbar ab. Im nächsten Heft mehr darüber.
Lob und Dank dem Nabu Buchholz für sein spoantanes Engagement.


Aktivitäten auf dem Hamstermarkt

 

„Dat Water mutt lopen“??
Die Ursachen für die Überschwemmungen des Sommers sind menschengemacht.

Wir alle stehen noch unter dem erschütternden Eindruck der Elbe- und Donau-Flutwellen dieses Sommers.
Viele kluge Reden und Aufsätze sind seitdem von hoher politischer, aber auch von wissenschaftlicher Seite über die Ursachen dieser Katastrophe zu uns gedrungen, darunter auch immer wieder der Tenor, dass der Mensch im Umgang mit dem Wasser in der Vergangenheit viele Fehler gemacht hat.
Wasser muss laufen, muss möglichst schnell wieder aus der Landschaft über Grüppen, Gräben, Vorfluter, Bäche und Flüsse abgeführt werden. Inzwischen geschieht das allerorten so schnell, dass selbst die Feuerwehr vor Ort nicht mehr schnell genug ist, das nach starken Regenfällen an bestimmten Stellen zusammenströmende Wasser umzuleiten, abzupumpen und dgl., um Schaden an Haus und Hof abzuwenden. Die Ursachen für dieses Phänomen sind menschengemacht, sind das Ergebnis unseres „Krieges gegen das Wasser und gegen die Landschaft": rasante Versiegelung der innerörtlichen und Ortsrandgebiete, Verdichtung und Verlust der saugfähigen humusreichen Bodendecke der Ackerflächen, Begradigung der Bäche und Flüsse, das Verschwinden saugfähiger Moor-, Quell- und Auenbereiche usw. usw.
Das Wasser findet immer seinen Weg, es findet seinen Weg allerdings immer schneller.
Auch an Wümme, Este und Seeve, ja selbst in auenfernen Bereichen hat es punktuell wirklich katastrophale Situationen gegeben für die dort wohnenden Menschen, für Teichwirtschaften und landwirtschaftliche Flächen, auf denen die Ernte verdarb.

Was ist also zu tun ?
Allenthalben hört man von Wasserverbänden und aus der Landwirtschaft, dass die gerade zaghaft begonnene Renaturierung unserer Moore, Quellbereiche, Bach- und Flussauen überdacht werden muss.
Wohl wahr, aber doch wohl eindeutig in die Richtung, diese Renaturierung zu verstärken mit dem erklärten Ziel, in abertausenden kleinen und großen Flächen der oben genannten Landschaftsteile mehr Wasser zurückzuhalten, den Abfluss auf tausenden von Kilometern zu verlangsamen, wo immer das unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gerade noch vertretbar ist ! Und da gibt es viele, viele Möglichkeiten ! Sie sind alle bekannt, liegen abrufbereit in den Schubladen der Behörden. Politischer Wille und Sachverstand müssten sie abrufen.
Zu lesen und zu hören war allerdings (sogar von verantwortlicher Seite !) genau das Gegenteil: Rücknahme der Renaturierung, Beschleunigung des Wasserflusses, Teilaustrocknung der Moore usw.
Dabei sollte (wenigstens bei den Verantwortlichen) doch bekannt sein, dass die Saug- und Wasserhaltefähigkeit eines Moores mit der Üppigkeit seiner Torfmoose steht und fällt. Und nur gesunde Moore zeigen dieses Torfmooswachstum. Und gesunde Moore sind nasse Moore!
Folgte man diesen rückwärtsgewandten Ratschlägen, das Kastrophen-Szenarium unserer Mitbürger an den Mittel- und Unterläufen würde sich drastisch verstärken.

Die Forderung muss also lauten: Haltet das Wasser !

Dat Water mutt nich weg ! – Jedenfalls nicht so schnell und so gründlich wie bisher. Gerade den Gemeinden an Oberläufen von Bächen und Flüssen fällt hier eine besondere Verantwortung zu.

Stand doch wunderbar passend dazu gerade in diesen Tagen (Anfang Nov. 02) in großen Buchstaben auf Einladungsplakaten zu einer politischen Veranstaltung der Mehrheitsfraktion in unserem Landkreis: „NEUES DENKEN – NEUES HANDELN FÜR NIEDERSACHSEN".
Fürwahr, bitter nötig, aber bitte auch auf dem hier diskutierten Feld !


Falscher Ackerstandort in einer Überflutungsaue


Falsche Ackerstandorte beiderseits des Baches in tiefliegender Aue


Falscher Ackerstandort mit allen negativen Folgen: Verlust der humusreichen Ackerkrume, Verlust der Wasserhaltekraft des Bodens, Sandfracht in die Bäche hinein


Moore sind „Schwämme" in der Landschaft. Sie halten überschüssiges Wasser

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Dreierlei Farne -
auf Trockenem, Magerem und Nassem

Vielerorts sind Farnpflanzen mit ihren meist großen grünen Wedeln und den anhaftenden Sporenträgern prächtig anzusehen. Uns interessieren mehr die kleinwüchsigen, eher seltenen Arten, die wir durch Beobachtung oder Standorthinweise kennen und lieben lernten. Drei von ihnen möchten wir hier beschreiben.

An älteren Mauern fielen uns kleine, dunkelgrüne Pflanzenbüschel auf, die wir bald als Mauerraute Asplenium ruta muraria bestimmen konnten. In der Literatur wird sie in unserer Region als selten oder zerstreut vorkommend, in den Roten Listen in der Kategorie 3F (= gefährdet im Flachland) eingestuft. In südlicheren Bereichen, im Gebirgigen gilt sie als häufig bzw. weit verbreitet.
Dieser Farn aus der Familie der Streifenfarngewächse Aspleniaceae siedelt auf trockenen Kalkfelsen, in Gesteinsspalten und auf Mörtel in Mauerfugen. Wir fanden die Mauerraute an Kloster- und Burgmauern, auf einer Rotziegelmauer des Celler Landgestüts mitten in der Stadt, auf einer begrenzenden Gehöftsmauer im Hannöverschen in Mengen (Foto). Von dem Biologen J.Feder wurden ein paar Exemplare auf einer niedrigen Gesteinsmauer im Ort Sprötze entdeckt. Zu unserer Überraschung wuchs sie auch in den Rissen einer verputzten Kaimauer im Harburger Binnenhafen.
Die 4 – 15 cm langen, in Büscheln wachsenden, glanzlosen, dunkelgrünen Blätter sind im Umriss dreieckig, 2-3-fach gefiedert, Fiedern rautenförmig. Der Blattstiel ist grün. Die Fiederchen sind nicht viel länger als breit mit abgerundeter, gekerbter Spitze. Am Ende der Vegetationsperiode sitzen auf der Unterseite dicke Sporangien–Polster (Zeichnung). Die Mauerraute ist winterhart.
An alten Mauern ist sie gut zu erkennen, wenn man genau hinsieht; es wachsen dort schließlich noch andere Streifenfarne. Auch gibt es einige wenige Asplenium-Arten, mit denen sie verwechselt werden kann.

Wer in den Sommermonaten Juni bis August in Feuchtgebieten oder Mooren unterwegs ist, kann einem Farn begegnen, der seinen deutschen Namen von einer Schlange bekommen hat: Gemeine Natternzunge Ophioglossum vulgatum. Wir entdeckten ihn in einem unserer Kleinmoore, als wir ein Vorkommen des Gefleckten Knabenkrautes betrachteten.
In der Nähe stand eine Gruppe von Pflanzen mit steil aufrecht stehenden gelblichgrünen Stielen und ährenartiger Spitze. Zwischen hohen Gräsern entsprossen sie einem eiförmigen Einzelblatt. Anhand der im Buch beschriebenen Merkmale erkannten wir, dass es sich um einen Farn aus der Familie der Ophioglossaceae handelt, der in der Roten Liste für Niedersachsen in der Kategorie 2 (= Sippe stark gefährdet) und im „Atlas gefährdeter Gefäßpflanzen" von E.Garve als selten aufgeführt wird. Seine Standorte sind feuchte, saure, magere Wiesen, Moore und Ränder von Röhrichten.
Der unfruchtbare Blattabschnitt ist eiförmig bis lanzettlich, ganzrandig, am Spreitengrund scheidenförmig verschmälert, etwas am Stiel herablaufend. Der ungeteilte Sporangienstand fehlt oft. Wenn vorhanden, stehen die Sporangien in 2-reihiger lang gestielter Ähre, die an der Spreitenbasis entspringt. Die Gesamthöhe beträgt 10 bis 30 cm. Auf dem beigefügten Foto sind insgesamt 5 Exemplare mit Sporangienähren zu erkennen.
Die gefährdete Pflanze gibt einen Hinweis auf die Erfordernis, nicht nur Moore, sondern auch nassfeuchte Grünflächen zu erhalten.
Nicht an Mauern, nicht im Nassen, sondern auf bodensauren Magerrasen wächst ein in seiner Gestalt spektakulärer Farn von großer Seltenheit. Für unsere Flachlandregion ist er als vom Aussterben bedrohte Art in der Roten Liste Niedersachsens und Bremens in Kategorie 1 aufgeführt (= Sippe im Flachland vom Aussterben bedroht). Im Gebirge gilt er zwar als weit verbreitet, aber nicht häufig.

Wie die vorige Art ist er eine aus der Familie der Ophioglossaceae mit Namen Botrychium lunaria, Mondraute. Ein guter Wuchsort im östlichen Teil unseres Bereichs ist seit 40 Jahren als einziger bekannt und darum besonders wertvoll. Neue Funde dieser Art und der zwei anderen sollten bitte dem Arbeitskreis bzw. den Verfassern zur Kenntnis gegeben werden.
An einem bisher unbekannten Fundort entdeckten wir ein Vorkommen der Mondraute in sehr kleinwüchsiger Form, die hier nur eine Höhe von ca. 5 cm erreicht. Der Magerrasenrand der sehr sandigen Zuwegung zu einem Segelflugplatz war wohl ausschlaggebend für den niedrigen Wuchs. Der Botaniker Rolf Müller bestätigte dieses Vorkommen, welches wir bis heute dort noch nicht wieder gefunden haben.
Der sterile, stehende grüne Teil des Blattes ist einfach gefiedert. Die Fiedern sind schmal ansitzend, rundlich, halbmond-förmig, ganzrandig, sich teilweise deckend. Der fertile Abschnitt, etwa in der Mitte des Stieles entspringend, ist rispig angeordnet, er trägt die Sporangien. Standorte sind bodensaure Magerrasen, Wiesen, Triften, Heiden, Böschungen, lichte Wälder. Vegetationszeit ist von Mai bis August. Mit einigen wenigen Arten der Gattung sind Verwechslungen möglich.

So unterschiedlich die Lebensräume dieser drei Farnarten sind, so haben sie doch eines gemeinsam: sie sind gefährdet weil selten und deshalb zu schonen.



Mauerraute - oben: in Mengen an einer Mauer - darunter: Blattfieder


Natternzunge - li: 5 Exemplare -
re: 2 Exemplare mit Sporenständen


Mondraute

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Donnerstags-Exkursionen
Es besteht „Suchtgefahr“

Am Ende des letztjährigen Berichts schrieb ich von unserer Vorfreude, von der Vorfreude der Donnerstags-Botaniker(innen) auf das Frühjahr 2002.
Diese Vorfreude ist inzwischen zur erlebten Freude geworden. Sechs Mal waren wir zwischen April und August in diesem Frühjahr und Sommer unterwegs.
Auf fünf Flächen haben wir auf oft eng begrenztem Raum jeweils 2-2 ½ Stunden konzentriert versucht, möglichst viele Blütenpflanzen-Arten zu erfassen und sicher zu bestimmen.

Eine Fläche, die Todtgglüsinger Sandgrube und ihre Randbereiche, mussten wir zwei Mal aufsuchen, um wenigstens einigermaßen Vollständigkeit zu erreichen. Zu diesem Areal hat unser Mitglied Maria Magull schon seit Jahren ihre Beobachtungen zur Pflanzenwelt schriftlich zusammengetragen und z.T. durch wunderschöne Fotos belegt. Dieses Gebiet ist seit Jahrzehnten auch für Ornithologen ein Geheimtip. Vom Schwarzstorch (auf Nahrungssuche) bis zum Terekwasserläufer (als Irrgast) reicht die Spanne der besonderen Beobachtungen. Marias Bericht über diesen „Biotopkomplex aus Menschenhand" und ihre Pflanzenliste, ergänzt durch unsere Exkursionsergebnisse, finden sich im Anschluss an diesen Artikel.

Neben den beiden Exkursionen in die Todtglüsinger Sandgrube (am 16.07. und 15.08.) haben wir am 10.04. die Saison mit einer Kartierung aller zu dieser Jahreszeit erkennbaren Arten auf meinem privaten Wildwuchsgrundstück, also rund ums Haus, eröffnet und mit mehr als 60 Arten ein gutes Ergebnis gehabt.

Am 6.06. haben wir dann eine sehr nasse Niedermoorwiese direkt an der Wümme an der Kreisgrenze hinter dem Ortsteil Wümme (B 75) besucht. Diese Fläche hat der AKN gepachtet. Sie berührt die Grenze des Naturschutzgebietes Ekelmoor auf Rotenburger Gebiet.
Mehr als 50 Arten konnten wir benennen. Ihre Verbreitung auf der Wiese und ihren Randbereichen gibt uns wichtige Hinweise für den zukünftigen Umgang mit der sehr unterschiedlich strukturierten Fläche. Eine mit einem in der Nähe wirtschaftenden Landwirt abgesprochene späte Mahd bestimmter Teilflächen war wegen der großen Sommer-Nässe leider nicht möglich.

Passanten auf dem Wesseloher Weg zwischen Welle und Wesseloh konnten unsere Gruppe am 20.06. auf einer dreijährigen Ackerbrache im Nordostzipfel des NSG Obere Wümme beobachten, die wir auch schon in 2001 besucht haben. Sechs waren wir an diesem Nachmittag, die wir dort in leicht gebückter Haltung und langsamen Schrittes die Fläche durchmaßen, immer wieder zusammenstrebend, die Köpfe zusammensteckend, Bücher konsultierend und dann auch mit der typischen Lupenblickhaltung beim entfernten Betrachter Neugier, Verwunderung und wohl auch Skepsis auslösend.
Was machen die denn da ?
Und was hätten wir ihm nicht alles erzählen können ! Vor allem interessante Einblicke in die rasante Besiedlungs-Dynamik dieses vor drei Jahren aus der Bewirtschaftung entlassenen Ackers.

Was sich da so an dramatischen Veränderungen in der Pflanzenartenzusammensetzung von Jahr zu Jahr tut, nennt der Fachmann Sukzession: die einwandernden Pflanzenarten verändern in ihrer Gesamtheit die Bedingungen für ihr eigenes weiteres Bestehen und für neue Einwanderer. Und dieser Prozess vollzieht sich hier (wie auf anderen stillgelegten Äckern) besonders stürmisch in den ersten Jahren nach Aufgabe der Bewirtschaftung und steckt - im wahrsten Sinne des Wortes – natürlich voller Überraschungen für den etwas genauer hinsehenden Beobachter (siehe auch Bericht über einen Brachacker bei Kakenstorf im Mitteilungsheft Nr.6; 2/97).

Schließlich haben wir am 4.07. die zugänglichen Bereiche der Weller Sandgrube, vor allem an ihrem oberen östlichen Rand, „unter die Lupe genommen". Auch hier notierten wir mehr als 50 Arten, vorwiegend der Ackerflora, aber auch nährstoffarmer Sandböden auf Flächen, deren Mutterboden abgeschoben wurde.
An der Weller Grube konnten wir sehr gut die spontane Besiedlung erst jüngst freigelegter oder zusammen geschobener Böden beobachten. Solche Flächen bot und bietet uns natürlich die Todtglüsinger Grube auch. Sie bietet – anders als die Weller Grube – in ihren alten stillgelegten Bereichen gute Einblicke in die auch hier ablaufenden Vorgänge der Sukzession. Diese ist in bestimmten Arealen bereits bis hin zum jungen Birken-Kiefern-Anflugwald in den trockenen und bis zum kräftigen Weidengebüsch in den feuchten bis nassen Bereichen um die Sohlengewässer fortgeschritten.

Wie schon im letzten Jahr möchte der Verfasser an dieser Stelle zur Mitarbeit aufrufen. Der Vorstand bietet Hilfen an. Wer Lust hat, sich in die Pflanzenwelt unserer näheren Umgebung einzuarbeiten oder auch in die eine oder andere Tiergruppe (Vögel, Libellen, Heuschrecken z.B.), möge sich bitte bei uns melden. Die Donnerstags-Exkursionen sind eine Möglichkeit, aber auch individuell bieten wir Hilfen an, wenn Sie z.B. an Werktagen nachmittags als Berufstätige keine Zeit haben, uns zu begleiten.
Wir leisten so alle zusammen wichtige Arbeit für unsere Betreuungsflächen. Nur was man kennt, kann man wirklich schützen. Es lassen sich auf begrenzten Feldern sehr schnell Kenntnisse sammeln. Unsere Donnerstags-Damen werden das bestätigen.
Hat man sich entschieden und ein wenig Zeit freigeschaufelt, braucht man allerdings noch eine gute Portion Ausdauer.
Dann tun sich wunderschöne Welten auf! Und es besteht „Suchtgefahr" !

Alle Fotos wurden in der Todtglüsinger Sandgrube aufgenommen.


Sohlengewässer der Sandkuhle mit Schilfzone und Weidengebüsch


Vielfalt im Großen wie im Kleinen: artenreiche Flora allerorten


Neue Uferschwalbenwand


Ein Steinhaufen bietet vielfältige Kleinlebensräume


Bläulinge bei der Paarung


Der Gamander-Ehrenpreis

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Das Sandgruben-Areal an der B/75 Todtglüsingen
Über 210 Pflanzenarten

Lange bevor ich Mitglied beim AKN wurde, war das Gebiet der Kieskuhle ein bevorzugtes Rückzugsgebiet für mich zur Erholung und zur Freude an der pflanzlichen Vielfalt.
1999 machte ich meine ersten Aufnahmen. Als wir im Frühjahr 2001 auf der Jahreshauptversammlung gebeten wurden, Gebiete unter unsere Obhut zu nehmen und zu beobachten, war natürlich klar, dass ich mich um dieses Gebiet kümmern würde.

Und so begann ein kleines Abenteuer.
Bewaffnet mit Fotoapparat und Bestimmungsbüchern zog ich mit meiner Freundin Tina Hostmann los. Ohne große botanische Kenntnisse, aber mit Begeisterung schrieben wir auf, was wir entdeckten, und es waren im ersten Jahr schon über 60 verschiedene Pflanzen. Im Frühjahr 2002, schon als Fortgeschrittene, ging es weiter und meine Faszination wuchs. Da gibt es die Uferrandgebiete mit den vielen verschiedenen und teilweise seltenen Wasserpflanzen. Dann die „Honigwiese" mit mindestens sieben verschiedenen Kleesorten und einem Gesummse und Gebrummse von Bienen und Insekten; der Trockenrasen mit seinen typischen Pflanzen wie dem Kleinen Habichtskraut, Sandglöckchen, Hasenklee; Feuchtwiesen mit gelber und blauer Iris (leider nicht Wildform, aber nicht weniger schön), mit vielen Gräsern und Binsen; einen, von mir so benannten, „Bauerngarten" mit Blumen, die durch Gartenabfälle eingewandert sind wie: Malven, Wicken, Nelken, Origanum oder Dost, wunderschön anzusehen und nicht zuletzt die Hanglage, mit großen Beständen der Büschelnelke, einer Blume, die im norddeutschen Raum selten anzutreffen ist.
Inzwischen wuchs die Zahl der bestimmten Pflanzen auf über 210 und schöne Fotos entstanden.

Faszinierend waren ebenfalls die Veränderungen, die durch die Arbeit in der Kieskuhle entstanden. Wasserflächen verschwanden und neue wurden geschaffen. Ebenso verschwanden Pflanzen unter der Planierraupe und mit jedem neuen Erdhügel, der abgeladen wurde, hielten neue Einzug.
Hatte ich Zweifel an der Echtheit meiner Entdeckungen, half Reinhard mir weiter. So habe ich in diesen zwei Jahren viel gelernt und hatte gleichzeitig meine Freude und meine Erholung.
Die folgende Pflanzenartenliste wird mit Sicherheit noch Ergänzungen erfahren durch weitere Untersuchungen in den nächsten Jahren.


Sich ständig verändernde Pflanzengesellschaften in Kleintümpeln und auf offenem Boden


Das Seifenkraut


Die wunderschöne Büschelnelke hat hier einen großen Bestand

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Pflanzenliste der Todtglüsinger Sandgrube 1999-2002 hier!

Aktion Krötenrettung Holmer Teiche
Ein neuer Verein ? - Ein neuer Verein !

In den vergangenen Jahren ist an der K 28 im Bereich der Holmer Teiche viel getan worden. In jedem Frühjahr hat eine engagierte Mannschaft am Krötenzaun dafür Sorge getragen, dass die Molche, Kröten und Frösche sicher über die viel befahrene Kreisstraße zu ihren Laichgewässern gelangen konnten - 1999, in unserem bisher ‚besten’ Jahr, über 8200 Tiere.
Die Holmer Teiche sind damit der arten- und individuenreichste Bereich im gesamten Kreis, und auch landesweit besitzen sie, wie das Niedersächsische Landesamt für Ökologie bestätigt, eine „hervorragende Bedeutung".

Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, muss etwas zur nachhaltigen Sicherung getan werden - dieser Meinung waren - und sind - AKN, BUND (Kreisgruppe) und NABU (Ortsgruppe Buchholz). Bereits im Juni letzten Jahres schlossen sie sich - genau ! - zu einem neuen Verein zusammen, der Aktion Krötenrettung Holmer Teiche.
Der wesentliche Vereinszweck besteht darin, an dieser Stelle den Bau einer sog. Amphibienleitanlage zu verwirklichen. Das ist ein technisches Bauwerk, mit dem sichergestellt wird, dass die Lurche (und andere Kleintiere) auch ohne menschliche Hilfe sicher über die Straße kommen, genauer: in Tunneln (‚Krötentunneln’) unter der Straße durchgeführt werden (ganz gleich von welcher Straßenseite sie auch starten).
Eine solche Amphibienleitanlage kostet Geld, viel Geld. Wie viel genau, das soll nun ermittelt werden. In einem ersten Schritt haben wir uns entschlossen, ein in Sachen Krötentunnel erfahrenes Ingenieurbüro zu beauftragen, für uns - und in Abstimmung mit dem Kreis - die Planung einer Leitanlage zu erstellen (vorerst Leistungsphasen 1 - 4 HOAI), damit wir endlich konkret wissen, was aus Sicht des Naturschutzes notwendigerweise zu bauen und zu finanzieren ist, so dass wir weitere operative und strategische Planungen machen und durchführen können.
Dieser erste Planungsschritt wird etwa 10.000 € kosten (die Höhe der Summe ist abhängig von den Gesamtbaukosten). Die Aktion Krötenrettung ist gemeinnützig, nimmt herzlich gern Spenden entgegen und kann auch Spendenbescheinigungen ausstellen !. Unsere Kontonummer lautet 480 00 400 (BLZ 207 500 00, SK Harburg-Buxtehude).
Und last but not least - wir haben eine interessante Homepage (www.aktion-kroetenrettung.de), auf der sich viele weitere Informationen finden bis hin zur Möglichkeit, auch online spenden zu können.
Über eine Eintragung im Gästebuch würden wir uns in jedem Fall sehr freuen!

Die e-mail-Adresse lautet Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.



Logo der Aktion Krötenrettung Holmer Teiche

www.aktion-kroetenrettung.de

 

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Ein Turm im Tister Bauernmoor
Das Gebiet hat eine hohe Bedeutung als Brut-, Rast- und Nahrungsraum

Mit Verordnung der Bezirksregierung Lüneburg über das Naturschutzgebiet „Tister Bauernmoor" im Landkreis Rotenburg (Wümme) vom 16.04.2002 ist nach langem, zähen Ringen der Schutz eines der wichtigen Kranichrastplätze von internationaler Bedeutung sichergestellt.

Naturschutzgebiet „Tister Bauernmoor" im Kreis Rotenburg, wieso mischt sich da der AKN ein?
Das NSG „Tister Bauernmoor" ist mit ca. 570 ha ein Bestandteil der Aktualisierung der Gebietsvorschläge gemäß EU-Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG) in Niedersachsen: Vorschlag V22 „Moore bei Sittensen". Das NSG „Großes Moor bei Wistedt", das NSG „Everstorfer Moor" (beide i.d. SG Tostedt), sowie die NSGs „Ekelmoor" und „Schneckenstiege" sind weitere Bestandteile dieses ca. 1.930 ha großen Gebietes. Der AKN hat sich bisher erfolgreich um die Verbesserung der Bedingungen im NSG „Großes Moor bei Wistedt" und im NSG „Everstorfer Moor" eingesetzt. Und da Vögel bekanntlich keine Grenzen und erst recht keine kleinräumigen Kreisgrenzen kennen, war es notwendig, auch andernorts, außerhalb des Kreises, die Missstände aufzuzeigen und die Interessen der Natur zu vertreten. Unsere Einmischung umfasste auch ein Beschwerdeverfahren bei der Europäischen Kommission, wobei sich die Mitgliedschaft bei dem Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) als sehr nützlich erwies.
Es gelang, die Trasse der Moorbahn durch die westliche Lagune zu verhindern, wir bewirkten den Rückbau der illegal verlegten Gleise und hatten Einfluss auf den Stand des Aussichtsturmes. Da steht er nun in seiner vollen Pracht und Größe – ein wirklich gelungenes Bauwerk mit Raum für 2 Schulklassen und einer weit über das Schutzgebiet reichenden Aussicht. Was gibt es dort zu sehen?

Das Gebiet hat eine hohe Bedeutung als Brut-, Rast- und Nahrungsraum für störungsempfindliche Großvogelarten, vor allem für den Kranich. Aufgrund der maximalen Individuenzahl von 3.850 Kranichen hat dieser Rastplatz internationale Bedeutung.
Die wertbestimmende Anhang-I-Art (Art. 4 Abs. 1 der EU-Vogelschutzrichtlinie) ist der Kranich, der im Gebiet ein landesweit bedeutendes Brutvorkommen hat. Weitere Anhang-I-Arten, wie Schwarzstorch, Seeadler, Rohrweihe, Wiesenweihe, Kornweihe, Wachtelkönig, Sumpfohreule, Goldregenpfeifer, Ziegenmelker, Schwarzspecht, Heidelerche und Neuntöter wurden nachgewiesen. Als Zugvögel wurden regelmäßig nachgewiesen:
Zwergtaucher, Saatgans, Graugans, Kanadagans, Brandgans, Nilgans, Pfeifente, Schnatterente, Krickente, Stockente, Löffelente, Tafelente, Reiherente, Baumfalke, Blässhuhn, Flussregenpfeifer, Kiebitz, Alpenstrandläufer, Bekassine, Waldschnepfe, Großer Brachvogel, Grünschenkel, Lachmöwe, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Pirol, Raubwürger.

Der Kranich-Rastplatz wird von den Rangern des Kranichschutz Deutschland und den AKN-Mitgliedern Ralf Kolm, Udo Kolm und Albert Dörp betreut; d. h. es werden mehrmals wöchentlich die rastenden Kraniche sowie die Äsungsflächen erfasst.
Das Engagement des AKN wurde anlässlich der Jahrestagung des Kranichschutz Deutschland ausdrücklich gewürdigt. Im Rahmen des Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten führt das AKN-Mitglied Albert Dörp im Auftrag des Nieders. Landesamtes für Ökologie/Staatliche Vogelschutzwarte in der Zeit vom September 2002 bis Mai 2003 die Erfassung von Gastvögeln durch.


Hinweisschild im NSG "Tister Bauernmoor"


Der Aussichtsturm:
Er ermöglicht auch größeren Gruppen gute Beobachtungsmöglichkeiten, ohne dass die Vögel gestört werden

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Die Exkursionen des AKN im Jahre 2002
Wunderschöne Wälder

Durch den Osterbruch
Der Einladung, den nahe bei Todtglüsingen gelegenen Osterbruch kennen zu lernen, waren zwanzig Personen am 2. Juni 2002 gefolgt. Der erste Vorsitzende, Herr Kempe, begrüßte die Erschienenen auf dem Parkplatz der Kleingartensiedlung.
Von hier wanderte die Gruppe auf einem Waldweg durch einen reich gegliederten Laubwald mit einem lehmig-tonigen Untergrund. Einige Mergelgruben zeugen noch davon, dass in früheren Zeiten diese Mineralmischung zur Verbesserung der Ernteerträge auf die Felder gebracht wurde.
Längs des Weges fanden wir den Doldenblütler Großer Baldrian (Valeriana officinalis), dessen Blüten fleischrot bis sehr hell weißrötlich sind und der bis zu 1,50 m hoch werden kann. Er wächst in feuchten Laub- und Mischwäldern, nassen Wiesen und an Gräben.
Eine andere auffallende Pflanze war die zu dieser Zeit blühende Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum), deren Stängel rund ist und deren Trauben oder Einzelblüten in den Blattachseln wachsen. Die Beeren sind zuerst rot und werden später schwarz-blau. Dieses Liliengewächs wird von Hummeln bestäubt, da der Blüteneingang relativ eng ist und nur Insekten mit einem langen Rüssel an den Nektar gelangen können. Ähnlich dem Maiglöckchen enthält die Vielblütige Weißwurz Giftstoffe (Digitalis-Glykoside).
In dieser Umgebung fanden wir den zur Familie der Doldengewächse zählenden und unangenehm riechenden Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) sowie das Korbblütlergewächs Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum), welches in Wiesen als Nässezeiger gilt und nährstoffreiche Lehmböden liebt. Ebenfalls zu den Doldengewächsen gehört der in diesem Waldtyp vorkommende Sanikel (Sanicula europaea); die Blätter sind handförmig und drei- bis fünfteilig geformt. Der Sanikel besitzt köpfchenartige Blüten und galt im Mittelalter als Wundheilmitte (Inhaltsstoffe: Saponine, Gerbstoffe und ein Bitterstoff). Eine Besonderheit war die im Juni blühende und zu den Orchideen zählende Waldhyazinthe (Platanthera bifolia), die mit ihrem Duft Nachtschmetterlinge zur Bestäubung anlockt. Die Zweiblättrige Schattenblume (Maianthemum bifolium) wächst gern auf mullreichen Lehmböden und enthält dieselben Giftstoffe wie die Maiblume.
Auf diesem o.g. Untergrund wachsen überwiegend Erle, Eiche , Hasel, Schlehe, Hainbuche, Vogelbeere. Für Fichtenanpflanzungen ist der Standort ungeeignet – wie es auch am Erscheinungsbild dieser Bäume deutlich wurde. Es ist davon auszugehen, dass die Fichten im Laufe der Zeit verschwinden und wieder standortgerechte Laubholzarten dort ihren Platz finden werden.
Wie gut entwickelte Hecken aussehen, die zu einer reich gegliederten Landschaft gehören und für Fauna und Flora eine große Bedeutung haben, konnte der Gruppe mit Blick zum Knickwald gezeigt werden. Kurz vor Hoinkenbostel wurde auf einen artenreichen Waldsaum hingewiesen, der als harmonischer Übergang vom Hochwald zur Ackerfläche ökologisch wertvoll ist.
Unterwegs trafen wir auf eine umzäunte parkähnliche Anlage mit Nadelbäumen , die im Waldbereich als störend empfunden wurde. Leider wurden auch Entsorgungsplätze für Abfall am Waldesrand ausgemacht.
Unterwegs sahen bzw. hörten wir folgende Vögel: Zilpzalp, Mönchs-grasmücke, Gelbspötter, Pieper, Dorngrasmücke und Rotmilan.
Auf dem Rückweg kamen wir an den ehemaligen Tongruben vorbei, aus denen bis in die sechziger Jahre Rohmaterial für die Ziegelproduktion abgebaut wurde und die heute wassergefüllt für Amphibien, Libellen, Wasservögel und auch für den Eisvogel ein wertvolles Biotop sind.
Nach ca. 2,5 Stunden kehrte die Gruppe - positiv gestimmt durch das Gesehene - an den Ausgangspunkt zurück.

Der Düvelshöpen - die grüne Lunge
Die ursprünglich im Raum Tostedt-Land/ Königsmoor vorgesehene Exkursion musste kurzfristig umgelegt werden, da das Hochwasser der Wümme eine für die geplante Tour notwendige Brücke zerstört hatte.
So unternahm eine 17-köpfige Gruppe am 25. August 20 02 eine Wanderung durch die „grüne Lunge" Tostedts. Dieses Waldgebiet hat im südlichen Bereich eine reiche Kleingliederung: Bäume – Sträucher – Wiesen – Bach, dessen Lauf leider begradigt wurde. An dieser Stelle hat sich als Neophyt der Riesenknöterich - auch Sachalin-Knöterich (Reynoutria sachalinensis) – breit gemacht. Diese Hochstaude bildet ein mannshohes, kaum zu durchdringendes Dickicht und verdrängt dabei die bodenständige Pflanzenwelt. Die hohe Konkurrenzkraft der botanischen „Neubürger" gegenüber den einheimischen Arten ist deshalb gegeben, weil sie in unserer Region nicht von Fraßschädlingen oder Parasiten befallen werden. Durch die unterirdischen Wurzelausläufern(Rhizome) breitet sich die Pflanze aus. Eine NABU-Gruppe aus Buchholz ist bemüht, auf ihrer Fläche diese unerwünschte Pflanze zurückzudrängen, was sich als recht schwierig erweist.
Positiv erwähnt wurde die artenreiche Wegrandstruktur, u. a. wachsen dort Brennnessel, die als Anzeiger für einen nährstoffreichen Boden und Lichtreichtum zu werten sind und für eine Vielzahl von Schmetterlingen als Wirtspflanze dienen.
Die natürliche Waldgesellschaft wird überwiegend von Eichen, Erlen und Buchen bestimmt; der Untergrund (Mergel, Ton) zeigt Staunässe. In der gut entwickelten Strauchschicht wachsen Weißdorn, Faulbaum, Haselnuss, Brombeere, Frühe Traubenkirsche, Stechpalme und in der Krautschicht gedeihen Buschwindröschen, Scharbockskraut, Nestwurz, Primeln, das Große Zweiblatt, Waldmeister, Goldnessel, Stinkender Storchenschnabel und das Gemeine Hexenkraut.
Am Wege standen noch Reste des mit viel Geld und Mühe angelegten Waldlehrpfades, der mit wissenswerten Informationen gern von Spaziergängern angenommen wurde; leider sind diese Hinweise durch Vandalismus zerstört worden.
Die forstwirtschaftliche Nutzung durch Einzelstammentnahme verändert im Gegensatz zu Kahlschlägen die entwickelte Waldstruktur kaum und ist aus ökologischer Sicht positiv zu werten.
Die vor Jahren durchgeführte Anpflanzung von Fichten lässt kaum einen Lebensraum für standortgerechte Sträucher und Kräuter entstehen. Es bleibt zu hoffen, dass nach der „Holzernte" dieser Monokultur wieder die ursprüngliche Pflanzenwelt sich ausbreiten kann. In diesem Sinne hat der NABU (Ortsgruppe Buchholz) auf der ihm gehörenden Fläche durch die Forstbetriebsgemeinschaft Hollenstedt mit unserem Mitglied Wolfgang Schirner und mit Unterstützung des AKN die Fichten beseitigt und stattdessen verschiedene Laubholzarten anpflanzen lassen.
Eine sehenswerte Besonderheit im südlichen Teil des Düvelshöpens ist ein alter Tümpelbereich mit ganzjährigem Wasserstand. Dieses Stillgewässer mit einer breiten Verlandungszone wird von Enten, Gänsen, Blesshuhn und Teichhuhn (Bruterfolg) zeitweilig aufgesucht. Dort findet sich eine üppige Pflanzenwelt, u.a. Ästiger Igelkolben, Wasserminze, Drachenwurz, Zungenhahnenfuss, Dreiteiliger Zweizahn, Sumpfschwertlilie, Teichsimse, Schwanenblume, Gemeiner Froschlöffel, Gemeiner Wolfstrapp, Kleine Wasserlinse und verschiedene Seggenarten.
Unterschiedliche Libellenarten und Amphibien haben hier ihren Lebensraum. Da der Weiher inmitten von Wald, Weiden und Wiesen ein wichtiges belebendes Element ist, hat der AKN vor wenigen Jahren mit finanzieller Unterstützung der örtlichen Allianzvertretung und mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde eine Entschlammung in einem Teilbereich durchführen lassen, um eine völlige Verlandung zu verhindern. Die andere Hälfte müsste im Spätsommer, wenn es relativ trocken ist und der Eingriff in die vorhandenen Strukturen nicht zu stark ist, flach ausgebaggert werden.
Damit endete die Exkursion und den Vorstandsmitgliedern wurde ein herzliches Dankeschön von den Teilnehmern gesagt.


Blick über eingestreute Wiesen und auf einen gut strukturierten Waldrand


Artenreiche Hecken sind eine Bereicherung der Landschaft


Die Waldhyazinthe


Interessante Pflanzengesellschaften besiedeln den Wald


Die Nestwurz - ein Parasit


Die fachkundigen Erläuterungen finden größte Aufmerksamkeit

[Inhalt]

 

Uferschwalben in der Samtgemeinde
Unsere kleinste einheimische Schwalbe

Es ist immer wieder ein bezaubernder Anblick, ein ästhetischer Genuss und daher reine Freude, den munteren Flugkünsten und dem Treiben einer Uferschwalbenkolonie an ihrem Brutplatz zuzuschauen.
Über Nacht sind sie plötzlich da, so ab Mitte April, je nach Großwetterlage in Mitteleuropa.
Rauch- und Mehlschwalbe stellen sich im allgemeinen durchaus zwei bis drei Wochen früher bei uns ein, die Rauchschwalbe mit ihren ersten „Frühlingsboten" oft schon Ende März.
So herrschte in der Handeloher Grube am 28.04.02 reges Treiben, ca. 12 Röhren waren im Bau; die flinken kleinen, mattbraunen Vögel umschwirrten mich, als ich kurz an den Rand der Grube trat, gingen dann aber schnell auf Distanz in größere Höhe.
Ebenso schnell waren sie aber auch wieder vor der Wand bei meinem schrittweisen Rückzug, kreisten mit kurzen Warnlauten im „Innern der Grube" und zeigten mir beim Aufsteigen über den Rand ihre weiße Bauchseite mit den braunen Kehlstreifen.
Die häufigen Kontaktrufe der Vögel sind einsilbig mit dominanten R-Lauten. Der Gesang der Uferschwalbe ist dagegen unauffällig, soll im Flug und auch vor der im Bau befindlichen Niströhre im Sitzen zu hören sein, auch als Wechselgesang von beiden Vögeln! Ich selbst habe das noch nicht so erlebt.
Je nach Nistplatzangebot (sprich. schwalbentauglicher Steilwandgröße und -qualität) können sich so kleine oder auch sehr große Kolonien aufbauen, die (bei erfolgreicher Brut) eine lange Tradition entwickeln können (siehe Bsp. Weller Sandgrube).
Sehr schnell nach Ankunft am Brutplatz beginnen die Männchen mit dem Bau einer Niströhre. Oft werden auch mehrere Versuche gestartet, wobei ein durch die Bautätigkeit angelocktes Weibchen oft durch sein Verhalten den Ausschlag gibt, welche Röhre schließlich zur gemeinsamen Brutröhre wird. Die anderen Bauvorhaben bleiben dann unvollendet.
Das Röhrengraben des Männchens ist bei den Uferschwalben fester Bestandteil des Paarungsverhaltens. In dieser Phase entwickelt sich die (nur für diese Brut) wichtige Paarbindung.
Gebaut wird nur mit den Füßen. Nach zwei bis vier, bei Eintritt von Schlechtwettertagen auch erst nach fünf bis sechs Tagen, ist der Bau fertig. In diesen Anfangstagen einer Brutphase schlafen die Vögel im allgemeinen (wie auch in der übrigen Zeit des Jahres) in Schilfbeständen der Umgebung, ist die Röhre erst lang genug, schläft zunächst das bautätige Männchen, später auch das Weibchen in der Brutröhre.
Die Röhrentiefe schwankt zwischen 50 und 100cm, am Ende weitet sie sich zur Bruthöhle ein wenig aus. Dort hinein werden dann von beiden Vögeln auch Nistmaterialien eingetragen: Grashalme vor allem und (mit besonderer Bevorzugung) große, meist helle Deck-Federn von Hühnern und Gänsen.
Das erste Ei liegt in unseren Breiten also meistens erst in der ersten Maihälfte im Nest. Vom vorletzten Ei an brüten dann beide Partner abwechselnd ca. 14-15 Tage, bei Schlechtwetterperioden durchaus auch einmal bis zu drei Wochen. Das Vollgelege besteht aus vier bis sieben Eiern.
In dieser Brutphase und natürlich in der anschließenden Aufzuchtphase von ca. drei Wochen ist der Bruterfolg einer ganzen Kolonie stark abhängig von der Witterung und von der Ruhe in der näheren Umgebung der Steilwand. Mehrere kühle Regentage oder auch nur mehrstündige Freizeitaktivitäten oder die einfache Gegenwart von Menschen über mehrere Stunden unter 50-70 Metern Abstand von den Niströhren können für ganze Teile der Kolonie Brutverlust bedeuten!
Auf der anderen Seite stellen die normalen Förder-Aktivitäten in einer Grube keine Störungen für das Brutgeschehen dar, solange sie den Abstand halten, den sie bei der Koloniebesetzung im Frühjahr hatten.
Selbstverständlich hat diese zierliche Schwalbe auch natürliche Feinde. Zu ihnen gehören vor allem Steinmarder, Iltis, Hermelin und der Fuchs als Nesträuber, wenn es ihnen gelingt, Zugang zu den Röhreneingängen in der Steilwand zu finden. In der Luft ist es nur der Baumfalke, dem der eine oder andere ausgewachsene Vogel beim Nahrungsflug zur Beute wird.
Unter günstigen Voraussetzungen (frühe Ankunft im April; früher Brutbeginn Anfang Mai) beginnt die Uferschwalbe Ende Juni eine zweite Brut. Dabei verpaart sich das Weibchen (der ersten Brut) bereits mit einem neuen Männchen, während es selbst mit dem ersten Männchen noch die Jungen der ersten Brut versorgt.
Das neue Männchen wird durch die (wechselnde) Anwesenheit dieses nun „doppelt beschäftigten" Weibchens bei seiner Bautätigkeit für eine Brutröhre stimuliert und es entsteht dabei eine neue Paarbindung. Dem Männchen der ersten Brut obliegt schließlich allein die Aufgabe, seine Jungen ins Flüggewerden zu entlassen.
In der zweiten Augusthälfte, spätestens Anfang September sind diese munteren Flieger dann ebenso plötzlich wie sie im April auftauchten wieder verschwunden.
Eine langer gefahrvoller Flug bis ins tropische Afrika, mit Schwerpunkten an den ostafrikanischen Seen und dem Bereich südlich der Sahara, liegt vor ihnen.

Unsere kleinste einheimische Schwalbe findet z.Zt. an fünf Sand- und Kiesentnahmestellen in unserer Samtgemeinde mehr oder minder gute Brutmöglichkeiten.
Darunter sind zwei sehr alte und damit langjährige Brutplätze: die große Weller Sandgrube, heute auch Recycling-Anlage, aus der mir bereits seit mehr als 50 Jahren Uferschwalbenkolonien bekannt sind und die große Todtglüsinger Sandgrube, deren jährliche Schwalbenkolonie auch seit mehr als 20 Jahren bekannt ist (Schacht 1983, schriftliche Mitteilung).
Die drei anderen Kolonien befinden sich in der Gemeinde Handeloh (2) und in der Gemeinde Heidenau (1).
Von diesen kleineren Brutkolonien ist die in der alten Sandgrube am Handeloher Friedhof von relativer Beständigkeit seit Ende der 80iger Jahre, als der Arbeitskreis Naturschutz in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Handeloh die jährliche Wiederherstellung einer ca. 3-4m hohen Steilwand angeregt und seither in jedem Frühjahr organisiert hat. Seitdem konnten hier jährlich zwischen 20 und 40 Brutpaare gezählt werden, allerdings mit Pausen in den Jahren 1993 und 1999 –2001. Dies waren nach unseren Beobachtungen immer Jahre, in denen in der Weller Grube besonders günstige Angebote an Steilwänden vorhanden waren, so dass sich dieser koloniefreundliche Vogel mit dann bis zu 80 Paaren und mehr dort zusammengefunden hat. 2002 waren es nach einer solchen zweijährigen Pause wieder bis zu 30 Paare in der Handeloher und in der Weller Sandgrube auch etwa 30-40 Paare.
Die zweite kleine Sandgrube befindet sich nordwestlich von Inzmühlen. Hier ist in den letzten Jahren durch geringe Sandentnahme eine attraktive kleine Steilwand entstanden, in der zwischen 1998 und 2002 durchschnittlich 12-20 Paare ihre Niströhren angelegt haben. 2002 kam es nur zu einem Versuch; die Kolonie war schon Anfang Mai wieder verschwunden. Die Gründe dafür sind nicht eindeutig auszumachen.
In den ausgedehnten Aue-Bereichen in unserer Samtgemeinde, in der Wümme- und Osteniederung, befinden sich naturgemäß nur wenige (und dann sehr flache) abbauwürdige Sander, deren niedrige Steilwände nur selten den Ansprüchen der Uferschwalben gerecht werden.
Eine solche Stelle gibt es z.Zt. (und das auch schon seit mehr als 20 Jahren) bei Vaerloh, wo mit wechselndem Erfolg, allerdings nicht jedes Jahr, 5-15 (20) Paare ihre Bruten aufziehen. Leider ist die Beunruhigung durch den Menschen (Cross-Fahrer; Reiter) immer wieder so groß hier, dass Störungen der Bruten unvermeidbar sind.
Eine zweite Steilwand in der Nähe von Heidenau, die lange Jahre eine vielköpfige Brutkolonie beherbergte, befand sich in einer Abbaugrube bei Hollinde. Sie ist vor einigen Jahren kurz nach Ende der Abbautätigkeit mit dem Verschwinden der Steilwand abgewandert.
Durch diese Beschreibung der aktuellen Brutvorkommen wird schon deutlich, dass die Voraussetzungen für die Ansiedlung einer dauerhaft erfolgreichen Uferschwalbenkolonie nicht ganz leicht zu schaffen sind.
Eine im Abbau befindliche Sand- bzw. Kiesgrube schafft zwar immer wieder auch geeignete Steilwände, doch müssen diese dann natürlich zwischen April und August unangetastet bleiben. In der Weller und in der Todtglüsinger Grube ist das durch die Betreiber im allgemeinen gewährleistet, in der großen Kiesgrube am/auf dem Otterberg aber nicht. Hier gibt es (schon seit Jahrzehnten!) keine Uferschwalben.
In den kleineren Sandgruben (Inzmühlen/Vaerloh) kommen zum geringen Angebot an Steilwandabschnitten dann verstärkend negativ hinzu die oft für den Niströhrenbau ungünstige Bodenstruktur und die (bei der geringen Wandhöhe) oft intensiven Beunruhigungen durch Freizeit- und natürlich auch Abbauaktivitäten.
Allein die Handeloher Steilwand am Friedhof befindet sich in einer stillgelegten Sandgrube. Die Gemeinde Handeloh bezahlt die Frontlader-Arbeit von ca. 1 Std/Jahr, die zum Ausgang des Winters zu leisten ist, um die Steilwand wieder schwalbentauglich zu machen.
Solche (kleinen) Hilfen könnten auch die Verhältnisse vor allem in der Vaerloher Sandgrube bessern helfen. Ohne die gelegentliche Sandentnahme durch den Eigentümer einzuschränken, ist aus diesem Areal mit wenigen Maßnahmen ein dauerhafter, zugleich dynamischer und vielfältiger Biotopkomplex zu machen mit einer Steilwand für Uferschwalben, nährstoffarmen Tümpeln für Amphibien, Libellen u.a. und trockenen Sandbiotopen für gefährdete Pinoier-Pflanzen und wärmeliebende Insekten. Bisher ist es dem AKN leider noch nicht gelungen, mit den Eigentümern hier zu einem dauerhaften Einvernehmen zu kommen. Z. Zt. haben eher wieder die Cross-Fahrer das Sagen. Mit etwas gutem Willen zum Kompromiss könnten auch sie ihren Spaß behalten und dennoch mitwirken an einer naturverträglichen Entwicklung dieser attraktiven Sandgrube.

Eine positive Erfahrung aus diesem Jahr zum Schluss:
In der Todtglüsinger Grube hatte sich eine Gruppe der Uferschwalben in der Steilwand einer Mutterbodenablagerung niedergelassen, eine Brutplatzwahl, wie sie (aus Mangel an originären Abbruchwänden) auch in der Weller Grube schon zu beobachten war.
Es bestand nun in Todtglüsingen die Gefahr, dass in diesen Mutterbodenberg eingegriffen werden könnte, Baggerspuren deuteten auf Abtransport von Boden hin.
Unsere Mitglieder, das Ehepaar Schacht und Werner Block, konnten mit der Firma Vorwerk dann aber schnell Einigung erreichen, diese Schwalbenwand für die Brutsaison zu schonen. Ein spontan entwickeltes Hinweisschild vor der Wand schützte dann zusätzlich vor zufälligen Eingriffen durch schweres Gerät.
Übrigens: ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Wahrnehmung der Aufgaben im Rahmen unseres Programms zur Betreuung von Flächen!


Altvogel auf dem Sims vor der Niströhre


Fütternder Altvogel


Fünf fast flügge Jungvögel im Röhreneingang


Kleine Brutkolonie in der Vaerloher Sandkuhle


Gestörte Verhältnisse in der Vaerloher Sandgrube

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Zivis - Im Dienst für Natur und Umwelt

Seit 1994 hat die Samtgemeinde Tostedt die Anerkennung für die Beschäftigung von Zivildienstleistenden im Bereich Umwelt- und Naturschutz. In den Jahren 1994 bis 1997 wurden sechs Zivis in dem Bereich beschäftigt, zu großer Zufriedenheit auf beiden Seiten.
Seit dem 01. September 2002 sind nach vier Jahren Pause (bedingt durch den Erziehungsurlaub der Betreuerin) wieder zwei Zivildienstleistende für Umwelt- und Naturschutz im Einsatz. Die Dienstzeit beträgt zehn Monate und läuft daher bis zum 30. Juni 2003.

Einsatzbereiche der Zivildienstleistenden (gem. Anerkennungsbescheid):

Ø Pflege von Naturschutzflächen (gemeindeeigene sowie vom AKN)
Ø
Reparatur, Kontrolle und Wartung des ökologischen Waldlehrpfades im Düvelshöpen
Ø
Erstellung bzw. Aktualisierung des Baumkatasters (Gemeinde Tostedt)
Ø
Pflege öffentlicher Grünflächen, Pflanzaktionen, Bewässerungen (mit Bauhof)
Ø
Maßnahmen an Fließgewässern: z.B. naturschonende Unterhaltungsmaßnahmen, naturnahe Umgestaltungen, evt. auch Kontrolle der Gewässergüte
Ø
Unterstützung des Bauhofes bei Umweltmaßnahmen
Ø
Reinigungsaktionen im Ort
Ø Botengänge / Fahrdienste (z.B. Verteilen von Bekanntmachungen, Umwelt-Infos)

Was wurde seit September geleistet?
Es wurden für die AGENDA 21-Energie-AG Flyer im Ort Tostedt verteilt, um die Werbeaktion der Gruppe für eine Solaranlage auf der Grundschule in Wistedt zu unterstützen.
Es wurde ein Bach auf einer schutzwürdigen Fläche schonend unterhalten und z.T. renaturiert (siehe Fotos).
Im Wald Düvelshöpen wurden aus Material vor Ort neue Bänke gezimmert und damit die maroden Sitzgelegenheiten ersetzt.
Das Grünflächenkataster der Gemeinde Tostedt wurde und wird auf den aktuellen Stand gebracht.
Im NSG „Großes Moor bei Wistedt" wurden und werden noch den ganzen Winter die Maßnahmen des AKN zur Renaturierung und Wiedervernässung tatkräftig unterstützt. Es wurden bereits diverse Dämme gebaut (siehe Fotos) und kleine Flächen entkusselt. Ein großer Dank geht hier an Herrn Kempe für seine fachkundigen Einführungen vor Ort und weitere begleitende Unterstützungen.
Der Bauhof wurde und wird bei Bedarf unterstützt bei der ökologisch orientierten Pflege und Anlage von Grünflächen.
Zu den Arbeiten im Moor werden die Zivis eine kleine Dokumentation erarbeiten, die - wenn sie fertig ist - im Rathaus angesehen werden kann.
Ein weiteres, wohl sehr arbeits-aufwendiges Projekt steht noch an: die Reparatur des ökologischen Waldlehrpfades im Wald Düvelshöpen. Ein großer Teil der Schautafeln wurde im Laufe der letzten Jahre leider mutwillig zerstört. Auch der „Zahn der Zeit" hat an der Substanz genagt - zum Teil sind die Eichenholzständer der Tafeln zu kleinen Biotopen geworden - die Holzbewohner freuen sich, allerdings muss für einen standfesten Ersatz gesorgt werden. Die morschen Eichenstämme dürfen natürlich im Wald bleiben.

Und das sagen die Zivis zu ihrem Job:
Dennis:
„In der Zeit als Zivi lerne ich trotz meiner abgeschlossenen Lehre als Gärtner noch viel in Punkto Umwelt und Naturschutz dazu, was mich doch positiv beeindruckt! Die Arbeiten, die auf uns warten, sind abwechslungsreich und interessant, wobei wir selbständig arbeiten und planen können. Alles in allem macht die Arbeit Spaß und ist so, wie ich es mir vorgestellt habe."
Hendrik:
„In meinem Zivildienst gefallen mir besonders die Bereiche, in denen wir selbständig arbeiten und unsere Arbeit Natur und Umwelt zugute kommt. Ich bin der Meinung, dass nicht immer nur das Wohl des Menschen im Vordergrund stehen sollte. Wir sind Zivildienstleistende im Bereich Umwelt und Naturschutz und daher sehe ich meine Aufgabe darin, in den zehn Monaten Dienstzeit der Natur und ihrer Tierwelt einen positiven Dienst zu erweisen, wie z.B. durch Renaturierungsmaßnahmen im Moor."

Fazit: Es läuft wieder gut! Die beiden jungen Männer sind hoch motiviert, tatkräftig und schnell im Einsatz und haben viel Freude an der Arbeit in der Natur. Weiter so!

Für Fragen und Anregungen steht die Betreuerin (Frau Bolz, Tel. 04182-298-214, e-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gern zur Verfügung.


Ein Bach wird in Handarbeit schonend geräumt


Das Ergebnis einer schonenden Handräumung


Diverse Dämme wurden zur Wiedervernässung im Moor gebaut


Nach der Entkusselung: Platz für moortypische Pflanzen und Tiere

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Eine sinnvolle Alternative oder eine ökologische Gefahr?
Windkraft - ja, aber nicht um jeden Preis

Energie verbrauchen wir alle, aber Verbrennungskraftwerke gefährden das Klima und Kernkraftwerke will inzwischen kaum noch jemand. So wird der Ruf nach alternativen bzw. regenerativen Energieträgern immer lauter. Während die Solarenergie in unseren Breiten (noch) nicht effektiv genutzt werden kann, ist die Windenergie allerorten, nicht zuletzt wegen der langfristig gewährten Subventionen, im Vormarsch. Leider ist aber auch diese Energie nicht ohne negative Einflüsse auf die Umwelt. Als Folge polarisiert sich die Diskussion um die Windenergie zunehmend und den Befürwortern steht inzwischen eine mindestens gleich große Gruppe an Kritikern und Verweigerern gegenüber.
Auch der AKN steht immer häufiger vor der Frage, wie steht er zur Windenergie, wie nimmt er Stellung zu aktuellen Planungen für Windkraftanlagen?
Im Folgenden sollen Nutzen und Schaden der Windkraftanlagen sachlich erörtert werden.
Unbestritten
ist die Tatsache, dass Windkraftanlagen eine klimaneutrale Alternative zu den äußerst problematischen Verbrennungskraftwerken darstellen und dass sie einen, wenn auch begrenzten, Beitrag zur Energieerzeugung in Deutschland leisten können.
Problematisch
wird es allerdings, wenn es darum geht, geeignete Standorte zu finden. Hier gibt es einerseits enge Rahmenbedingungen sowohl von Seiten der Betreiber als auch des Gesetzgebers. Für die Betreiber sind einerseits die Windhöfigkeit – die mittlere Jahreswindgeschwindigkeit sollte in 40m Höhe mindestens 5m/s betragen – und andererseits die Entfernung zum Netzanschluss an ein Umspannwerk – aktuell wird hier zur Zeit mit einem Radius von 5 km gearbeitet – von Bedeutung.
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen schreiben aus Emissionsschutz- und Sicherheitsgründen Mindestabstände zu einer Vielzahl von anderen Nutzungen vor. Es wird dabei von einer Kipphöhe von 150 m, d.h. von Großanlagen mit einer Turmhöhe von bis zu 100 m und einem Rotordurchmesser von ebenfalls bis zu 100 m, ausgegangen.

Mindestabstände sind festgelegt zu:

ü reinen Wohngebieten 750 m
ü
allgem. Wohngebieten, dörflichen Siedlungen, Campingplätzen 500 m
ü
Einzelhäusern 300 m
ü
Waldgebieten 200 m
ü
Bundesautobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen 150 m
ü
Bahnlinien, Hochspannungsleitungen 150 m
ü
Richtfunktürmen, - strecken, Sendeanlagen 100 m
ü
Ausschlussgebieten min. 200 m; im Einzelfall 500 m
ü
Abwägungsgebieten min. 200 m; im Einzelfall 500 m

Ausschlussgebiete sind FFH- und Naturschutz-Gebiete, Naturdenkmale, nach §28 NNatG besonders geschützte Biotope, Vorranggebiete für Natur und Landschaft. Abwägungsgebiete, deren Ausschluss durch eingehende Abwägung erfolgen kann, sind Landschaftsschutzgebiete, nach § 28 NNatG geschützte Landschaftsbestandteile sowie avifaunistisch wertvolle Gebiete. Zu ökologisch besonders sensiblen Gebieten, z.B. EG-Vogelschutzgebieten, wird z.T. sogar die 10fache Turmhöhe als Mindestabstand festgeschrieben.

Negative Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Natur und Landschaft sind einerseits unbestritten, andererseits aber schwer quantifizierbar.
Neben der Störung der menschlichen Lebensqualität durch Geräuschentwicklung und Blendeffekte sind die offensichtlichsten Folgen einer Windkraftanlage die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sowie mögliche Auswirkungen auf die Vogelwelt. Um diese Beeinträchtigungen niedrig zu halten, wird ein Mindestabstand von 5 km zwischen den Windparks vorgeschrieben.
Die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes wird häufig als sehr subjektiv empfunden: während einige Menschen – häufig jüngere – den Windparks eine gewisse Ästhetik zusprechen (z.T. eine höhere als der „unordentlichen" Natur) und folglich die Störung des Landschaftsbildes als unerheblich empfinden oder sie gar nicht sehen, sehen andere in den Windkraftanlagen das, was sie tatsächlich auch sind, nämlich technische Bauwerke, die durch ihre Größe, Gestalt und Bewegung prägend auf das Bild der Landschaft einwirken. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Tatsache, dass Windkraftanlagen häufig an exponierter Stelle (auf Kuppen oder in offener Landschaft) errichtet werden und somit zwangsläufig das Bild der Kulturlandschaft ebenso beeinträchtigen wie das einer naturnahen Landschaft. Anlagen in durch andere industrielle Bauwerke beeinträchtigten Regionen werden daher als weniger störend eingestuft als solche in einem ländlich geprägten Raum. Ob die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes als zwangsläufige Folge einer geplanten Windkraftanlage akzeptiert werden kann, muss im Einzelfall geprüft werden.
Zu den Auswirkungen der Windkraftnutzung auf die Tierwelt, insbesondere auf die Vogelwelt, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Untersuchungen mit zum Teil widersprüchlichen Ergebnissen.
Übereinstimmend stellen verschiedene Studien fest, dass Vogelschlag, d.h. ein Verunglücken von Vögeln an den Rotoren, in der Regel nur eine untergeordnete Rolle spielt; Kollisionen mit Hochspannungsleitungen, Autos oder Zügen kommen häufiger vor.
Bezüglich der „Scheuchwirkung" der Windkraftanlagen auf Brut- und Rastvögel bzw. der „Meidereaktionen" von Vögeln erbrachten verschiedene Studien unterschiedliche Ergebnisse. Als Fazit lässt sich jedoch feststellen, dass einige Arten den engeren Bereich der Windparks als Brutraum ebenso meiden wie eine Reihe von Zugvögeln ihn als Rastraum nicht nutzen. Insbesondere scheinen Greifvögel, einige Watvögel und größere Zugvögel empfindlich zu reagieren.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Tatsachen?
Der grundsätzliche Standpunkt des AKN zur Windenergie, beruhend auf einer intensiven Beschäftigung mit der Materie und der Sichtung diverser Gutachten, kann folgendermaßen zusammengefasst werden:

Der AKN befürwortet die Nutzung der Windkraft – aber nicht um jeden Preis!!!

Es müssen in jedem Fall die möglichen Auswirkungen einer geplanten Windkraftanlage genau geprüft werden!

Daher stellt der AKN folgende Forderungen:

1. Für eine Region charakteristische, wenig beeinträchtigte und naturnahe Landschaftsteile dürfen nicht beeinträchtigt werden.
2. Es muss auch bei kleineren Anlagen eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden.
3. Es müssen ausreichende Pufferzonen zu ornithologisch bedeutsamen Räumen erhalten bleiben (mindestens 500 m, besser 1000 m).
4. Die Planungen dürfen nicht in den Händen der Gemeinden allein liegen. Eine sinnvolle Planung kann nur großräumig und mit den Nachbarregionen abgestimmt erfolgen.
5. Die durch die Windkraft erzeugte Energie darf nicht zusätzlich produziert werden. Sie muss an anderer Stelle (d.h. bei Atom- und Verbrennungskraftwerken) eingespart werden.
6. Vordringliches Ziel muss ein Energiesparen in allen Bereichen sein!

In der SG Tostedt sind im Flächennutzungsplan zwei Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen dargestellt worden. Auf der Fläche „Wüstenhöfen" sind inzwischen – nicht zu übersehen - drei Anlagen errichtet worden. Im Bereich der Fläche „Wistedt" sind auf dem Wistedter Berg acht Anlagen geplant. Hierfür läuft zur Zeit das Genehmigungsverfahren (vgl. Stellungnahme des AKN im Mitteilungsblatt Nr. 12 (2/2000)). Es gibt inzwischen Bestrebungen, weitere Flächen für Windkraftanlagen in der SG Tostedt auszuweisen. Hierfür muss im Namen von Natur und Landschaft dringend auf die Berücksichtigung der oben erhobenen Forderungen geachtet werden!


Windkraftanlagen, hier in Wüstenhöfen, sind schon von weitem sichtbar


In ökologisch verarmten Ackerflächen ist die Beeinträchtigung von Natur und Landschaft geringer einzustufen


Wenn man unter den Türmen steht, kann man die Größe ermessen

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Aktivitäten des AKN im Sommerhalbjahr 2002
Begehungen, Bereisungen, Treffen, Sitzungen, Arbeits- und Pflegeeinsätze
Fr. 01.03.02: Teilnahme an einer Sitzung im Kreishaus Rotenburg/Wümme mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde und dem Moorbahnverein Sittensen über Teilrückbau und Neukonzeption der Trasse der Besucher-Torfbahn,


Beim Dammbau im Ottermoor

Mo.18.03.02: Begehung des Großen Moores und anderer Flächen mit Herrn Gumz von der Unteren Naturschutzbehörde. Abstimmung zukünftiger Pflegemaßnahmen,
Sa. 23.03.02: Bereisung mit dem Handeloher Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss,
Mi.26.03.02: Erstellung des Arbeitsprogramms von Jens Mecklenburg als unserer ABM-Kraft vom 1.04. - 30.09.02. Teilnehmer: Jens Mecklenburg, Vilmut Brock, R. Kempe,
Mi.26.03.02: Erörterungstermin bei der Edmund-Siemers-Stiftung (Neddernhof) zu verschiedenen Themen,
Do.28.03.02: Begehung verschiedener Bereiche im Forstamt Lohbergen mit Herrn Netzel und Besprechung von Biotopentwicklungsmaßnahmen,
März/April 02: Aufbau und Betreuung des Krötenzauns beim Knick,
Mi.10.04.02: Erste „Donnerstagsexkursion" dieses Jahres,
Fr. 19.04.02: AKN-Hauptversammlung in Kakenstorf,
Sa. 20.04.02: Bereisung der Gem. Otter, Handeloh wg. Anträgen zu Änderung des FNP,
Mo.22.04.02: Begehung des Schmokbachtals/Neddernhof und Erörterung der Einrichtung eines Lehrpfades auf dem Gelände der Edmund-Siemers-Stiftung,
Fr. 26.04.02: Aufbau von Elektrozäunen unserer Grünlandflächen am Großen Moor und damit Vorbereitung für die extensive Beweidung der Flächen durch unser Mitglied Herrn Foth,
Di. 30.04.02: Vortrag beim Imkerverein über Moore,
So. 12.05.02: Teilnahme am Hamstermarkt in Tostedt mit Info-Stand,
Di. 21.05.02: Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses (UBPA) der SG Tostedt,
Mo. 27.05.02: Vorexkursion,
So.02.06.02: AKN-Exkursion durch den Glüsinger- und Osterbruch,
Do.06.06.02: Zweite „Donnerstagsexkursion",
Do.20.06.02: Dritte „Donnerstagsexkursion",
Fr.28.06.02: Begehung des Schmokbachtals mit Herrn Siemers (Edmund-Siemers-Stiftung) und Herrn Netzel (Forstamt Langeloh),
Sa.29.06.02: Begehung des Büsenbachtals mit Arbeitsgruppe „Landschaft, Grünflächen, Naturschutz" der Gemeinde Handeloh,
Do.04.07.02: Vierte „Donnerstagsexkursion",
Do.18.07.02: Treffen mit Herrn Netzel und dem Kranichbeauftragten der Forsten und anderen Forstleuten an der Este bei Langeloh,
Fr.09.08.02: Einführung des Diplomanden Herrn Habel in die Kleinmoore unserer Region: Arbeitsthema sind die Beziehungen zwischen Lungenenzian – Moorbläuling und einer Ameisenart als Zwischenwirt,
Fr. 09.0802: Begehung möglicher Konzentrierungsflächen für Windkraftanlagen im Raum Heidenau zwecks Anfertigung einer Stellungnahme durch den AKN,
Di.13.08.02: Begehung des Großen Torfmoores mit Herrn Hirt (Obere Naturschutzbehörde) und einem Vertreter des AfA Verden zum Zielpunkt Wiedervernässung und Gewässerrenaturierung,


Torsten bei der Grünlandpflege auf einer AKN-Fläche

Do.16.08.02: Fünfte „Donnerstagsexkursion",
Mo. 19.08.02: Vorexkursion für die Exkursion am 25.08.02,
Sa. 24.08.02: Teilnahme am Bürgerfest in Tostedt mit Info-Stand.
So.25.08.02: AKN-Exkursion durch den Düvelshöpen,
Mo.26.08.02: Besprechung mit Frau Bolz (Samtgemeinde Tostedt) über die konkreten Arbeitsfelder zweier Zivis im Naturschutz,
Sa.31.08.02: Bau eines Dammes zur Rückhaltung des Wassers im NSG Ottermoor,
Juli/Aug.02: Sechs jeweils mehrstündige kleine Arbeitseinsätze mit unserer ABM-Kraft zur Wasserrückhaltung im NSG Großes Moor,
So.01.09.02: Exkursion mit den Imkern aus Tostedt durch das Große Moor,
Do. 05.09.02: Sitzung des UBPA der SG Tostedt,
Fr. 06.09. + Sa.07.09.02: Schlegeln von Teilflächen unserer Grünlandflächen am Großen Moor,
07.-08.09.02: Teilnahme der „Aktion Krötenrettung Holmer Teiche e.V." am Stadtfest in Buchholz,
So. 15.09.02: Teilnahme der Aktion Krötenrettung auf dem Hoffest in Wörme,
So. 22.09.02: Teilnahme der Aktion Krötenrettung beim ‚Kirchenzirkus’ der Gemeinde Handeloh,
Mi. 25.09.02: Sitzung des UBPA zum Thema Badepark,
Mi.02.10.02: Begehung unserer NSGs mit Herrn Gumz (Untere Naturschutzbehörde) zwecks genauer Festlegung der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in diesem Winterhalbjahr,
Mo.14.10.02: Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses der Gem. Handeloh,
Mi.16.10.02: Einführung der Firma Geißler in die Pflege- und Entwicklungsflächen in den NSGs unserer Region,
Do.18.10.02: Abschluß des Kaufvertrages über den Kauf eines Grundstücks (magerer Sandacker) am Handeloher Friedhof durch den AKN. Notartermin mit dem Verkäufer, Herrn Weseloh, Welle,
Do.18.10.02: Herbsttreffen der Handeloher Arbeitsgruppe des AKN zwecks Abstimmung und Besprechung der Aktivitäten im kommenden Winterhalbjahr,
Mo.21.10.02: Bereisung des LSG Garlstorfer Wald mit Vertretern der Landkreis-Ämter (Bauen, Wasser, Naturschutz), mit Mitgliedern des Umwelt-Ausschusses des Landkreises und mit Vertretern der anerkannten Naturschutzverbände,
Mi.23.10.02: Herbsttreffen der Arbeitsgruppe Heidenau des AKN unter Leitung von Herrn Aldag,
So. 03.11.02: Begehung Dittmer-Teiche wg. Instandsetzung,
Mi. 06.11.02: Instandsetzungsversuche an den Dittmer-Teichen,
Mi.06.11. + Fr.08.11.02: Vorbereitung („Vorsägen") des AKN-Arbeitseinsatzes im Rauhen Moor bei Hollinde,
Sa.09.11.02: AKN-Arbeitseinsatz im Rauhen Moor,
Di. 12.11.02: Sitzung des UBPA der SG Tostedt,
Sa.16.11.02: Arbeitseinsatz der Gruppe Handeloh (Alte Sandgr./Grenzgraben und Schanze),
Sa.23.11.02: Zweiter Arbeitseinsatz im Rauhen Moor,
Sa.30.11.02: Entkusselungsarbeiten im Landschaftspark Neddernhof der Edmund-Siemers-Stiftung,
März 02- Nov. 02: Sieben Arbeitstreffen der Gruppe „Landschaft, Grün und Naturschutz" in der Gem. Handeloh. [Inhalt]
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