Liebe Mitglieder und Freunde des AKN,

Ganze 14 Jahre hat es gedauert - nun ist es geschafft: Der Diagonalgraben im NSG Everstorfer Moor konnte endlich durch den Bau von diversen Dämmen geschlossen und der Wasserabfluss aus dem Moor dadurch erheblich verringert werden!
Dies ist die wohl wichtigste Meldung und der damit wichtigste Erfolg der Aktivitäten des AKN in diesem Jahr. Schon oft haben wir die Redewendung: „Was lange währt, wird endlich gut!", bemüht, und auch hier wird die Maxime des AKN vom „langen Atem" wieder einmal mit Erfolg belohnt. Viele, viele Stunden Einsatz für das Schreiben von Stellungnahmen, Begehungen, Verhandlungen, Gespräche, Überzeugungsarbeit, Diskussionen über mehr als 10 Jahre waren erforderlich. Dabei gab es immer wieder Rückschläge, Frustrationen und Entmutigungen, aber der AKN blieb am Ball, insbesondere in der Person seines ersten Vorsitzenden Reinhard Kempe, unterstützt von vielen Mitstreitern. Diesem besonderen Anlass gilt ein Hauptartikel des vorliegenden Mitteilungsblattes des AKN, in dem Reinhard Kempe die Historie der Grabenschließung aufschlägt und seinen Dank an die am Erfolg beteiligten ausspricht. Bei diesem Dank vergisst er allerdings sich selbst, und so möchte ich mich im Namen des AKN, der Natur und ihrer Nutzer, auch im Namen der nachfolgenden Generationen, bei ihm bedanken - bedanken für seinen ehrenamtlichen, nachhaltigen und nicht ermüdenden Einsatz für seine Überzeugung von einer guten Sache: Danke Reinhard!
Ein weiterer Artikel befasst sich mit den kleineren und größeren Arbeitseinsätzen, die immer häufiger von einer Gruppe von Pensionären und Rentnern (sowohl männlich als auch weiblich) vorbereitet bzw. durchgeführt werden. Hier hat sich eine Säule des AKN entwickelt, ohne die viele Aktivitäten und Verpflichtungen, die der Verein eingegangen ist, kaum noch durchgeführt bzw. erfüllt werden könnten.
Auch in diesem Heft nehmen wir die Idee einer gezielten Einbeziehung von Kindern, Jugendlichen und Familien in unsere Naturschutzarbeit wieder auf: Es soll bereits im nächsten Jahr damit losgehen - Interessierte und solche, die uns dabei helfen möchten, melden sich bitte beim Vorstand.
Wir freuen uns ganz besonders, dass wieder einmal mehrere Artikel in unserem Mitteilungsblatt von „Nicht-Vorstandsmitgliedern" stammen. So berichtet Mia Nyhuis in drei Berichten von ihren Erlebnissen mit der heimischen Flora und Fauna, Günther Knabe beklagt Eingriffe an der Töste, Edith Birger erzählt von interessanten ornithologischen Beobachtungen und die Tostedter Zivis haben einen spannenden Beitrag über ein Liebespaar geschrieben.

Ich wünsche Euch und Ihnen allen eine schöne Weihnachtszeit,
Ihr
U.Quante

 

 

 

 

 

 

 

 

[Inhalt]

AKN-Splitter
Wichtiges - kurz berichtet

Lösungen der Kinderseite aus Heft 27:
Das Rätseltier war der Kleine Fuchs (s.Foto), das Lösungswort zum Bäume-Raten war: GIMPEL.
Ich hoffe, es war nicht zu schwer!

AKN-Info-Stände
Gleich viermal hat sich der AKN auf Märkten in diesem Sommerhalbjahr präsentiert: im Mai auf dem Hamster-Markt, im Juni beim Bürgerfest auf dem Tostedter Sand sowie auf dem Hoffest in Wörme und schließlich Ende September beim Garten- und Kunstmarkt auf Hof Quellen.
Der logistische Aufwand ist jedesmal recht groß, die aktive Mithilfe vieler Mitglieder großartig, die Gesprächskulisse mit Marktbesuchern empfinde ich als angenehm entspannt, ohne Gedränge am Stand, gut dosiert.
Auf jedem Markt gibt es dann zwei, drei, manchmal auch ein paar mehr intensive Begegnungen, Gespräche, die vielleicht in naher Zukunft auch zu einer Mitgliedschaft führen werden – nicht der unwichtigste Grund für unser Markt-Engagement.
Wichtig ist aber auch, dass wir Präsenz zeigen, unser vielfältiges Wirken aufzeigen, unser Sach- und Fachwissen in Sachen Natur anbieten.
Die Erstellung seriöser Hingucker und Aufmerksamkeitsheischer, die Entwicklung von Spielerischem und Anregendem für Kinder und Jugendliche sind echte Herausforderungen an unsere Fantasie, unser Können, aber auch an unser Zeitkonto.
Zu sehr eingefahrene Wege bergen vielerlei Gefahren, wir wissen das wohl. Stereotype Wiederholungen sind letztlich Weggucker, Abwinker. Daher freuen wir uns über jede Art der Mithilfe, über jede Anregung: Angebote über neue Wege der Gestaltung und erst recht aktive Mitarbeit zu deren Umsetzung, solcherlei bringt uns geradezu aus dem Häuschen.

An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, all‘ denen einen kräftigen Dank auszusprechen, die sich für die Ziele des AKN auf den Infoständen, bei den auch im Sommerhalbjahr zunehmenden Arbeitseinsätzen auch in 2008 mit viel Engagement eingebracht haben. Die Namen kommen ins Frühjahrsheft 2009. Dabei ist gar nicht hoch genug zu bewerten, dass das immer so herzhaft fröhlich geschieht, mit so ausgesprochen positiver Ausstrahlung. Allein die Wiedersehensfreude jedesmal ist die anschließende Mühe bei so mancher Arbeit wert.
Einfach toll!

Entwicklungsplan Eichenkrattwald
Endlich kommt es zu einem zielgerichteten Handlungskonzept zum Erhalt des wertvollen Eichenkrattwaldes bei Handeloh. Schon seit Ende der 80er Jahre hat der AKN dieses einmalige kleine Waldgebiet im Focus. Er hat in diesem „Märchenwald" bereits praktische Arbeit geleistet und in den Jahren zwischen 1995 und 2007 gegenüber dem Landkreis in größeren Abständen immer wieder einmal darauf hingewiesen, dass ein handlungsorientierter Entwicklungsplan her muss.
Eigentümer der Fläche sind die Hamburger Wasserwerke, die am Rande des Eichkratts einen Brunnen betreiben und die jetzt eingeleiteten Bemühungen voll unterstützen. Schon früh (Ende der 80er Jahre) hat sich der Landkreis dafür ausgesprochen, diesen Wald zu schützen, zu entwickeln. Doch haben diese Pläne bis 2008 gebraucht, um alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und – gottlob – sofort auch an einem Strang ziehen zu lassen.
Und so ist denn im Juli 2008 der Anfang gemacht worden. Bei einem Treffen vor Ort und in der anschließenden Besprechung im Museum Alte Schmiede von Herrn Dr. Hamann, Handeloh, wurde ein zweijähriger Untersuchungszeitraum beschlossen, in dem vor allem mehrere Experten für die Pilz-, Moos- und Flechtenflora Daten sammeln werden. Die auf diesem Wege gewonnenen Erkenntnisse werden dann zusammen mit der Forstwirtschaft und allen anderen schon genannten Beteiligten zu einem Handlungskonzept verdichtet.
Dieser Pflege- und Entwicklungsplan soll dem Erhalt des Eichenkrattwaldes dienen und zugleich der Förderung der vielfältigen dynamischen Prozesse der gesamten Lebensgemeinschaft dort.
Reiche Bartflechtenvorkommen der 80er Jahre waren seinerzeit der Aufhänger für weitere Untersuchungen des AKN zu den Moosen. Die Bartflechten sind (wohl) inzwischen verschwunden. In die Vermutungen über die Gründe dafür soll mit diesen Untersuchungen hoffentlich auch ein wenig Licht gebracht werden.

Erneuerung der Bahntrasse der Heidebahn zwischen Buchholz und Soltau
Die angekündigte Erneuerung des Gleisbettes der Heidebahn ab Herbst 2009 hat beim AKN sofort die Alarmglocken schrillen lassen.
Südlich von Handeloh sind möglicherweise wertvolle Pflanzengesellschaften und Pflanzenbestände landesweit bedeutungsvoller Arten gefährdet, die sich auf den z.T. schmalen Randstreifen der Bahnlinie in den letzten 50 Jahren entwickelt haben.
Unser „heißer Draht" zur Naturschutzabteilung des Landkreises hatte die sofortige Initiative von Herrn Gumz zur Folge in Richtung Deutsche Bahn AG und auch in Richtung NLWKN (Niedersächsisches Landesamt für Wasser, Küstenschutz und Naturschutz).
Eine erste Begehung mit zwei Botanikern des NLWKN, den Herren Bruns und Täuber, hat inzwischen stattgefunden. Es herrschte Einigkeit über die hohe Schutzwürdigkeit und darüber, dringliche Vorsorge hinsichtlich möglicher Schäden während der Baumaßnahmen zu betreiben.
Eine weitere Begehung des AKN mit einem maßgeblichen Vertreter des Planungsbüros, das für die Bahn die Streckenerneuerung planungsrechtlich und planungstechnisch bearbeitet, hat gerade im November stattgefunden.
Damit sollte ein enges und wirkungsvolles Kommunikationsnetz geschaffen worden sein, das den strengen Schutz der landesweit wertvollen Pflanzenbestände gewährleisten kann. Der AKN wird sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen und mit Argusaugen wachen.

Avenser Wiehe
Die Grenzverletzung und der illegale tiefe Grabenbau an der Nordgrenze unseres Quellwaldgrundstücks auf der Avenser Wiehe durch Herrn Wilkens aus Heidenau hat nach mehreren Monaten im Oktober 2008 ein versöhnliches Ende gefunden – auf Dauer hoffentlich!
Vor Jahren schon hatte Herr Wilkens mehrere randständige Bäume auf unserem Grundstück widerrechtlich und ohne vorherige Kontaktaufnahme mit uns gefällt.
Wir haben seinerzeit „nur" schriftlich protestiert. In der Folge war der eindeutige, aber z.T. nur noch schwach ausgeprägte Grenzgraben leider ein völlig unnötiges Streitobjekt.
Dann – im Frühjahr 2008 - fanden erstaunte bis entsetzte AKN-Mitglieder dort auf ganzer Länge einen tiefen Graben ausgehoben, der weit in die Grundwassersituation dort eingriff und daher genehmigungspflichtig war. Großflächige Sackungen an den Wänden unter dem Druck der wasserführenden Schichten sprachen dabei Bände. Der Bagger hatte bei dieser Aktion recht üppig auf weiten Strecken der Grenze auf unser Grundstück übergegriffen – auch diese Maßnahme ohne vorherige Kontaktaufnahme mit uns.
In der Folge hat der Landkreis dafür gesorgt, dass dieser überdimensionierte Graben von Herrn Wilkens wieder zugeschoben werden musste. Auch kam es – wenn auch zäh – wieder zu einem Dialog zwischen dem AKN und unserem Nachbarn dort auf der Avenser Wiehe.
Nach mehreren Telefonaten und Briefwechseln wurde dann bei einem mühsam zustande gekommenen Ortstermin mit den Herren Wilkens senior und junior eine einvernehmliche Grenzziehung auf der Linie der alten Grenzgrüppe festgelegt.
Die Neuanlage dieses Grenzgrabens wurde vereinbart, wobei dessen tiefste Linie – wie gehabt - die Grenze darstellen wird. Die neue (alte) Grenzgrüppe ist etwas tiefer als vorher, sie soll schließlich etwas Wasser aus der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Herrn Wilkens ziehen. Okay.

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Der Kleine Fuchs, das Rätseltier aus Heft 27

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Starker Fichtenaufwuchs bedroht die Traubeneichen in bestimmten Bereichen

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Die oft nur schmalen Bahnrandstreifen bergen Schätze von Flora und Fauna

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Vom Aussterben in Niedersachsen bedroht: die Bärentraube, ein kriechender Zwergstrauch

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Der überdimensionale Eingriff an der Avenser Wiehe

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Nicht nur zur Herbst- und Winterzeit,
nein auch im Sommer ...

Wer sich beim Durchblättern dieses Mitteilungsheftes auf den letzten Seiten der zugegebenermaßen etwas monotonen Aufgabe unterzieht, die dort niedergelegte Chronik der Aktivitäten des AKN für dieses Sommerhalbjahr zu lesen, der wird vielleicht zweierlei entdecken:
Zum einen, dass die Liste der Aktivitäten ausgesprochen lang ist (wie stets) und ausgesprochen vielseitig (auch wie stets).
Zum anderen wird ihm vielleicht auffallen, dass sich in der Liste viele Eintragungen über Arbeitseinsätze finden. Genau gezählt sind es 17, die überwiegend mittwochs oder donnerstags durchgeführt wurden.
Es sind dies sogenannte „kleine" Arbeitseinsätze und das Wörtchen klein bedeutet hier, dass nur wenige Teilnehmer beteiligt sind, meistens zwischen zwei und zehn, im Schnitt 4-6 Personen. Klein heißt dabei aber in der Mehrzahl der Fälle nicht, dass da vielleicht nur eine halbe Stunde oder Stunde gearbeitet wird und es heißt auch nicht, dass da kein Schweiß fließt.

Beides gibt es natürlich auch, obwohl der Schweiß im Sommer erfahrungsgemäß schneller auf die Stirn tritt als im Winterhalbjahr.
Nein, da wird schon kräftig zugepackt beim Mähen, Harken, Zäuneflicken, beim Aufstellen von Elektro-Zäunen und im September/Oktober dann auch schon einmal beim Freisägen von Aktionsräumen für einen Baggereinsatz. Es ist unsere „Rentner-Band", die diese Arbeiten im Wesentlichen leistet, rüstige Mannsbilder im besten Ruhestandsalter. Und diese freuen sich sehr über die Tatsache, dass zunehmend auch so manche unserer fröhlichen Damen bei diesen Unternehmungen auftaucht.
Es gibt eine nach hinten offene Liste mit Namen derer, die für solche Arbeitseinsätze bisher schon ansprechbar sind oder zukünftig ansprechbar sein möchten. Also, bitte melden! Dank an alle, die in diesem Sommer und Frühherbst (wieder) mit dabei waren.
Die Betätigungsfelder für solche „kleinen" Arbeitsgänge nehmen seit einigen Jahren zu. Das hat seine Ursachen in dem gewachsenen und weiter wachsenden System unserer Eigentums-, Pacht- und Betreuungsflächen. Diese Flächen leisten im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit einen ganz wichtigen Beitrag (neben den großräumigen Naturschutzgebieten in der Samtgemeinde) zur Sicherung und Entwicklung einer Vielzahl kostbarer naturbelassener und/oder naturnaher Lebensräume hier vor unser aller Haustür.

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Zaunreparatur am Dössel

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Mahd auf der Pachtfläche Wistedter Berg

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Nach getaner Arbeit am Quellbächlein Wistedter Berg

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Kinder erleben die Natur
Wir müssten eigentlich . . .

So stand es im letzten Heft. Ein leiser Aufruf an uns selbst, an die Vorstandsmitglieder des AKN, an den erweiterten Vorstand.

Die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in unsere Arbeit war das Thema. Und es ist jetzt unser Thema geworden. In 2009 wollen wir damit beginnen. Womit? Darüber haben wir kürzlich auf einem „Themenabend" des erweiterten Vorstandes ausführlich gesprochen. Ein erstes Gespräch, das natürlich noch viele Fragen offenließ. Der Tenor war daher: Wir fangen einfach mal an. Und wahrscheinlich ist das nebensächliche Wort „einfach" in diesem Entschluss sogar ein Schlüsselwort.
Denn wie „einfach" Begeisterung, Spannung, Entdeckerlust und dann oft schnell nachwirkendes Interesse zu wecken sind, habe ich gerade im Oktober vor wenigen Wochen mit meinen beiden Enkelinnen (5 und 7 Jahre alt) erlebt.
Wir sind „einfach" losgegangen, durch’s Moor, auch querfeldein und auch über schwankenden Grund, haben Frösche und letzte Libellen beobachtet, auch letzte Grashüpfer, haben Federn gefunden und Pilze und und und. Und zu allem gab es etwas zu fragen, zu sagen – und ein kleines Picknick an einem AKN- Buschhaufen des letzten Wintereinsatzes gab es auch, mit Kletterübungen und Balancieren.

So „einfach" kann der Einstieg sein. Gefragt am Abend nach den Wünschen für den nächsten Tag, kam die Antwort sofort: Wieder ins Moor! Es muss und kann und soll natürlich nicht immer das Moor sein. Wald, Bach, Sandgrube, Brachacker (siehe auch in diesem Heft) sind ebenso geeignet. Die Unternehmung muss nur einen Erlebnischarakter haben, es müssen sich wie selbstverständlich „Aufgaben" ergeben, denen sich die Kinder (meistens) spontan stellen. Der Erwachsenen entdeckt mit - einmal mehr verwundert darüber, was er selbst alles nicht weiß. Eir haben das unbekannte Vogelei, das Marlene plötzlich fand, mit nach Hause genommen und vermessen, verglichen und dann eindeutig als Stockentenei benennen können. Das geht alles spielerisch: messen, zeichnen, malen. Spuren graben sich ein.

Wir fangen also an. Zwei Termine für Entdeckungstouren mit jungen Familien und ihren Kindern sind für 2009 fest eingeplant. Schön wär’s, wenn es schrittweise gelänge, auch kürzerfristig Angebote zu machen – und Interessierte zu finden.
Wir sind alle gespannt.

Die festgelegten Termine sind:
So. 17. Mai 2009 - 9.00 Uhr
So. 23. August 2009 - 9.00 Uhr
Treffpunkt:
Parkplatz Kaufhaus Bade in Tostedt

Rechtzeitige Anmeldung beim Vorstand ist unbedingt notwendig, da die Gesamtlogistik, der Organisationsaufwand, u. U. auch das Exkursionsziel stark von der Teilnehmerzahl abhängig sind. Anmeldungen bei den Mitgliedern des Vorstandes.

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Marlene und Yannah auf der Suche nach Spinnen und Heuschrecken

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Intensiver Kontakt mit einer Buschschrecke

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Die AKN-Kinderseite

Wissen: Käfer
Die Käfer bilden nicht nur die größte Insektengruppe, sondern die größte Tiergruppe überhaupt. Sie sind über die ganze Erde verbreitet, ihre Formenvielfalt ist gewaltig. Bis heute kennt man rund 400 000 Käferarten, allein in Deutschland sind es etwa 6800. Es gibt große und kleine Käfer, prächtige und unscheinbare, schädliche und nützliche.
Im Rätselkäfer werden 8 Beispiele erfragt, die alle auf -KÄFER enden (ist schon eingetragen). Aus den eingekreisten Buchstaben ergibt sich als 9. Beispiel das Lösungswort.
Vielleicht helfen dir beim Raten die unten angegebenen Informationen!


Raten: Der Rätselkäfer

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Kennen: Welcher Käfer ist das?
zu 1.
Die meisten Arten sind nur wenige mm lang und sehr dunkel, die Larven sind gefährliche Forstschädlinge (besonders die des Buchdruckers, der sich unter der Rinde entwickelt und dessen Larven parallele Gänge ins Holz fressen)
zu 2.
Größter einheimischer Käfer, braunschwarz, bis 6 cm lang: steht unter Naturschutz; Männchen haben geweihartige Oberkieferzangen, mit denen sie untereinander um die Weibchen kämpfen
zu 3.
Leicht an auffallend langen Fühlern zu erkennen, schlanke Körper, Pflanzenfresser; Larven leben unter der Baumrinde oder im Holz (Larven des Hausbocks zerstören Gebälk aus Nadelholz)
zu 4.
Blauschwarz schimmernd, ca. 2cm groß; im Wald und auf Weiden zu sehen, ernährt sich von Kot und faulenden Pflanzen, gehört wie Nr. 5 zur Familie der Blatthornkäfer
zu 5. Befällt im Frühjahr Laubbäume; dunkelbraun, 2,5cm lang, Fühlerblättchen mit Riechorgan; Schädling der Land- und Forstwirtschaft (auch die Larve, der Engerling, der sich 3 bis 4 Jahre im Boden entwickelt)
zu 6.
Viele Vertreter (artenreich), wendig, kräftige Laufbeine und fadenförmige Fühler, meist flugunfähig; Raubkäfer, verdauen Nahrung meist außerhalb des Körpers; auf Wald- und Feldwegen zu sehen, unterschiedlich groß
zu 7.
Knapp 1 cm groß, stark gewölbter Körper, bekannteste Art hat orangerote Flügeldecken und 7 schwarze Punkte; Schädlingsbekämpfer, ernährt sich (wie auch seine Larve, der Blattlauslöwe) von Blattläusen
zu 8.
Charakteristisch ist der verlängerte Kopf und meist gekniete Fühler; mit über 50000 Arten größte Käferfamilie; viele Arten klein und Schädlinge (z. B. Haselnussbohrer, Kornkäfer, Apfelblütenstecher)

zum Lösungswort: Etwa 1 cm groß, stark gewölbter Körper, gelblich mit schwarzen Längsstreifen; gefürchteter Ernteschädling, aus Nordamerika eingeschleppt; Larve und erwachsene Käfer können weite Anbaugebiete kahl fressen

 

. . . „Die armen Grashüpfer
Da tut sich was im Gras zu unseren Füßen

Schwupp —
Ein Grashüpfer flüchtet vor meinen Füßen mit kurzem Sprung. Im selben Moment zittert er hängend in einem mir (bis dahin) unsichtbaren Spinnennetz, tief im Gras.
Zack! In Bruchteilen von Sekunden ist die Spinne da, ein gelb-schwarzer Blitz und – wiederum blitzschnell und in den Einzelheiten kaum wahrnehmbar bei der Geschwindigkeit - schon ist der kleine Grashüpfer mit Spinnenseide umwickelt.
Mit der letzten Zuckung ihres Beutetieres sitzt auch die Spinne wieder bewegungslos in der Mitte ihres Radnetzes, ein Prachtexemplar der Wespen- oder Zebraspinne, einer Einwanderin aus dem Mittelmeerraum.
Vor zehn Jahren in unseren nördlichen Breiten noch kaum bekannt und beim Auffinden als besonderes Erlebnis gefeiert, hat diese wunderschöne, schwarz-weiß-gelb gezeichnete Spinne inzwischen unsere Graslandschaften flächendeckend erobert. In Heft 10/99 und 2/07 haben wir schon jeweils kurz von ihr berichtet.

„Und hier eine, da ...., dort...., hier zwei nebeneinander.....", so schallten die Rufe meiner Enkel über den Brachacker am Wörmer Weg. Im August bei uns auf Besuch, waren sie mit mir auf der Suche nach Grashüpfern und Zebraspinnen und entdeckten – einmal aufmerksam geworden – eine Spinne neben der anderen. Und dann fingen wir an zu zählen. Wie viele Netze mit Spinnen gab es da auf einen Quadratmeter? Und wir waren wirklich überrascht: 5 – 8 größere und kleinere fußballgroße Freiräume im schütteren kniehohen Gras zählten wir. Dieser Raum wird von der Spinne durch Fäden „freigezogen", d. h. die Grashalme werden mit Fäden zur Seite gezogen und befestigt. Dann baut sie ihr Radnetz in die Mitte dieses Freiraumes. Wir zählten mehrere solcher Probeflächen aus und ich rechnete hoch: Die ziemlich homogene Grasfläche misst ungefähr 40 x 100 Meter, also 4.000 qm; das macht bei 5 Spinnen pro Quadratmeter 20.000 Spinnen allein von der Zebraspinne auf dieser Fläche!
Die Kinder konnten sich diese Zahl natürlich noch nicht vorstellen, ahnten aber – auch auf Grund meiner eigenen echten Überraschung – dass das eine sehr hohe Zahl sein musste.
Wie viele Spinnen – Kreuz-, Lauf- u. Baldachinspinnen mit einbezogen – mag es insgesamt auf dieser Fläche geben?!
„Die armen Grashüpfer", bekundete jemand aus unserer Runde. Auch ich konnte den Gedanken nicht loswerden, dass den Grashüpfern solcher Flächen durch die Zebraspinne in den letzten Jahren ein mächtiger Regulator erwachsen sein musste.
Denn auch das fanden wir: In jedem 4. oder 5. Netz baumelte ein Grashüpfer oder das, was als solches noch erkennbar davon übrig geblieben war.

Wespenspinne und bestimmte Grashüpfer, in diesem Fall Feldheuschrecken der Arten Weißrandiger Grashüpfer, Gemeiner Grashüpfer und Goldschrecke, bevorzugen ähnliche Lebensräume: trockene bis feuchte Graslandbrachen mit mitteldichtem bis dichtem Halmbestand von etwa Kniehöhe. Dabei sind die Lebensraumstockwerke von Zebraspinne und einigen Feldheuschreckenarten im Gräsermeer unserer Brachflächen in relevanter Weise deckungsgleich.
So gibt es Nahrung für diese Spinne in Hülle und Fülle – natürlich nicht nur in Form der Feldheuschrecken, sondern auch in Gestalt anderer Insekten.
In extrem dichten Hochstaudenfluren ist die Zahl der Zebraspinnen nur am Rande der Flächen ähnlich hoch.
Das konnten wir auf dem eingezäunten und daher nicht beweideten Tümpelareal unserer Eigentumsfläche (sog. Dallmannweide) beim Großen Moor bei Wistedt beobachten, aber inzwischen auch auf vielen anderen Flächen.
Zwei Faktoren haben diese Entwicklung in den letzten 10- 15 Jahren begünstigt: die vermehrte Entstehung von Brachflächen und deren Erhalt auf Grund von Naturschutzmaßnahmen und/oder Unwirtschaftlichkeit und wohl auch die bekannte Folge milder Winter. Dieser letzte Umstand hat zur Folge, dass die Jungspinnen in den auffälligen urnenartigen Kokons, tief im Gras, in sehr hoher Zahl durch die kalte Jahreszeit kommen.

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Wespenspinne mit ihrer Beute, einer Feldheuschrecke

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Das Netz hängt ein wenig schräg im Freiraum zwischen der Vegetation

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Im urnenartigen Kokon, tief im Gras, überwintern die Jungspinnen

[Inhalt]

 

Die Töste – ein Trauerspiel
Wasserbau, unvereinbar mit dem Wasserrecht

Es ist doch erstaunlich, wie wenig Sensibilität für Umweltbelange auch in den Köpfen derer anzutreffen ist, die umweltrelevante Entscheidungen zu treffen und umzusetzen haben.

In den AKN-Mitteilungen Nr.21 aus dem Jahr 2005 steht ein 14-seitiger Bericht über unsere Heidebäche, verfasst vom Biologen Reinhard Kempe und dem bundesweit bekannten Gewässerfachmann Dr. Ludwig Tent. Bei so viel geballtem Sachverstand, der auch den politischen Entscheidungsträgern in der Gemeinde und den zuständigen Behörden im Landkreis kostenlos und bereitwillig zur Verfügung gestellt wird, sollte man meinen, dass diesbezüglich in unserer Gemeinde alles zum Besten steht. Das ist leider noch immer nicht der Fall, wie das Beispiel der Töste zeigt.

Es fing alles ganz unspektakulär an mit einer Sitzungsvorlage für den Bau- und Wegeausschuss vom 27.9.2007, bei dem der geplante Umbau der westlichen Dieckhofstraße vorgestellt wurde. Am Ende des 7. Absatzes steht: „...Der Graben zwischen der Schule und Dieckhofstraße 13 soll leicht verlegt, der Bogen entschärft werden." Mit dem abwertenden Begriff „Graben" war die Quellbachstrecke der Töste gemeint, und in dem beigefügten Plan war eine „Böschungssicherung aus Steinschüttung" vorgesehen.

In der Sitzung haben sich Planer und Verwaltung dafür ausgesprochen, die Steine in Beton zu setzen, und so haben es dann der Ausschuss und später der Gemeinderat beschlossen.

Abgesehen davon, dass eine Böschungssicherung der Töste gar nicht notwendig ist- sie fließt seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten in ihrem „Graben", ohne Schäden angerichtet zu haben- verstößt diese Baumaßnahme u.a. gegen das Verschlechterungsverbot der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Dass das Betonieren eines Bachbetts eine Verschlechterung darstellt, ist den Entscheidungsträgern bekannt gewesen, zumal ich vor Baubeginn die Gemeinde und die zuständige Stelle im Landkreis über die Planung informiert hatte auch in der Hoffnung, dass sich ökologische Vernunft und Einsicht durchsetzen und diesen Unsinn stoppen.

Aber hinter den Kulissen ging alles seinen gewohnten Gang. Die beteiligten Behörden im Landkreis genehmigten das Betonbett, auf eine Ausgleichsmaßnahme wurde wegen der „geringen Bedeutung dieses Eingriffs" verzichtet und so wurde Beton im Quellbach verbaut!

Als ich das Ergebnis sah, war ich entsetzt. Ich bat die Verantwortlichen (Bauamt Tostedt, Landkreis Harburg) und Betroffene (Manfred Koslowski vom AKN und Dr. Tent) zu einem Treffen vor Ort. Herr Dr. Tent übte fundierte fachliche Kritik („...das ist Wasserbau aus den 60er Jahren, unvereinbar mit dem jetzt geltenden Wasserrecht."), ich forderte: „Der Beton muss wieder raus!", doch Herr Peter vom LK Harburg war nicht bereit, seine erteilte „wasserrechtliche Plangenehmigung" zurückzunehmen. Da stand ich nun, ziemlich enttäuscht darüber, dass ich gerade von der Behörde im Regen stehen gelassen wurde, die das Wasserrecht umzusetzen hat und von der ich mir sachlich-fachliche Unterstützung versprochen hatte. Da tröstete auch der Hinweis wenig, dass „ beim nächsten Mal... früher Bescheid sagen... alles noch genauer und kritischer geprüft wird".

Eine weitere Besichtigung vor Ort habe ich dann mit Reinhard Kempe (Vorsitzender AKN) und Herrn Gumz vom LK Harburg (zuständig für Naturschutzbelange außerhalb von Naturschutzgebieten) arrangiert. Herr Gumz zeigte sich betroffen und aufgeschlossen und hatte Verständnis für unsere Kritik, machte uns aber keine Hoffnung, dass er hier korrigierend eingreifen könne. In Zukunft aber wollen er und seine Behörde Anträge aus dem Raum Tostedt besonders gründlich auf ihre Umweltverträglichkeit prüfen.

Die beiden Fotos, die auch im Tostedter Wochenblatt mit einem ausführlichen Artikel abgedruckt wurden, zeigen die Töste vor dem Umbau (mit fast dem gleichen Bild wirbt die Gemeinde im Internet für die Schönheit Tostedts!) und verschandelt in ihrem Betonbett.

Seien wir weiterhin wachsam und aufmerksam, wenn es um den Erhalt, die Verschlechterung oder die Verbesserung unserer Umwelt geht. Auch wenn es dieses Mal nicht geklappt hat: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Die Quellbachstrecke der Töste im naturnahen Zustand am 27.11.2007 (oben) und nach dem „Ausbau" am 28.8.08 (unten)

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Ende gut - alles gut?!!
Endlich: Dämme im Everstorfer Moor gebaut

Am Dienstagmittag, dem 23.9.08, fängt es nach kurzen, schwachen Nieselregenphasen so richtig an zu regnen.
Im Everstorfer Moor ist das sonore Summen und Brummen des 20 Tonnen schweren Kettenbaggers zu hören.
An den Steuerknüppeln und Pedalen in bewährter Weise wieder Günther Rathjen von der Firma Pankop aus Tostedt.
Drei regenfrohe Gestalten, Armin Hirt, Heinrich Busch und Reinhard Kempe, stehen auf dem alten Moordamm zwischen hohem Pfeifengras und sind einfach nur glücklich, denn kein Regentropfen wird dieses Moor so schnell mehr verlassen können.
Am Tag zuvor, am Montag, dem 22.9.08, um 13.41 Uhr stoppte der Inhalt einer schweren Baggerschaufel endgültig den Wasserzug aus dem Moorkörper heraus. Sechs Dämme waren oberhalb bereits gesetzt worden, der Fließrichtung des Wassers folgend von Ost nach West. Jetzt – mit dem letzten, randständigen Damm – war der Ausblutung des Moorkörpers endgültig ein Riegel vorgeschoben worden. Am selben Tag noch und am Dienstag wurden dann weitere acht Dämme gesetzt. Durch diese enge Kammerung wird ein annähernd gleichmäßiger Wasserstand im Moorkörper erzielt. Nun kann das Regenwasser des kommenden Winterhalbjahres in der durchaus kompakten Torfschicht – die dem Moor nach jahrzehntelanger Torfgewinnung von Hand im letzten und vorletzten Jahrhundert geblieben ist – wirkungsvoll gespeichert werden.

Es wird ein langer Entwicklungsprozess werden. Die Voraussetzungen dafür in diesem wichtigen Teilbereich des Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebietes „Großes Everstorfer Moor" sind gut.
Mit dieser zweitägigen Maßnahme am 22./23. September endete ein 14 (!!)jähriger „Grabenkampf" zwischen dem behördlichen und ehrenamtlichen Naturschutz des Landkreises Harburg einerseits und dem Wasser- und Bodenverband Kalber Bach auf der anderen Seite.

Seit 1994 hat sich der AKN zusammen mit der damals noch existierenden Oberen Natur-schutzbehörde in Lüneburg und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg um die Schließung dieses „Grabens aus dem Bahrensbruchsmoor" bemüht. Immer wieder tauchten neue „Hindernisse" auf, vorgebracht von den Vertretern des Kalber Wasser- und Bodenverbandes. Viele Treffen, Ortsbegehungen und Sitzungen hat es in diesen 14 Jahren gegeben – immer wieder schien eine Übereinkunft zwischen Naturschutz und Wasserverband in unmittelbarer Reichweite, ja, gesichert, aber immer wieder kamen dann neue Forderungen an den Naturschutz auf den Tisch.

Hier noch einmal chronologisch die wichtigsten Stationen dieser scheinbar „never-ending-story":

1994 Im Herbst findet eine Ortsbegehung statt mit Vorstandsmitgliedern des Wasser- und Bodenverbandes Kalber Bach. Dabei der damalige Heidenauer Bürgermeister, Heinz Oelkers, Hermann Aldag und Reinhard Kempe.
1995 bis 98: erfolgreiche Ankaufbemühungen des Landkreises Harburg für die am östlichen Moorrand gelegenen und durch den „Graben" entwässerten Flächen von Heinrich Busch und Landwirt Till aus Heide-nau. Erste konkrete Pläne für eine Kammerung.
2001 bis 2004: Mit Herrn Hirt (Bezirksregierung Lüneburg) findet ein Treffen beim Vorsitzenden des Kalber Bachverbands, Herrn Ehlen, dem heutigen Landwirtschaftsminister, in Kalbe statt. Das Ergebnis ist – was die Zeitschiene betrifft – wenig konkret.
Konsens zwischen Wasserverband und Bezirksregierung Lüneburg ist jetzt der Vorschlag, dass die angestrebte Kammerung des Grabens eine Ausgleichsmaßnahme werden soll für einen südlich des Moores (und der Bahnlinie) erfolgten nicht genehmigten wasserrechtlichen Eingriff durch die Landwirtschaft.
Der AKN setzt 2001 am Westrand vier Rammpegel im Grünland zur Kontrolle der Wasserstände. Hein Busch und auch Eckhard Miersch kontrollieren diese Messstationen vier Jahre lang mit dem Ergebnis, dass eine negative Beeinflussung des Grünlandes durch Druckwasser im Falle der Grabenschließung so gut wie ausgeschlossen ist. In diese Beobachtungszeit fallen das „Flutjahr" 2002 und das extrem trockene Folgejahr 2003, so dass auch Extreme erfasst werden konnten. Dennoch: Der Wasserverband fordert am Westrand einen Fanggraben, dem die Bezirksregierung unter Auflagen zustimmt.
Die Verzögerungen durch den Wasserverband mit alten und neuen Forderungen (Anliegerproteste u.a.) setzen sich fort, auch mit dem Hinweis auf die zum Hingste-Fläche am äußersten Ostrand des NSGs, die noch in Richtung „des Grabens" entwässert. Herr Hirt vom Landkreis Harburg ist immer wieder neu gefordert, ebenso der AKN, der den möglichen Kauf der zum Hingste-Fläche vermittelt.
2005 Hermann Aldag sammelt 3.500 € Spenden von Heidenauer Bürgern für den Anteil des AKN an der Kaufsumme; auch die Gemeinde Heidenau gibt 1.500 €; der Landkreis Harburg übernimmt den nicht unerheblichen Rest.
2006 Mit dieser beispielhaft solidarisch erreichten finanziellen Ausstattung kauft der AKN im Januar die zum Hingste-Fläche; der Eigentümer ist sehr entgegenkommend; er bleibt - jetzt als Pächter - Bewirtschafter der Fläche.
2007 Im Frühjahr/Sommer dieses Jahres werden vom Verband neue Hindernisse vorgebracht: Es werden Sitzungen und ein unerfreulicher Briefwechsel nötig wegen nicht zu erfüllender Forderungen zur Unterhaltung des Fanggrabens am Westrand für eventuelles Druckwasser. Herr Hirt vom Landkreis Harburg ist einmal mehr in dieser Sache „unterwegs".
Es vergehen mit diesem Hin und Her nach dem Kauf der zum Hingste-Fläche noch zwei weitere wertvolle Winterhalbjahre (2006/07 und 2007/08) mit ihren Regenmengen bis zu einer Einigung mit dem Kalber Wasser- und Bodenverband im Frühjahr 2008. Der Fanggraben soll jetzt in seinem tiefstem Abschnitt 1,2m messen und nicht höchstens 0,8m bis 1,0m, wie vom Naturschutz gewollt. Die 1,2m sind jedoch nicht mehr verhandelbar. Unsere Daten aus den 4-jährigen Rammpegelmessungen finden kein Gehör.
Ich schreibe das hier kommentarlos hin.
2008 September: die lang ersehnte und seit langem dringend nötige Kammerung wird vollzogen!!

Während der Arbeiten gab es am Graben auch einen offiziellen Besuch: Annette Randt, Heidenaus Bürgermeisterin und AKN-Mitglied, und Herr Björn Hoppenstedt, Kreisrat in Winsen, nahmen begeisterten Anteil an den vor ihren Augen ablaufenden Arbeiten. Herr Hirt von der Naturschutzabteilung, der in all‘ den Jahren nimmermüde und zäh (in engster Abstimmung mit dem AKN) ein Hindernis nach dem anderen abgebaut hatte, war ohnehin vor Ort.
Mit jeder Baggerschaufel in den Graben hinein wurde gleichsam ein Teil der Frustmenge der letzten Jahre in der Tiefe versenkt. Fast spontan legte sich das dunkle Moorwasser darüber. Und wer weiß das nicht: Wasser bedeutet Leben!
Nachtrag:
In der ersten Novemberwoche hat der Wasser- und Bodenverband Kalber Bach den Fanggraben am Westrand des Moorkörpers ausbaggern lassen. Der Graben ist knapp 500 m lang. Er beginnt mit einer Tiefe von ca. 0,5 m und entwässert nach Süden. Er endet an dem bereits vorhandenen Vorfluter mit ca. 1,2 m Tiefe. Im letzten Abschnitt liegt die Grabensohle auf dem mineralischen Grund. Auf der überwiegenden Strecke bleibt der Graben in der ca. 1 Meter mächtigen Niedermoortorfschicht.
Es wird in den nächsten Jahren aufmerksam zu beobachten sein, ob dieser neue Graben ggf. eine Entwässerungswirkung für die nach der Kammerung nun vernässenden Torfstichzonen im Moor hat.
Eine abschließende Danksagung darf an dieser Stelle nicht fehlen. Sie bezieht sich auf die starke Grundmelodie einer Schritt für Schritt geglückten, intensiven, zielorientierten und damit überzeugenden Zusammenarbeit über mehr als ein Jahrzehnt.
Zunächst ist sie an Herrn Hirt von der Naturschutzabteilung des Landkreises gerichtet, der schon während seiner Zeit bei der Bezirksregierung Lüneburg „unser" Projekt zu dem seinen machte und all die Jahre unermüdlich auf einen Erfolg hingearbeitet hat, stets in enger Zusammenarbeit mit dem AKN hier vor Ort.
Dann gilt unser Dank Hein Busch. Er hat mit großer Sorgfalt und viel Engagement 4(!) Jahre lang die 4 Rammpegel am Westrand abgelesen, jedesmal eine kleine hindernisreiche Exkursion, und das mindestens einmal im Monat, oft sogar vierzehntägig! Dabei hat er alle Werte akribisch protokolliert. Eckhard Miersch, der Hein Busch gelegentlich unterstützte, ist in den Dank mit eingeschlossen. Leider wurden die wertvollen Ergebnisse über die schwankenden Grundwasserstände von der anderen Seite nicht gewürdigt, schon gar nicht akzeptiert.
Der Kauf der zum-Hingste-Fläche – ein Schlüsselprojekt in der Schlussphase - erfordert eine Danksagung nach mehreren Seiten.
Zu allererst gilt unser Dank rückblickend der Familie Günther zum Hingste. Herr zum Hingste hat durch seine Bereitschaft zum Verkauf der letzten Nutzfläche in landwirtschaftlichem Besitz den Weg zu weiteren Verhandlungen mit dem Wasser- und Bodenverband freigemacht.
Zum zweiten gilt ein herzlicher Dank Hermann Aldag als dem Initiator der bravourösen Spendensammelaktion unter Heidenauer Bürgern, viele von ihnen Mitglieder des AKN, und damit natürlich und vor allem den Spendern selbst. Eine bewundernswürdige Großzügigkeit wurde damals sichtbar und bleibt unvergessen.
Ein herzliches Dankeszeichen an dieser Stelle auch an den Rat der Gemeinde Heidenau für seinen wichtigen finanziellen Beitrag in einer schwierigen Situation.
Das Geld – soviel steht fest – ist auf Jahrhunderte hin gut angelegt, eine Gewissheit bzw. Sicherheit, die - soviel steht im Herbst 2008 auch fest – in anderen Bereichen für Geldanlagen nicht einmal für Wochen oder gar Monate zu erlangen ist

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Vorher: Der Graben zu Zeiten der regelmäßigen Räumung (bis 2005)

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Die ersten Dämme sind gesetzt

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Wasserstände 4 Wochen nach der Kammerung

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Einer der flachen Tümpel, die rechts und links des Grabens zusätzlich angelegt wurden

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Der neue Fanggraben am Westrand mit unserem Rammpegel (in der Mitte rechts)
[Inhalt]

 

Im Frühtau im Moor
Ein wunderschöner Morgen

An einem Tag Ende August machten mein Sohn und ich uns frühmorgens, noch in der Dunkelheit, auf den Weg zum Tister Bauernmoor, um Kraniche zu beobachten. Die Luft war leicht diesig und es versprach ein schöner Tag zu werden. Wir wurden nicht enttäuscht, denn langsam erhob sich über dem mit leichtem Nebel bedeckten Wasser die Sonne. Es war eine wunderschöne Stimmung. Wie das an dem Tag mit den Kranichen war, habe ich nicht mehr so genau in Erinnerung, denn das eigentlich Wunderbare ereignete sich für mich auf dem Rückweg. Die Sonne war jetzt vollends da und auf allen Pflanzen lag glitzernd der Tau. Aber nicht nur das, sondern an den Gräsern, vor allem am Pfeifengras, saßen mit Tau bedeckte Libellen, die aufgrund der Nässe noch flugunfähig waren. Da ich so etwas zum ersten Mal erlebte, war ich natürlich begeistert und freute mich, diese Wunder mit meinem Fotoapparat festhalten zu können. Da mich dieses Erlebnis so beeindruckt hatte, machte ich mich 14 Tage später, mit einer Freundin, wieder auf den Weg. Jetzt war es schon richtig Herbst und alle Spinnennetze glitzerten im Sonnenschein. Diesmal hingen an den Gräsern neben Libellen auch Wespenspinnen, Raupen und Grashüpfer. Auch einen sorgfältig gearbeiteten Kokon der Wespenspinne für ihre Brut entdeckte ich. Er sieht aus wie ein kleiner japanischer Lampion. Es war wieder ein wunderschöner Morgen und zufrieden machten wir uns auf den Weg nach Hause und freuten uns auf ein gutes Frühstück.

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Morgenstimmung im Tister Bauernmoor: Im Wasser die Bulten des Scheidigen Wollgrases, vorn Besenheide auf dem Torfsockel

[Inhalt]

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Nach nebelfeuchter Nacht: Gemeine Binsenjungfer und Gemeine Heidelibelle

 

Die AKN-Exkursionen 2008
Erkundungen im Nordwesten der Samtgemeinde

An der Kreisgrenze bei Hollinde:
Zwischen Munsmoor, Dubenhorn und Bruchheide

Drei Flurnamen aus einem Winkel unserer Samtgemeinde, den nur wenige kennen. Hier sind die Heidenauer, Hollinder und Halvesbosteler Bürger zu Hause, und die Erwähnung von Halvesbostel signalisiert dem Leser, dass wir es hier mit einer Grenzregion der Samtgemeinde Tostedt zu tun haben, die hinüber führt in die Dörfer Halvesbostel, Regesbostel und Holvede in der Samtgemeinde Hollenstedt, nördlich der Autobahn Hamburg-Bremen.
Hollinde, unmittelbar nördlich der Autobahnauffahrt Heidenau gelegen und zur Gemeinde Heidenau gehörig, war Ausgangspunkt für unsere 1.AKN-Sonntags-Exkursion am 15. Juni 08. Treffpunkt: 9.15 Uhr, Volksbank Heidenau.
Mit Fahrgemeinschaften ging es nach Hollinde. Beim Start in die Landschaft waren wir 18 Personen. Ein ca. 6 km langer Rundweg zeigte den Teilnehmern Aspekte einer abwechslungsreichen Landschaft. Ihr offener Teil bietet eine reich gegliederte Wiesenlandschaft mit herrlichen Baumreihen alter Stieleichen, kleinen Feldgehölzen zwischen den Wiesen und Weiden und wettergeformten kleineren und größeren Baumgruppen auf den Wirtschaftsflächen selbst – eine heute schon sehr seltene Erscheinung. Meistens sind die Wirtschaftsflächen eingeebnet und alle Einzelbäume und Baumgruppen beseitigt worden. Sie stören den wirtschaftenden Menschen verständlicherweise. Aber hier hatte das Auge seine Freude an dem Strukturreichtum der Landschaft. Für Turmfalke, Baumfalke, Waldohreule und natürlich auch für die Rabenkrähe bieten solche kleinen, oft alten Kiefern-, Birken- und Eichengruppen inmitten großräumiger Wirtschaftsflächen dringlich benötigte Nestbäume. Dabei ist die Rabenkrähe der eigentliche Nestbauer, die drei anderen Arten nutzen dann die jeweils letztjährigen Krähennester für die eigene Brut.
Auf eichenbeschattetem und gebüschreichem Feldweg ging es über die SG-Grenze hinaus, an den Rand des Munsmoores. Wie alle Moore, wurde auch dieses Moor zur Torfgewinnung entwässert. Ein reiches Relief von unterschiedlich großen und tiefen Handtorfstichen bildet heute den Kern dieses alten Moorkörpers mit z.T. erheblicher Torfmächtigkeit. Ein alter Torfabfuhrweg – kaum noch zu erkennen – brachte uns bis an den Rand des Moorzentrums.

Pfeifengras, Moorbirke und Kiefer dominieren seit langem die trockenen Torfsockel. Tief verschattet liegen daher z.T. die alten Torfkuhlen mit immer noch quellig-grünen Torfmoospolstern, wenn noch Sonnenlicht sie erreicht.
Eine kleine „Urwaldzone" tat sich da vor den Betrachtern auf, mit dem „Zeug" zu mehr, mit den schlummernden Möglichkeiten zu begrenzter Moorregeneration. Allein das Wasser müsste im Moor bleiben.
Kraniche haben diese halbnasse Wildnis seit einiger Zeit entdeckt, der Habicht schon lange, Waldschnepfe und Turteltaube auch, und – nicht bei allen beliebt – das Damwild, das hier in großer Zahl ruhige Einstände hat. Und natürlich gibt es hier auch Wuchsorte gefährdeter Pflanzen.
Ganz anders dann der Feuchtwaldkomplex Dubenhorn auf der anderen Seite des Feldweges Richtung Halvesbostel. Hier steht z. T. sehr nasser Erlenbruchwald mit fließenden Übergängen zu Erlen-Eschen-
und Eichen-Birkenwaldarealen. Auf humosem lehmig-tonigem Boden gibt es hier auch einen Eichen-Hainbuchenkomplex mit herrlicher Frühblüher-Flora.
Diesen Feuchtwald, mit dem Flurnamen Dubenhorn in der Flurkarte, berührten wir nur an seiner südlichen Flanke, folgten dem Feldweg in Richtung des Ahrensberges bei Halvesbostel und entdeckten am Waldrand eine alte, mächtige Kiefer mit einem vielleicht 80 – 100 Jahre alten Efeustamm an der Seite, dessen grünes Laubdach kraftvoll aus den Freiräumen der Kiefernkrone herausquillt. Ein imposanter Anblick, von den meisten Vorübergehenden wohl kaum bemerkt.
In der anschließenden Feldmark südlich von Halvesbostel haben wir dann den „Wendepunkt" unserer Wanderung erreicht. Von nun an ging es sachte bergab, der Niederung des Mastbruches bei Heidenau entgegen und daher auch stetig auf schnurgeradem Feldweg der Autobahn entgegen, deren kontinuierlich wummernde Geräuschkulisse uns während der gesamten Exkursion begleitete – mal mehr, mal weniger – eine nicht zu unterschätzende Dauerbelastung dieses schönen Landstriches.
Rohrammer, Kuhstelze, Turmfalke, Mäusebussard und der Ruf der Wachtel begleitete unseren Weg zwischen Getreide- u. Maisfeldern und Wiesen und Weiden. Auf der westlichen Seite war hinter den Feldern der östliche Rand des Thörenwaldes zu sehen . Ansehnliche Gagelstrauch-Gebüsche und Kriechweidenexemplare am Wegesrand verdienten unsere Aufmerksamkeit.
Der Weg zog sich jetzt in die Länge, nicht nur für die drei Ausdauer zeigenden Voigtländer-Kinder, sondern auch für so manchen von uns „Großen".
Drohende schwarze Wolken machten uns dann Beine auf der letzten Etappe, vorbei an der Bruchheide. Sie machte noch vor 20 Jahren ihrem Namen alle Ehre, trägt heute aber ein Birkenwäldchen mit einer kleinen restlichen halboffenen Grasfläche.
Große Regentropfen beschleunigten den Schritt noch einmal. Ein kurzer Stopp unter großen Eichen an vier 40 Jahre alten Stauden des seltenen Königsfarns im Graben am Wegesrand. Es gibt auch Beständigkeit – trotz aller Gefährdungen. Ein würdiger Abschluss einer ca. 3stündigen Exkursion.

Längs des Dohrener Mühlenbaches
Oder: Wenn ein Heidebach über seine Erfahrungen mit Menschen erzählen könnte…
Der Wetterbericht hatte eine richtige Vorhersage gemacht: Der 31. August 2008 wurde ein warmer Spätsommertag ohne Regen. An diesem Tag trafen sich ca. 30 Mitglieder und Gäste des AKN am Julius-Neuendorf- Heim in Dohren. Von hier startete eine naturkundliche Wanderung längs des Dohrener Mühlenbaches in Richtung Este. Nach der Begrüßung der Anwesenden erläuterte Reinhard Kempe mit farbig gestalteten Karten die geplante Wegstrecke. Dieses Fließgewässer hat zwei verschiedene Namen: in Tostedt, wo es nahe der B 75 (Lindenstraße) entspringt, trägt es die Bezeichnung Töste und danach heißt es Mühlenbach. Die Herkunft des Namens liegt noch im geschichtlichen Dunkel. Der Mühlenbach und seine Aubereiche gehören zum FFH-Gebiet 36: „Este, Bötersheimer Heide, Glüsinger Bruch und Osterbruch" und haben aus diesem Grunde einen besonderen Schutzstatus. Aber die Wirklichkeit sieht zum Teil noch anders aus. In der Vergangenheit wurden in der Nähe des Baches mehrere Fischteiche angelegt und der Bachlauf wurde begradigt mit der Folge, dass die Strömungsgeschwindigkeit zunahm und damit die Erosionskraft stieg. Dieses führte zu einer Vertiefung des Bachbettes und zur Bildung von Abbruchkanten und instabilen Böschungen Das bedeutete eine ökologische Verschlechterung (u.a. Sandverfrachtung) des ursprünglich mäandrierenden Baches mit Gleit- und Prallhängen und verschiedenen Strömungsbereichen (Turbulenzen und Strömungsruhen).Der Dohrener Mühlenbach durchfließt die Ausläufer der Stader Geest und mündet nordwestlich von Bötersheim in die Este.
Die an den Bach grenzenden Brachflächen waren früher Ackerflächen und sind heute eine ökologische Bereicherung, da sich auf den nährstoffarmen Böden dank fehlender Düngung und Spritzmittel im Laufe der Zeit Magerrasenpflanzen entwickeln können. Als Indikator kann das kleine Sandglöckchen angesehen werden. Als Schandflecke in der offenen Landschaft sind die wilden Ablagerungen organischen Materials (wie Grünabfälle) auf den mageren Heiderandflächen zu werten. Wie auch an anderen Stellen in der Samtgemeinde breitet sich - beson-ders in der Nähe von Fließgewässern - das Drüsige (oder Indische) Springkraut (Impatiens glandulifera) aus und verdrängt die heimische Pflanzenwelt.
Am Wegesrand fanden wir die Nestbauten der Wegwespe, die ihre Unterkünfte an sonnigen Hängen anlegt und die Larven mit gelähmten Beuteinsekten füttert. Dieses Prinzip der ökologischen Schädlingsbekämpfung praktizieren Obst- und Gemüsebauern und verzichten so auf Insektizide.
Zur Pflege einer kleinen Heidefläche am Mühlenbach wurden vor Jahren noch Heidschnucken verwendet, für die auch ein massives Stallgebäude errichtet wurde; die Heidschnucken gibt es schon lange nicht mehr. Die Heidepflege erfolgt jetzt durch Mahd, so dass eine Sukzession z.B. durch Birkenanflug verhindert wird.
An einem Eichenstamm hatten sich Exemplare der gelben Blattflechte (Xanthoria parietina) angesiedelt. Bei Flechten handelt es sich um Doppelwesen aus Pilzen und Algen, die in Symbiose zusammenleben. Einige Arten sind wichtige Indikatoren für die Luftqualität; allerdings ist diese Flechtenart stickstoffresistent, d.h. sie erträgt bzw. profitiert von erhöhten Konzentrationen von Stickstoffverbindungen wie Ammoniak und Stickoxiden.
Über eine provisorische Brücke überquerte die Gruppe die Abbruchkante der Aue und den Mühlenbach. Um die Struktur dieses Gewässers zu verbessern und die Sandablagerungen zu verringern, helfen flächenhafte Kiesablagerungen (Rauschen), die auch als Laichplätze (z.B. von Forellen) angenommen werden. Die Rauschen sind wichtig für die Belüftung des Fließgewässers und erhöhen die Selbstreinigungskraft. Für frisch geschlüpfte Fischlarven sind Verstecke wie Totholz, Baumwurzeln und überhängende und strömungsberuhigte Kleinräume sehr wichtig. Wenn an einigen Stellen mit lehmartigem Ufermaterial ein Steilufer entsteht, besteht für den selten gewordenen Eisvogel die Möglichkeit, Neströhren für die Jungenaufzucht zu bauen.
Da sich längs des Baches Viehweiden erstrecken, sind Pumptränken für die Wasserversorgung der Tiere positiv zu sehen, denn auf diese Weise werden die ufernahen Bereiche nicht durch Huftritte zerstört und es gelangt kein Kot bzw. Urin in das Gewässer. Auch sollte die Abzäunung einige Meter vom Ufersaum entfernt sein, damit sich das Ufer begleitende Grün ungestört entwickeln kann. Zur Verbesserung eines Bachlaufes tragen auch abschnittsweise Anpflanzungen von standorttypischen Bäumen (wie z.B. Schwarzerlen) bei. Durch die Beschattung wird das Pflanzenwachstum im Gewässer bzw. der Uferpflanzen begrenzt. Die Wurzeln der Bäume sichern das Ufer vor Erosion und bieten Verstecke der im und am Wasser lebenden Tiere. Für die Vogelwelt sind die Erlensamen Winternahrung und in den Altbäumen können Höhlenbrüter Nester bauen.

Nachdem die Wandergruppe den breiten Sandweg Bötersheim – Seggernhoff erreicht hatte, ging es zurück nach Dohren. Im Garten des o.g. Heimes gab es im Schatten alter Bäume ein gemütliches Zusammensein mit (gespendeten) Speisen und Getränken. Allen Beteiligten und besonders den Spendern sei herzlich gedankt.

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Auf eichenbeschattetem und gebüschreichem Feldweg ging es über die SG-Grenze hinaus

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Fruchtendes Wollgras im Munsmoor -

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die Exkursionsteilnehmer nehmen die Flora des Moores in Augenschein

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Alte, mächtige Kiefer mit einem vielleicht 80 – 100 Jahre alten Efeustamm

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Reinhard Kempe informiert die Exkursionsteilnehmer über die naturräumlichen Verhälnisse

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Der Mühlenbach ist Teil eines FFH-Gebiets

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In den naturnahen Abschnitten bietet der Mühlenbach Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere

Der Bach beginnt wieder zu mäandrieren und Steilabbrüche zu bilden - allerdings hat sich überall das Drüsige Springkraut ausgebreitet

An das Mühlenbachtal grenzen sandige Hügel der Stader Geest

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Der Aubereich des Mühlenbachs befindet sich teilweise in einem naturnahen Zustand, so wie hier bei der Querung

In gemütlicher Atmosphäre und bei gutem Essen gibt es viel zu erzählen

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Aus der Wümmeniederung
Bekanntes, Neues und Wichtiges

1. Obere und Untere Wümmeniederung
Mit der Bezeichnung Wümmeniederung ist für uns immer die Obere Wümmeniederung gemeint, noch konkreter das NSG und FFH-Gebiet Obere Wümmeniederung, das unsere Samtgemeinde von Ost nach West im Süden mit seinen rund 1.400 ha durchzieht, mal in respektabler Breite (südl. von Otter), mal schmal, auf die Auwälder beschränkt, die die Wümme begleiten.
Mit Blick auf das ganze wunderschöne Flüsschen Wümme spricht man von der eigentlichen Wümmeniederung im Raum Ottersberg/Fischerhude, wo sich die Wümme in drei parallel verlaufende Hauptarme aufspaltet, die dann weiter westlich wieder zusammenfließen. Diese Untere Wümmeniederung wird noch durch Ebbe und Flut stark beeinflusst und stellt ein wichtiges Überschwemmungsgebiet dar, denn bei grundsätzlich geringem Gefälle der Wümme kommt es hier leicht zum Rückstau von Wasser. Im Bereich der Unteren Wümmeniederung wird seit 1992 ein Naturschutzprojekt von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung verwirklicht.
Ziele: großräumige Überschwemmungsgebiete, naturnahe Gewässerläufe, das Zulassen von natürlicher Dynamik und Herausnahme intensiver Bewirtschaftungsformen.
Genau das hat in „unserer" Oberen Wümmeniederung in den letzten 2 Jahrzehnten auch stattgefunden – mit großem Erfolg, wie wir alle wissen.
Natürlich ist die Wümme hier am Oberlauf nicht mehr von den Gezeiten beeinflusst, großräumige Überschwemmungen bleiben daher aus. Aber wir alle kennen auch in unserer näheren Umgebung die überschwemmten Wümmewiesen an der B 75 bei Königsmoor mit der Gefährdung der deplatzierten Wohnsiedlung Wümme-park. Auch vor Rotenburg gibt es regelmäßig große Überschwemmungsflächen.
Der Wümmelauf steht (fast) in seiner gesamten Länge unter Naturschutz, gehört mit seinen 156 km als FFH-Gebiet zum Europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000. Bei uns gilt das vom Gemeindeteil Ottermoor im Südosten der Samtgemeinde bis zum Ortsteil Wümme an der B 75 im Südwesten.

2. Alte und Neue Projekte
Die Wiedervernässung des Großen Torfmoores
südlich von Otter verläuft mit einer spannenden und beachtlichen Dynamik. Es entwickelt sich eine vielschichtige Wasserwildnis mit einem reichen Mosaik von (meist) unzugänglichen Lebensräumen, die auch in dieser Hinsicht anspruchvollen Tierarten Ruhe- und Lebensraum bieten, wie z.B. Waldwasserläufer, Bekassine, Wachtelkönig (letztere in den Randbereichen) u.v.a.

Die Schaffung neuer Wiesentümpel auf kreis- bzw. landeseigenen Flächen von Herbst 2006 und 2007 hat im September 2008 ihre Fortsetzung gefunden.
Entstanden rund um das Große Torfmoor in den beiden vergangenen Jahren fünf neue Tümpel bzw. Weiher, so waren es in 2008 sechs, zwei größere Weiher und vier kleinere Tümpel, im Umfeld der Riepshofer Wümmebrücke. Dort wurden auch zwei wasserreiche Gräben gekammert mit großem Spontaneffekt für die umliegenden Wildwuchs- und Bruchwaldzonen.
Weiterhin wurden die starren Formen zweier pflanzen- und tierfeindlicher, ziemlich verkommener Fischteiche bei Schiel aufgebrochen. Sie bieten sich jetzt als offene, flachufrige Stillgewässer einer vielfältigen Besiedlung an. Mal schauen, was kommt!
Herr Stutzmann vom NLWKN (Niedersächsisches Landesamt für Wassser, Küstenschutz und Naturschutz), regionaler Sitz Lüneburg, hatte die Federführung. Eine gute Zusammenarbeit einmal mehr zwischen den Naturschutzverwaltungen des Kreises (Herr Hirt), des Landes (Herr Stutzmann) und dem AKN. Aber was wäre diese gute planerische Zusammenarbeit in diesem Falle wert ohne – einmal mehr! – die Umsicht und das Einfühlungsvermögen von Günther Rathjen auf dem 20-t-Bagger der Firma Pankop aus Tostedt!

Die Renaturierung des Todtgrabens südlich von Otter hat jetzt (Ende 2008) ihr erstes aufregendes Jahr hinter sich.
Mehrere Stark- und Dauerregenereignisse haben seit Herbst 2007 keinen Kiesel bei dem anderen gelassen. Das gesamte Kiesbett wurde mehrfach durchmischt, verlagert, auch übersandet, wieder freigelegt.
Das Wasser mit seiner z.T. gewaltigen Formungskraft hat die Regie übernommen. Unmissverständlich wurden auch die Schwächen der planenden Ingenieurskunst und die der Wasserbauer aufgedeckt.
Nachbesserungen wurden bereits in der Niedrigwasserzeit des Sommers durchgeführt. Manches Problem bleibt noch offen. Dazu gehören mit Sicherheit der Sandfang bei Otter, die Einmündung des Hellstegegrabens in den Todtgraben am Bruchweg und der (zu) enge Durchlass unter der Kreisstraße.
Die Niedrigwasserphasen im Sommer 08 und Begehungen bei verschiedenen Mittelwasserlagen zeigten aber auch dieses alles: Die Strukturvielfalt am und im Bachbett hat rasant zugenommen, Rauschen und Ruhigwasserzonen sind oft dicht beieinander, sind in Vielfalt vorhanden, erste kompakte Wasserpflanzenkomplexe erhöhen die Dynamik des Wasserstromes, des Gerinnes. Eine (erwartete) Pflanzenvielfalt typischer Fließgewässerarten kündigt sich an, allerdings auch eine (vorrübergehende?) Massenentwicklung der Schlauchalge (Vaucheria spec.), die in bestimmten Abschnitten feste Teppiche an den Ufern im ruhigen Wasser und meterlange Fadensysteme am Rande der Flutrinne ausgebildet hat.
Immer wieder und z.T. in großer Zahl schwimmen kleine Fische über den Kieseln gegen den Strom. Die Beobachtung von Eisvogel, Schwarzstorch und Waldwasserläufer sind dabei eindeutige Signale, ebenso wie erste Vertreter der Prachtlibellen, denen u.a. wohl noch die überhängende Ufervegetation fehlte im ersten Jahr.

Hier am Todtgraben ist einiges in Bewegung gekommen. Dem Beobachter leuchten dabei großartig die hochragenden auffälligen Blütenstände des Drüsigen Springkrautes entgegen. Die Schönheit und Insektenfreundlichkeit dieser Invasionspflanze können aber nicht über ihre Verdrängungskraft gegenüber einheimischen niedrigen Ufer- und Auenpflanzen hinwegtäuschen. Ihre Samen sind durch die Hochwasser auch in Bewegung gekommen, bachabwärts, und fanden im ersten Jahr nach den Arbeiten konkurrenzlose Keimungsbedingungen auf den rohen Böden vor. Auch für die Zukunft und nicht nur am Todtgraben besteht hier durchaus eine Problemsituation an unseren Bachläufen.

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Die Wümme mit Oberer und Unterer Wümmeniederung (verändert aus „Die Wümme", Hrsg. W.-D. Stock, Fischerhude 2005) - Zum Vergrößern bitte anklicken!

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Neu angelegter Tümpel:
oben im Herbst 2007, unten im Oktober 2008

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Ökologisch verarmter Fischteich bei Schiel (oben), nach der Umwandlung 2008: vielfältige Uferstrukturen warten auf ihre Besiedlung (unten)

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Der Todtgraben: Das frische Kiesbett Herbst 2007 (li), nach dem ersten Hochwasser Frühj. 2008 (mi), bei Niedrigwasser Oktober 2008 (re)

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Fachgespräch am Rande: (v.l.) Reinhard Kempe, Bernhard Stutzmann, Günther Knabe

[Inhalt]

 

Am Otterberg
Schmetterlinge, Grashüpfer und andere Bewohner

Am10.07.08 starteten wir mit 9 Personen zur Donnerstagsexkursion zum Otterberg, um uns die Magerrasenflächen anzusehen. Das Wetter war trübe und regnerisch, aber es hielt uns nicht davon ab, mit Freude dabei zu sein. Große Flächen von Silbergrasbeständen erwarteten uns, daneben Flächen mit den blauen Köpfchen des Bergsandglöckchens. Auch der für diese Art Boden typische Kleine Sauerampfer war reichlich vorhanden, ebenso wie das Ackerstiefmütterchen und das Dreifarbige Stiefmütterchen. Als Highlight entdeckten wir neben anderen Grashüpfern und Beißschrecken auch zwei Warzenbeißer (Decticus verrucivorus).
Relativ früh auf unserem Weg beobachteten wir einen schwarzweißen Schmetterling und zwar einen Schachbrettfalter (Melanargia galathea), den ich in unserer Gegend noch nicht gesehen hatte, nur in Süd- und Südosteuropa. Ich freute mich darüber sehr und war erst recht begeistert, als wir zu einem reichblütigen Busch Dost kamen, auf dem zahlreiche dieser Falter saßen. Leider hatte ich meinen Fotoapparat vergessen, worüber ich ein wenig traurig war und ich beschloss, so schnell wie möglich noch einmal hinzufahren.
Unsere Exkursion ging dann auch zu Ende und auf dem Rückweg entdeckten wir im Gebüsch noch ein Federgeistchen, einen überaus zarten Kleinschmetterling.

Am15.07. schwang ich mich aufs Fahrrad und hoffte sehr, die schönen Schachbrettfalter noch anzutreffen, um Bilder von ihnen zu machen. Meine Hoffnung und meine Erwartung wurden noch übertroffen von dem, was sich mir dort zeigte. Schon auf dem Weg zum Dost begegneten mir einige dieser Falter, aber dort angekommen, schwirrte es nur so. Auf dem Busch tummelten sich, neben einigen Großen Ochsenaugen (Maniola jurtina), 15 bis 20 Schachbrettfalter und ließen sich auch gar nicht aus der Ruhe bringen. Ich ließ mich vor diesem Busch nieder und sah glücklich diesem Geflatter zu. Dann machte ich Aufnahmen von ihnen, und auch das störte sie nicht.
Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich auch noch zwei Grünwidderchen, die sich mit Hummeln um die Blüten zankten. Auf dem Rückweg flog vor mir ein Kleinschmetterling, den ich mir nicht entgehen lassen wollte. Es war ein hübscher Purpurspanner, ein Männchen mit gesägten Fühlern. Zufrieden mit dem, was ich erlebt hatte, fuhr ich nach Hause.

Dort schaute ich in meinen Kosmos Schmetterlingsführer, um mehr über die Schachbrettfalter zu erfahren: Er gehört zu den Edelfaltern und dort zur Unterfamilie der Augenfalter. Weiter heißt es, dass eine deutliche Ausbreitungstendenz im norddeutschen Raum stattfindet, während er in einigen anderen Gegenden im Rückgang begriffen ist.
Da das Wetter am nächsten Tag sehr schön war, beschloss ich noch einmal hinzufahren und erlebte das gleiche Schauspiel. Nur waren dieses Mal noch mehr Grünwidderchen, Männchen und Weibchen, wie auch mehr Ochsenaugen und mehrere Falter vom Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperanthus) da, die aber scheuer waren als die Schachbrettfalter.

Nun vergingen 14 Tage, bevor ich am 03.08. mich wieder auf den Weg machte. Diesmal entdeckte ich gleich zu Anfang einen kleinen gescheckten Falter, der mir unbekannt war. Mit sehr viel Geduld sind mir dann ein paar sehr deutliche Aufnahmen gelungen. Ebenfalls sah ich einen kleinen Falter fliegen, der Ähnlichkeit hatte mit dem Großen Ochsenauge. Auch er war nicht bereit, sich ohne Mühe fotografieren zu lassen. Ganz viele kleine Purpurspanner waren außerdem unterwegs. An meinem Dostbusch angekommen, dessen Blüten zur Neige gingen, saßen noch zwei Schachbrettfalter. Auf meinem weiteren Weg wartete noch eine Überraschung, nämlich noch ein kleiner hübscher, mir unbekannter Falter, von dem mir auch eine Aufnahme gelang.
So machte ich mich auf den Weg nach Hause, um mehr über meine Ausbeute zu erfahren. Der kleine gescheckte Falter war ein Kleiner Perlmuttfalter (Argynnis lathonia), dessen Raupen sich vom Acker-und Dreifarbigen Stiefmütterchen ernähren, von denen es dort reichlich gibt. Der kleine Augenfalter war das Kleine Wiesenvögelchen oder auch Kleiner Heufalter (Coenonympha pamphilus) und der letzte meiner Entdeckungen war der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas), dessen Raupen sich von Sauerampferpflanzen ernähren, die dort ebenfalls reichlich vorhanden sind.

Einige Male noch war ich auf dem Otterberg , einmal noch sah ich einen Kleinen Perlmuttfalter, hier und da ein Ochsenauge und dann waren die Schmetterlinge verschwunden. Auch auf Wiesen und Feldern und in den Gärten sah ich kaum noch welche, auch mein Schmetterlingsflieder blieb leer und ich hoffe, dass die Schmetterlinge im nächsten Jahr wieder zahlreich erscheinen, um unser Leben reicher und bunter zu machen.

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Der seltene Warzenbeißer, hier ein Weibchen, ein Bewohner von Heide und Trockenrasen

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Der schwarzweiß gezeichnete Schachbrettfalter besucht gerne den Dost

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Der Kleine Heufalter, auch Kleines Wiesenvögelchen genannt

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Der Purpurspanner und das Grünwidderchen trifft man auf Magerrasen an

[Inhalt]

 

Weitere Flug-Wanderer aus dem Süden
Neue Libellenarten im Norden
Die Beobachtungen der Frühen Heidelibelle (Sympetrum fonscolombii) bei Heidenau von Uwe Quante (siehe in Heft 2/07, S.11) passt zu dem deutschlandweit registrierten Befund, dass südeuropäische Arten ihr Ausbreitungsgebiet nach Norden erweitern. Aus bisherigen „Kampfzonen" können dann schrittweise – natürlich immer wieder mit Rückschlägen bei klimatischen Einbrüchen - dauerhaft besiedelte Fortpflanzungsräume werden (siehe auch Heft 1/08) .
Also, (Libellen)Freunde, Augen auf! Denn dazu gibt es Neues zu berichten:
Da saß sie plötzlich vor uns am Boden, auf einem Torfsockel im Großen Moor in der Mittagshitze, am 13.7. diesen Jahres: Eine Libelle, der ganze Körper feuerrot, auch die großen Augen. Kräftiger als unsere Heidelibellen, mit auffallend abgeflachtem Hinterleib. Der erste ganz vorsichtige Fangversuch mit dem Kescher gelang. Eine Serie von Aufnahmen war schon gesichert. Jutta und ich hatten eine solche Libelle noch nicht lebend in unserer Region gesehen, vom Buch schien sie mir bekannt. Und ein Blick in das Bestimmungsbuch – die Libelle auf der Hand – sagte dann sofort eindeutig: Eine Feuerlibelle (Crocothemis erythraea). Das Moor ist nicht der natürliche Lebensraum dieser Mittelmeerlibelle, die als ausgesprochene Wanderlibelle gilt.
Sie bevorzugt in ihren südlichen Verbreitungsgebieten Sandgrubengewässer, auch Altwässer und Gräben. Hier im Großen Moor mag es die intensive Wärmeeinstrahlung auf einen kurzrasigen Torfsockel mit einer hohen Bodenerwärmung gewesen sein, was sie zu einem Verweilen veranlasst haben könnte – ob für Stunden, Tage oder gar eine Woche und mehr – wer weiß. Wir trafen bei unserem weiteren Rundgang noch eine zweite Feuerlibelle an. Aber vielleicht war es ja auch dieselbe von vorhin. Noch einmal gelangen mehrere Aufnahmen – auch aus großer Nähe.
Die Feuerlibelle ist als Segellibelle nahe verwandt mit unseren Blaupfeilen und Heidelibellen und zeigt Merkmale von beiden. Auffällig neben ihrer Farbe ist die Haltung der beiden Flügelpaare während des Sitzens am Boden. Die Tragflächen werden stark angewinkelt, fast senkrecht gestellt und zugleich seitlich des Kopfes nach vorn gestreckt. Der Kopf vollzieht währenddessen ständig ruckartige Bewegungen.
Die Feuerlibelle fliegt – das ist seit langem bekannt – jährlich aus dem Mittelmeerraum nach Süddeutschland, nach Mitteleuropa ein. Sie hat bisher nachweislich aber wohl nur in der Oberrheinischen Tiefebene über Jahre hinweg mit bodenständigen Populationen Fuß fassen könnnen. Mit den auch in Zukunft verstärkt zu erwartenden milden Wintern mag sich das ändern. In der Literatur wird die Feuerlibelle bisher als Vermehrungsgast bezeichnet.

Über dieses Stadium ist eine zarte Schlanklibelle, das Kleine Granatauge (Erythromma viridulum), längst hinaus. Am 7. Und 8. August diesen Jahres fand ich an dem vom AKN neu geschaffenen Wiesentümpel am Nordrand des Großen Moores mindestens 10 Paare dieser schönen Libelle eifrig bei der Eiablage. Millimeterdicht über der Wasseroberfläche flogen die Paarungsketten emsig hin und her. Einerseits auf der Suche nach geeigneten Eiablageplätzen, die hier noch rar sind. Andererseits diese auch immer wieder heftig verteidigend, auch gegen andere Arten, wie die Azurjungfern. Begehrt waren die noch kleinen schwimmenden Torfmoosinseln und - nahe am Ufer – die dort aufwachsenden Torfmoosflecken. Stets mussten die kleinen „Köpfe" der Torfmoospflänzchen wenigsten einige Millimeter über die Wasseroberfläche hinausragen.
Dann – nach dem Anflug – ging das Weibchen fast unverzüglich durch Krümmung des Hinterleibes unter die Wasseroberfläche – zur Eiablage über. Nie lange, oft nur 10 bis 15 Sekunden, dann ging es zum nächsten Anflugort oder ein fremder Eindringling wurde verfolgt.
Die rotbraunen Augen haben dieser Art den Namen gegeben. Auffällig bei den Männchen sind je ein blaues Segment am Anfang und am Ende des Hinterleibes.
Zur Verständlichkeit sei erwähnt, dass es bei uns noch eine zweite Art dieser Gattung gibt, das Große Granatauge, nur wenig größer und von ähnlichem Aussehen, aber deutlich häufiger an Teichen und Seen mit reichen Schwimmblattzonen.
Das Kleine Granatauge hat sich aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa in breiter Front ausgebreitet. Das begann aber schon in den 90er Jahren. Vorher gab es hier aus dem Norden, einschließlich Schleswig-Holsteins, nur Einzelfunde an wärmeklimatisch bevorzugten Gewässern. Eine stetige Zunahme, seit Ende der 80er Jahre, hat auch Werner Burkart für den Kreis Rotenburg festgestellt. Für mich war die Beobachtung dieser Wärme liebenden Libelle am Wiesenweiher auf der Fläche der Loki-Schmidt-Stiftung die erste Begegnung mit dieser Art in unserer Region.

Literatur:
Wolfgang Dreyer (1986): Die Libellen; Gerstenberg-Verlag
Heiko Bellmann (1987): Libellen; ; Neumann-Neudamm
Werner Burkart/ Wolfgang Lopau (2000): Libellen im Landkreis Rotenburg, Stiftung Naturschutz im Ldkrs. R/Wümme:

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Männchen der Feuerlibelle

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Paarungskette und Eiablage des Kleinen Granatauges (re. Männchen)

 

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Der Tag, der unvergesslich wurde –
Die Rettung eines Liebespaares
Liebe FreundInnen und Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz in der Samtgemeinde Tostedt e.V.!
Als Zivildienstleistender im Umwelt- und Naturschutzbereich der eben genannten Gemeinde kann ich nicht umhin, Ihnen und Euch an dieser Stelle von einem heldenhaften Mitbürger zu berichten, der durch seine Rücksicht und seinen selbstlosen Einsatz nicht nur zwei Leben gerettet, sondern auch ohne zu zögern und wohl unbewusst zum Erhalt der Vielfalt der örtlichen Fauna beigetragen hat - nicht im Sinne seines Dienstes, der quasi eine verpflichtende Bindung zur Natur schafft, sondern aus grenzenloser Liebe zur Schöpfung des Herrn. Wer an dieser Stelle denken mag, dass ich übertreibe, der hätte an jenem nun schon etwas zurückliegenden Sommermorgen mit uns unterwegs sein sollen, um im Riepshofer Weg (Tostedt) das Grünflächenkataster der Gemeinde zu erneuern!
Es wäre ihm ebenso gegangen wie mir, der nichts ahnend die Karten studierte, als plötzlich der Kleinbus unter kreischenden Reifen auf die Seite zu kippen schien, mir schier die Luft aus den Lungen getrieben wurde und ich – ein entsetztes wie luftloses Keuchen ausstoßend – gegen die leider nicht so elastisch wie gewünschte Türverkleidung prallte, um mir schmerzhaft auf die Zunge zu beißen.
Ich rechnete mit dem Schlimmsten, malte mir die übelsten Bilder aus, die von einem bewusstlosen Fahrer des offensichtlich außer Kontrolle geratenen Gefährts bis hin zu einem blutüberströmten Körper auf der Straße reichten... doch konnte ich nach einem schnellen Blick zur Seite zumindest die erste Schreckensvision aus meinen Gedanken verbannen, denn kein Mensch saß mit so vom Schock geweiteten Augen da, sofern er tatsächlich bewusstlos war. Also doch ein Unfall? – Der Schreck war unwahrscheinlich!
Doch hatte ich einen Knall gehört? Das Aufschreien eines Menschen? Das Kreischen von Bremsen, die nicht die unseren waren?
Ich schloss die Augen, die vergangenen Sekunden rauschten in einer durcheinander wallenden Bilderfolge durch meinen Verstand. Kein Knall. Kein Schrei. Kein Kreischen. Langsam öffnete ich die Augen also wieder und blickte auf die Straße. Nichts! Oder doch? War da nicht etwas? Unsicher blickte ich zu Alex – und ja, tatsächlich, auch er starrte auf diesen undefinierbaren Punkt auf der asphaltierten Straße...
Das Geräusch seines Türgriffs riss mich aus meinen Gedanken, auch ich stieg aus. Automatisch steuerten uns unsere Schritte zu diesem Punkt, von dem wir nicht wussten, was es war.
Und dann sahen wir es!
Scheinbar waren sie ein Liebespaar – oder Verwandte – oder nur Kumpels? Na ja, wo war da der Unterschied, zwischen Kumpels und Freund und Freundin, also Liebespaar? Waren sie nicht Mann und Frau zugleich?
Eine ganze Weile standen wir so da und beobachteten, was langsam über die Straße kroch. Es war wunderbar, denn etwas derartiges hatten wir noch nie zuvor gesehen. Einzeln, ja, aber zu zweit? Nebeneinander, als würden sie sich begleiten? Wohin waren sie auf dem Weg? Krochen sie wirklich nur so rum oder hatten sie in Wahrheit tatsächlich ein Ziel? Wir wussten es nicht. Wir hielten einfach den Moment mit der Kamera fest – um ihn unvergesslich zu machen. Dann trugen wir sie auf die andere Straßenseite.
Die Weinbergschnecken suchten sich langsam, unglaublich langsam, aber doch irgendwie zielstrebig ihren Weg. Gemeinsam. Und auch wenn es nicht hörbar war, schienen sie irgendwie ‚Danke!‘ zu sagen. Besonders Alexander Eich. Obwohl er nur das tat, was jeder von uns tun könnte: Vorausschauend fahren. Der Umwelt zuliebe.

P.S. Die Weinbergschnecke ist eine kalkstete Art und daher in Nordwest-Deutschland relativ selten. Durch Verschleppung gerät sie neuerdings auch in andere Landschaftsteile, so dass man sie zunehmend außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes antrifft. Die Wanddicke des Schneckenhauses ist vom Kalkangebot abhängig.

 

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Das „Liebespaar" auf gefährlichem Terrain

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Was blüht denn da?
Seltene Pflanzen in Tostedt

Mitte Juli kam ich auf einem meiner Spaziergänge zum Schulgelände am Düvelshöpen. Dieses liegt dicht an der Kleinbahn, und direkt hinter der sorgfältig gemähten Wiese des zum Schulgelände gehörenden Abschnittes befindet sich ein durch Pfähle abgetrennter, schmaler, etwa 15 Meter langer Streifen naturbelassenes Gelände, das bis an die Bahn reicht. Angezogen wurde ich von einem angenehmen Duft. Als ich näher kam, erkannte ich zu meinem Erstaunen die quirligen gelben Blütenstände des Echten Labkrauts (Galium verum), für mich die erste Entdeckung im Bereich Tostedt und dazu noch ausgesprochen reichlich. Damit aber noch nicht genug der Überraschung, denn ebenfalls reichlich vorhanden war die Wiesenflockenblume (Centaurea jacea), die ich aus der Entfernung zuerst für Disteln gehalten hatte. Auch diese Pflanze ist in unserer Umgebung nicht häufig anzutreffen. Mir sind zur Zeit nur drei Standorte bekannt. Die Blütenkörbchen der Flockenblume werden gerne von Schmetterlingen aufgesucht und für einige Raupen von Tag- und Nachtfaltern ist sie die Futterpflanze. Außerdem gab es einen kleinen Bestand des Wilden Dostes (Origanum vulgare), der gut zu dieser Pflanzengesellschaft passt und auch gerne von Insekten besucht wird. Alle drei Arten lieben warme, lichtreiche Standorte auf lehmig-humosem, gern auch auf etwas kalkhaltigem Boden. Solche Bedingungen sind in Nordwestdeutschland selten, an der Bahnlinie im Bereich des Düvelshöpen mit lehmigem Grund aber offenbar gegeben. Ein schönes Beispiel dafür, dass uns Pflanzen zeigen, was im Boden steckt.

Ein schönes Fleckchen Erde. So kann man auch direkt um die Ecke interessante Entdeckungen machen.

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Mit der Kornblume eng verwandt: Die Gemeine Flockenblume

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Ein kräftiger Bestand des Echten Labkrauts

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Aktivitäten des AKN im Sommerhalbjahr 2008
Begehungen, Bereisungen, Treffen, Sitzungen, Arbeits- und Pflegeeinsätze
Mi. 07.05.08: E-Zaun-Instandsetzung auf der Lungenenzian-Weide,

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Nach dem Mähen: Abräumen am Schmokbach

 

Di. 27.05.08: Sitzung des Planungs- u. Umwelt-Ausschusses der Gemeinde Tostedt,
So. 15.06.08: 1. AKN-Exkursion: Munsmoor u. U., Hollinde,
So. 22.06.08: AKN-Info-Stand beim Hoffest/Wörme,
Do.26.06.08: 3. Donnerstag-Exkursion (Weller Sandgrube),
Fr. 27.06.08: Treffen mit Nabu-Vertretern am Hillenberg/ Kakenstorf (Maßnahmenbesprechung auf der Nabu-Brachfläche),
Sa. 28.06.08: AKN-Infostand auf dem Bürgerfest in Tostedt,
Mi. 02.07.08: Erneuerung u. Ausmähen des E-Zaunes um den Dallmann-Tümpel herum,
Do. 10.07.08: 4. Donnerstag-Exkursion (Südhang Otterberg),
Mi. 23.07.08: Begehung des Eichenkrattwaldes bei Handeloh auf Initiative des Landkreises (Herr Böttcher) mit mehreren Vertretern der HWW (Eigentümer d. Fl.), der Forst u. dem AKN (s. Kurzbericht im Heft),
Do. 31.07.08: 5. Donnerstag-Exkursion (Condor-Gelände/Heidenau),


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Immer noch oder schon wieder gute Laune - nach der Arbeit am Schmokbach

Mo. 04.08.08: a) Lagebesprechung auf unserer Pachtweide am Wistedter Berg
b) Mäharbeiten an den Dittmer-Teichen,
Fr. 08.08.08: Aufstellen der Obstbaum-Infotafel am Kauers Wittmoor,
Di. 12.08.08: Errichtung einer einfachen Zaunsperre am Brachacker Ottermoor gegen das Befahren durch die Jagdberechtigten,
Do. 14.0.08: 6. Donnerstag-Exkursion ( Schmokbach-Areal/Neddernhof),
Mo. 18.08.08: Ausmähen der Quellbachufer auf der Pachtweide Wistedter Berg,
Do. 21.08.08: Abräumen des Mähgutes am Wistedter Berg,
Fr. 22.08.08: Pflege des Equinox-Hügels am Schmokbach,
Mo.25.08.08: a) Ausmähen der Bachränder am Schmokbach (1. Teil)
b) Vorexkursion Dohrener Mühlenbach,
Di 26.08.08: Begehung der Bahnlinienrandstreifen südl. von Handeloh mit Botanikern des NLWKN (Nieders. Landesamt für..... u. Naturschutz) Ziel: Schutz der Pflanzenbestände dort,
Do. 28.08.08: Zaunreparaturen auf einer unserer Pachtflächen am Dössel,
Sa. 30.08.08: Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 15jährigen Jubiläum des Naturkundlichen Museums u. der Schulungsstätte Handeloh von Herrn Dr. Hamann,
So. 31.08.08: 2. AKN-Exkursion: Dohrener Mühlenbach,
Do. 04.09.08: Freisägen der Teiche bei Schiel,

 

Fr. 05.09.08: Erstes Treffen mit Frau Bolz und den diesjährigen Zivildienstleistenden,
Mo.08.09.08: Abstimmungs-Begehung mit Herrn Hirt (Naturschutzabt. Ldkr. Harburg) im Everstorfer Moor,
Mi. 10.09.08: Einführungs-Tour mit den neuen Zivis zu ihren Arbeitsorten im Großen Moor, Ottermoor, auf den Poppenwischen,
Do.11.09.08: Sägearbeiten im Everstorfer Moor als Vorbereitung für die Baggerarbeiten zur Grabenkammerung,
Mo.15.09.08
bis Fr.19.9.08:
Betreuung der Baggerarbeiten in der Wümmeniederung,
Mo.15.09.08: Themen-Abend des erweiterten AKN-Vorstandes: Arbeitsmöglichkeiten mit Kindern u. Jugendlichen,
Mo.22. u. Di. 23.09.08: Betreuung der Baggerarbeiten zur Grabenkammerung im Everstorfer Moor,
Do.25.09.08: Mahd auf Pachtweide Wistedter Berg (Balkenmäher),
Fr. 26.09.08: Begehung verschiedener Flächen in der Wümmeniederung Tostedt-Land/Königsmoor mit dem Eigentümer, Herrn Rose,
So. 28.09.08: AKN-Infostand beim Hoffest Quellen,
So. 05.10.08: Betrifft Eichenkrattwald: Treffen mit dem Ehepaar Baur, Moosexperten aus Hamburg,
Mo. 06.10.08: Begehung des Todtschlattareals mit Nicola Matthies, Forstbe-triebsgemeinschaft Hollenstedt, zwecks Abstimmung von Maßnahmen,
Di. 07.10.08: Ausmähen der Schmokbachränder (2. Teil),
Mi. 08.10.08: Abstimmungs- u. Info-Begehung zu verschiedenen Projekten u. Flächen in d. SG Tostedt mit Herrn Gumz, Naturschutzabt. Ldkr. Harburg,
Do.16.10.08: Mahd und Abräumen auf den Poppenwischen bei den Dittmer-Teichen u. auf der Obstbaumfläche an d. Quellner Straße,
Sa.18.10.08: Begehung des Eichenkratts mit dem Pilzexperten Jörg Albers, Tostedt, zwecks Erfassung der Pilzflora dort,
Do. 23.10.08: Herbsttreffen der Handeloher Arbeitsgruppe,
Di. 28.10.08: a) Praktische Einführung der Zivis in die Arbeit im NSG Ottermoor
b) Ausmähen der Schmokbachränder (3. Teil),
c) Nieders. Naturschutz Akademie (NNA) Reinsehlen: Fachtagung zum Thema "Das Blaue Metropolnetz" im Großraum Hamburg (Gewässerentwicklung/Biotopvernetzung),
Mi. 29.10.08: Abräumen des Mähgutes am Schmokbach,
Di. 04.11.08: Begehung des Waldgeländes aus dem Antrag für den Bebauungsplan „B 33-Bahnhof" in Tostedt,

 

Mi. 05.11.08: Vorsägearbeiten für den Großeinsatz der Jugendfeuerwehr der SG Tostedt im Großen Moor,
Do. 06.11.08: Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses der Gemeinde Tostedt.

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