Liebe Mitglieder und Freunde des AKN,

In eigener Sache

Liebe Mitglieder und Freunde des AKN,

nun ist bereits der zweite Sommer im Leben des AKN vorrüber. Obwohl Arbeitseinsätze im Naturschutz nur im Winterhalbjahr durchgeführt werden können, war das Sommerhalbjahr keineswegs ruhig und frei von Arbeit. Im Gegenteil, es haben sich viele Dinge ereignet, vielfältige Aktivitäten des AKN wurden fortgeführt oder initiiert und neue Projekte angedacht und geprüft.

Die Zahl der Mitglieder ist inzwischen auf 48 gestiegen, und auch im letzten Halbjahr erhielt der AKN wieder verschiedene Spenden, von denen hier folgende erwähnt werden sollen: Herr Aldag hatte als Geschenke zu seinem Geburtstag um Geldspenden für den AKN gebeten. Auf diese Weise ergab sich eine bedeutende Summe, die an den Arbeitskreis überwiesen wurde. In Handeloh gin­gen auf einen Rundbrief hin diverse Spenden für den AKN ein. Allen Spendern sei herzlich gedankt.

Bemerkenswert ist sicherlich auch die Tatsache, daß der AKN einen Sponsor für die Durchführung einer Pflegemaßnahme gewonnen hat: Die Allianz-Versicherung, vertreten durch die örtliche Geschäftsstelle unter Leitung von Herrn Gerken, hat sich bereit erklärt, die Renaturierung des vom AKN in Wistedt gepachteten Teichs zu finanzieren. Die Vorarbeiten hierzu sind bereits abgeschlossen, so daß der Bagger im Laufe der nächsten Wochen zum Einsatz kommen kann. Näheres hierzu soll im nächsten Heft des AKN ausführlich dargestellt werden.

Als weitere Einnahme des AKN sei der Verkaufserlös des Wanderführers Handeloh genannt. Da dieses Büchlein aus Mitteln des Hamburg-Niedersachsen-Fonds und der Gemeinde Handeloh finanziert wurde, müssen die Einnahmen aus dem Verkauf einer Naturschutz-Organisation zufließen. Wir freuen uns, daß hierzu der AKN ausgewählt wurde.

Der Arbeitskreis wird in den nächsten 2 bis 3 Jahren durch Entkusselungsmaßnahmen im Everstorfer Moor ca. 7000 DM für den Naturschutz zur Verfügung haben, die von der Firma E-Plus zu entrichten sind. Das Telekommunikationsunternehmen hatte in der Vergangenheit Sendetürme errichtet, für die Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Diese werden vom AKN für E-Plus ausge­führt. Ein Hauptteil dieser Einnahmen ist allerdings bereits wieder ausgegeben: Für Pflegearbeiten auf Grünflächen wurde ein spezielles Mähwerk angeschafft und steht ab sofort zur Verfügung.

Besonders erfreulich ist der Gewinn eines Umweltpreises durch die Handeloher Arbeitsgruppe des AKN, die sich an einem Wettbewerb der BILD-Zeitung beteiligt hatte (s. Bericht unten). Yannik Lehmann und Stefan Tuchel hatten die Projekte aus Handeloh zusammengestellt und bei der BILD-Aktion "Jugend schützt Umwelt" eingereicht. Mit dieser Arbeit erreichten sie einen 1. Monatspreis und den 5. Platz der bundesweiten Sven-Simon-Preisverleihung, insgesamt dotiert mit 5000 DM. Wir gratulieren sehr herzlich.

Abschließend möchte ich noch auf zwei weitere Aktivitäten des Arbeitskreises hinweisen. Zum einen sei die Anpachtung einer größeren Grünfläche (ca. 1,5 ha) in Wistedt genannt, die bereits wunderbare "Früchte" für den Narurschutz trägt (s. Bericht S. 18). Zum anderen läuft zur Zeit im AKN ein "Tümpelprogramm", mit dem drei Stehgewässer in der SG Tostedt renaturiert oder regeneriert werden sollen: der gepachtete Teich in Wistedt, der Tümpel südlich des Düvelshöpens und ein Wiesentümpel nördlich des Großen Moors. Die Finanzierung der Tätig­keiten soll durch Sponsoren (s.o.), die Gemeinde und aus Mitteln des AKN erfolgen. Hierüber wird später noch Genaueres zu berichten sein.

In der Frage der Versicherungen für den AKN liegt zur Zeit folgende Situation vor: Die Haftpflichtversicherung für 100 Mitglieder wird in diesen Wochen abge­schlossen. Von einer Rechtsschutzversicherung wird abgesehen, da diese nicht in den gewünschten Situationen eintritt.

Wir haben uns bemüht, auch in diesem Heftchen wieder interessante und informative Berichte zusammenzustellen. Über Anregungen würden wir uns jederzeit freuen.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen,
Ihr U.Quante

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Bäume fällen für den Naturschutz ?!

Diese Frage taucht oft auf, wenn Arbeitseinsätze des AKN geplant werden.
Auf­merksame Beobachter unserer Aktivitäten stellen dann häufig diese Frage. Ich möchte daher unser Heftchen benutzen, um meine Meinung hierzu kundzutun. Für Ergänzungen oder auch gegensätzliche Meinungen bin ich offen. In der Rubrik Leserbriefe dieses Blattes ist sicherlich noch Platz für Stellungnahmen.

Welches sind also die Gründe für das Bäumefällen zugunsten des Naturschutzes und in welchen Naturbereichen ist diese Arbeit erforderlich?

Thema: Erhaltung der Moore

Eine detaillierte Erörterung der Thematik würde den Rahmen hier sprengen, daher nur eine knappe Zusammenfassung: 
Die Torfmoore dienten bis Mitte dieses Jahr­hunderts als Brennstofflieferant. Um den Torf zu stechen, war eine weitestgehende Trockenlegung erforderlich. Es wurden tiefe Entwässerungsgräben gezogen und Fahrwege hergestellt. Dadurch entstanden trockene Zonen, an denen sich Birken und Kiefern ansiedeln konnten. Durch die hohe Verdunstung über die Blätter wurde zusätzliches Wasser abgeführt. 
Möchte man nun, daß die Moore und mit ihnen die Tier- und Pflanzenwelt sich wieder ausbreitet, so verschließt man die Gräben und sorgt für eine Wiedervernässung. Dies reicht jedoch in der Regel nicht aus, da die vorhandenen Bäume sich auf dem gewonnenen Terrain halten können. Sie schatten den Boden ab und entziehen dem „Möchte-Gern-Moor“ weiterhin Wasser.

Nun muß sich der Naturschützer entscheiden:
Entweder Birkenbruchwald oder Baumfällaktion zur Rettung des Moores. Die Belohnung, die die Natur hierfür bereit hält, ist im wahrsten Sinne des Wortes „vielfältig“. Die Artenvielfalt nimmt zu, und sie ist es, die uns Naturschützer dazu bewegt, Bäume für den Naturschutz zu fällen. Denn Artenvielfalt bedeutet nachhaltiger Naturschutz und sichert die Lebensgrund­lage für den Menschen. Dies Thema läßt sich noch weit fortführen und sofern Interesse bei der Leserschaft besteht, wird es in Kürze eine Fortsetzung zu diesem Thema geben.

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Baumfällaktion im Moor

 

 

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Wissenswertes über das Rebhuhn (Perdix perdix)  

Wer zuweilen Wanderungen durch die Feldmark unternimmt, kann das - leider selten gewordene - Rebhuhn in kleinen Gruppen (eine sogenannte Kette) beobachten. Dieser Vogel besiedelte ursprünglich Steppengebiete, aber mit zunehmender Zurückdrängung des Waldes in Europa und durch die Ausweitung des Ackerbaus in Form kleiner und relativ reich strukturierter landwirtschaftlicher Nutzflächen wurde seine Verbreitung gefördert. In der heute oft ausgeräumten Landschaft ist das Überleben dieser Vögel schwer geworden. Wegen des Rückganges sollte von einer Bejagung abgesehen werden.
Das Rebhuhn bevorzugt mit Vorliebe warme und trockene Landstriche. Altgrasstrei­fen an Wegrändern oder Feldhecken (auch Benjeshecken), aber auch Brachflächen sind geschätzte Biotope und werden als Nistplätze bevorzugt. Da entsprechende Areale rar geworden sind, werden auch Ackerflächen als Ausweichmöglichkeiten angenommen.

Mit ca. 30 cm zählt das Rebhuhn zu den kleineren Hühnervögeln Europas. Es hat einen gedrungenen Körperbau, einen kurzen, rostbraunen Schwanz und relativ kurze, rundliche Flügel. Mit seiner überwiegend bräunlichen Färbung paßt sich das Tier optimal seinen bevorzugten Lebensräumen an. Der Kopf des Rebhuhnes ist rostbraun, die Bauchseite ist grau mit einem dunkelbraunen hufeisenförmigen Fleck in der Mitte. Hinterrücken und Bürzel sind grau und die Schwingen haben eine graubraune Farbe mit einer feinen Querzeichnung.

Im Frühjahr teilt sich die Gruppe aus der Winterzeit in Paare. Im April/Mai kann man in Getreidesaaten, im Klee oder in Brachflächen und Rainen eine flache Nest­mulde mit 10 -20 olivbraunen oder grünlichgrauen Eiern finden. Das Nest ist mit Gras ausgekleidet. Nach einer Brutzeit von ca. 25 Tagen ( es brütet nur die Henne ) schlüpfen die Jungen und werden von beiden Elternteilen vorbildlich betreut. In dieser Zeit ( bis zur vierten Lebenswoche ) benötigen die Kücken viel tierisches Eiweiß ( fast ausschließlich Insekten ) zum Aufbau ihrer Körpersubstanz. Später wird die Nahrung um Wildkräutersamen errweitert .

Wenn wir künftig die Stimmen des Rebhuhns ( ein scharfes,knarrendes Kirrhäk oder Kirrek und ein gackerndes Reprep beim Aufstöbern ) häufiger hören möchten, sind entsprechende Hilfsmaßnahmen zur Biotopverbesserung in der Feldflur notwendig. Ein wichtiges Ziel - auch mit Unterstützung der Landwirte - ist die Erhaltung von Altgrasstreifen entlang von Wegen, Dämmen, Böschungen und Hecken sowie die Brache von Ackerstreifen als Deckungs- und Nahrungsareal.

Um die Artenvielfalt von Pflanzen und Insekten ( Kückenaufzucht!) zu erhalten, sollte der Einsatz von Insektiziden und Herbiziden auf den oben genannten Flächen unterbleiben. Ein besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, daß nicht jeder Gras- und Sandweg ausgebaut und asphaltiert wird; denn zeitlebens bleibt das Rebhuhn mit der Feldmark, wo es geboren wurde, verhaftet, Leider läßt es sich eher ausrotten, als daß es in andere Bereiche abwandert.

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Rebhuhn am Ackerrand

 


 


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Buchbesprechung

R.Kempe, W.Müller:

Natur- und landeskundliche Wanderwege in und um Handeloh

144 Seiten, 19,80 DM, (ISBN 3-00-000646-X)

Nach jahrelanger, mühevoller Arbeit konnten in diesem Jahr die "Natur- und landeskundlichen Wanderwege in und um Handeloh" vollendet werden, die von Walter Müller und Reinhard Kempe in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Handeloh geplant und verwirklicht wurden.

Es wurden 5 Rundwege in der Umgebung von Handeloh erarbeitet, gekennzeichnet und beschrieben: einen dörflichen, zwei nördliche und zwei südliche. An jedem dieser Wanderwege sind bis zu 20 "Stationen" durch Holztafeln gekennzeichnet. An diesen Punkten gibt es Bemerkenswertes aus den Bereichen Natur und Landschaft, Flora und Fauna, Heimatkunde und Geschichte, Geographie und Erdgeschichte, Natur- und Umweltschutz zu berichten. Die Informationen werden allerdings nicht auf den Tafeln gegeben, da dort nur wenig Platz vorhanden wäre, das Landschaftsbild durch größere Tafeln beeinträchtigt würde und diese häufig Opfer sinnloser Zerstörungen sind. Es wurde als Begleitmaterial eine Broschüre erstellt, die sowohl vor Ort genutzt werden als auch zu Hause zum Nachlesen dienen kann.

Die beiden Autoren haben mit großem Sachverstand und viel Liebe ein kleines Büchlein zusammengestellt, das jedem Naturfreund ans Herz gelegt werden kann, auch wenn er nicht die Absicht hat, in Handeloh zu wandern. Die einzelnen Kapitel sind gut lesbar, verständlich, überschaubar und enthalten eine Vielzahl von wissenswerten Einzelheiten. Die Seiten sind liebevoll mit vielen Farbabbildungen und Skizzen gestaltet. Die behandelten Themen reichen von "Steinreiche-Verstecktes Leben" bis "Unsere Heidebäche - Lebensadern", von "Wehrhaftigkeit - Frankenbollwerk" bis "Gerstensaft und Schwedentrunk" und von "Renaturieren" bis "Wasser für Hamburg".

Gerade die vielen Details, die von einer großen Zuneigung zu der heimatlichen Landschaft zeugen, machen die Broschüre so lesenswert, ja sie verführen sogar zum "Schmökern" und womöglich im Anschluß auch zum Wandern. Der Broschüre beigelegt ist eine farbige Wanderkarte, die die Wegstrecken detailliert aufzeigt.

Der Wanderführer ist bei der Gemeinde Handeloh, den Tostedter Buchhandlungen oder über den AKN zu beziehen.

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Der Kranich

Die feuchten Grünland- und Moorbereiche der Samtgemeinde Tostedt haben einen neuen Charaktervogel, den Kranich. Ist im letzten Jahrzehnt die Zahl der Brachvögel - bisher typischer ruffreudiger Vogel unserer ausgedehnten Wiesenland­schaften in der Wümme-, Oste- und Aueniederung - ständig zurückgegangen (von 15 - 17 Paaren auf 6 - 8 Paare), so hat sich im selben Zeitraum der Kranich in einer kleinen Population in eben diesem Raum im wahrsten Sinne des Wortes "ein-genistet".

Der Rückgang des Brachvogels hat seine Hauptursachen in der Intensivierung der Grünlandbewirtschaftung, in der Umwandlung von Grünland zu Ackerland. Abwechslungsreiche Feuchtwiesen in zusammenhängenden Arealen wie z.B. südlich von Otter, nördlich und südlich des Großen Moores bei Wistedt/ Wüstenhöfen, so­wie um das NSG Großes Everstorfer Moor herum und westlich von Vaerloh sind für den Brachvogel lebensnotwendig als Brutraum und zugleich als Nahrungsbiotop.

Auch der Kranich - grob gesagt ein Allesfresser - geht gern der Nahrungssuche auf solchen Flächen nach, braucht aber zur Brutzeit verschwiegene Sumpfwiesen in Bruchwaldnähe und solche möglichst nassen Au- und Moorwälder selbst. Denn sein Nest steht nicht frei im hohen Gras extensiv genutzten Grünlandes wie das des Brachvogels, sondern versteckt im Sumpf- und Moorwald auf einer vom Wasser umgebenen kleinen Vegetationsinsel, sicher vor Fuchs und Wildschwein.

So ist es rückblickend zwingend, daß unsere 4 größten Moor- und Naturschutz­gebiete in der SG für den Kranich von hoher Attraktivität sein mußten. Die seit 1981 eingeleiteten Plege- und Entwicklungsmaßnahmen des Arbeitskreises mit schrittweiser Wiedervernässung zentraler Bereiche haben nicht nur der typischen Moor­vegetation und Moorfauna neue und gesicherte Lebensräume geschaffen, sondern auch für diesen größten Vogel Deutschlands.

Günstig für die Besiedlung unserer Moorräume war und ist die seit Mitte der 80iger Jahre zu beobachtende Ausbreitung des Kranichs von seinen östlichen Brutplätzen in der damaligen DDR in Richtung Westen. Der erste in unserem Großraum vom Kranich als Brutraum angenommene Bereich war das Ekelmoor zwischen Tiste und Stemmen, aus dem sich der Torfabbau z.Zt.schrittweise zurückzieht und in der ver­ordneten Auflagenerfüllung wiedervernäßte Moorflächen für den Naturschutz hinterläßt.

Vom Ekelmoor ist es nur "einen Flügelschlag" weit zum Großen Moor, wo 1987/88 im Frühjahr zunächst ein Einzelvogel, dann zwei Exemplare für 3 - 5 Wochen zu beobachten waren, Standpaare wie die Kranichexperten sagen, ohne zur Brut zu schreiten - wohl schon ein Paar, aber nicht geschlechtsreif.

Die am Schluß abgedruckte Übersicht zeigt die Kranichentwicklung in unserem Betreuungsbereich. Sie soll unkommentiert bleiben, bis auf einen an uns alle gerich­teten Appell: Ob die Kraniche bleiben werden, ihre kleine Population vielleicht noch ausbauen können oder ob sie wieder verschwinden werden, weil für die Brutphase die nötige Ruhe im Brutrevier fehlt, liegt einzig und allein am Menschen, auch an uns.

Der Kranich ist ein auffallender Vogel durch seine Größe, seinen Ruf und durch sein spektakuläres Balzverhalten. Er macht in einer so eng gewordenen Landschaft wie der unsrigen zwangsweise auf sich aufmerksam. Spaziergänger staunen, freuen sich und folgen dem abfliegenden Großvogel mit den Blicken; Naturkenner, gar Ornithologen, Tierphotographen folgen ihm direkt, machen sich auf, ihn aus der Nähe, vielleicht gar am Nest oder aber später mit den lauffreudigen zwei Jungen zu beobachten, zu photographieren. Hier liegt die Gefahr zu häufiger Beunruhigung ! Wir selbst sollten uns also zurückhalten, wir sollten andere Naturfreunde auf diese Gefahren aufmerksam machen. Gewinnen wir Freude durch distanzierte Beobachtung in der freien Landschaft und durch das Wissen um einen möglichst heimlichen, un­gestörten Brutverlauf dieses herrlichen Vogels.

Aber auch die Jäger stellen in Kranichrevieren eine ernstzunehmende Quelle der Beunruhigung dar. Die Bockjagd beginnt bereits Mitte Mai und es sind gerade die verschwiegenen Hochstaudenfluren, extensiven Weiden und Wiesen an den Rändern unserer Moore, die fast ausnahmslos mit mindestens einem Hochstand besetzt sind. Solche Flächen in schützender Bruchwaldnähe sind aber die bevorzugten Nahrungsräume für noch flugunfähige Junge führende Kranichpaare ! Und das ist im Mai und Juni der Fall !

Hier werden wir zusammen mit der Bezirksregierung und dem Landkreis noch Schritte unternehmen müssen, die Störungsgefahren zu minimieren. Es soll und muß mit den Naturschutzbehörden auch über das Aufstellen von Informationsschildern, über die Schließung bestimmter Wege und weitere Vernässungsmaßnahmen gespro­chen werden. Natürlich müssen wir uns hüten, alles in und um unsere so wertvollen Naturschutzgebiete dem Kranich unterzuordnen. Freuen wir uns aber derweil auf den heiseren Trompetenschrei des Kranichs im nächsten Frühjahr.

Kranich-Vorkommen in der SG Tostedt (Landkreis Harburg)

                    NSG   1                     NSG   2                 NSG   3
              Großes Moor/Wistedt    Everst. Moor         Heidemoor b.Ottermoor
------------------------------------------------------------------------------------------------------
1988           2 Standvögel ohne
                   Brut
1989           2 Standvögel mit
                   Brut? - Im Juni sehr
                   aufgeregt
1990           Brut mit 1 Jg.
1991           Brut mit 2 Jg.
1993           Brut mit 1 Jg.
1994           Brut mit 2 Jg.            Brut mit 2 Jg.        Brut mit 2 Jg.
1995           Brut, aber ohne         Brut mit 1 Jg.        Brut mit 1 Jg.
                   Bruterfolg
1996           Brut mit 1 Jg.            Brut mit 1 Jg.        1 Standpaar, später
                   dieses später                                            Juni/Juli/Aug. südl.
                   nicht mehr da.                                          Otter im NSG OBERE
                                                                                   WÜMMENIED.  

Übrigens:
Unsere Kraniche hier überwintern in Spanien, in den ausgedehnten halboffenen Korkeichenhainen der Extremadura im Herzen dieses Landes. Sammeln Sie Korken? Kennen Sie die KorKampagne von BUND, NABU und vielen anderen an­erkannten Naturschutzverbänden, angetrieben und gefördert auch von zahllosen Firmen und den Umweltbehörden aller Bundesländer? Ein weiteres Stichwort heißt hier   Euronatur - Schutz europäischer Naturräume von internationaler Bedeutung. Die Extremadura ist ein solcher Raum.

Korken sammeln hilft unseren Kranichen und Abertausenden anderen Zugvögeln, die in der Extremadura überwintern. Ein festgesetzter Teil des Erlöses aus den aus Korken hergestellten Dämmstoffen wird dazu verwand, die kleinbäuerliche exten­sive Bewirtschaftung dieser einmaligen parkähnlichen Korkeichenlandschaft zu stärken gegen den Druck großbetrieblicher Intensivierungsmaßnahmen.

Also: Korken sammeln ist praktischer Naturschutz, sinnvolle Ergänzung unserer "Moorarbeit" hier im Lande. Wohin mit den Korken? - Tostedter Schulen helfen weiter, im Zweifelsfall bei Quante, Miersch und Kempe abliefern. Die Aktion ist unbegrenzt. Sagen Sie`s weiter !

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Kranichfamilie äsend auf einer Grünfläche in der Nähe des Moores

[Inhalt]

 

Großer Erfolg der Handeloher Arbeitsgruppe des AKN bei Preisausschreiben

Seit nunmehr 10 Jahren läuft von Seiten einer großen Hamburger Tageszeitung (Bild) ein Preisausschreiben im Naturschutzbereich. Der sogenannte „Sven-Simon-Preis“ wird an junge Umweltschützer aus ganz Deutschland verliehen. Er erinnert an den verstorbenen Sohn des Begründers Axel Springer, welcher das Synonym „Sven-Simon“ trug, und sich seinerseits sehr um die Anbelange der Natur kümmerte.

Viermal im Jahr werden die Monatssieger aller Einsendungen, in denen die Projekte beschrieben werden sollen, ermittelt und prämiert. Für jeden Monat, in dem es übrigens 200- 300 Teilnehmer gibt, werden die drei besten Arbeiten mit Preisgeldern von 1000, 2000 und 3000 DM belohnt.

Als ich im März 1995 von dieser Aktion hörte, habe ich mit Hilfe Reinhard Kempes unsere Projekte um Handeloh in Worte gefaßt, mit Fotos versehen und eine Kartierung unserer einzelnen Tätigkeiten beigelegt, und diese dann an die Zeitung gesendet. Im Anwortschreiben hieß es, die Arbeit sei sehr preisverdächtig, die Entscheidung würde aber wegen zahlreicher anderer Einsendungen womöglich erst nach einem Jahr gefällt.

Nachdem die ganze Angelegenheit schon fast vergessen war, erschien überraschen­derweise anderthalb Jahre später ein Artikel in der Bildzeitung vom 30. Juli 1996, in dem unsere Erstplazierung verkündet wurde. Die Freude bei allen Beteiligten war natürlich groß, zumal wir außerdem ein Preisgeld in Höhe von 3000 DM erhielten. Doch leider wurde der Schwerpunkt unserer Arbeit nur auf die Hilfe für den vom Aussterben bedrohten Neuntöter gelegt, während uns ein Aspekt viel wichtiger war: die Vernetzung der verschiedenen Lebensbereiche durch unsere Einzelaktionen. Dennoch war die Freude groß, und mit Begeisterung erwartete man wegen unserer Erstplazierung die Einladung zur Auswahl des Jahressiegers.

So machten sich dann Mitte August Yannick Lehmann und Stefan Tuchel, stellvertretend für die Gruppe, auf nach Hamburg, eingeladen ins Nobel-Hotel „Hafen-Hamburg“ vom 16.-18. September 1996.

Eine Hafenrundfahrt, abendliche Freizeiten und typische Hamburger Mahlzeiten (Labskaus) sollten den Monatssiegern aus der gesamten Bundesrepublik die Hanse­stadt etwas vertrauter machen. Die dort zusammengekommenen Umweltschützer verstanden sich prächtig, und ein reges „Fachgesimpel“ über die vielen und vor allem faszinierenden Projekte blieb nicht aus. Ein Beispiel wäre ein Schwabe, der in seiner Heimat als der Hornissenspezialist gilt, und immer zur Stelle ist, wenn es darum geht, Nester aus z.B. Schornsteinen zu versetzen. Er selber hegt und pflegt zahlreiche eigene Völker, davon halten ihn die jährlichen 40 Stiche seiner Haustiere auch nicht ab. Weiterhin wurden große Programme zum Schutze des Wendehalses, von Fledermäusen und Eulen (Käuzen) durchgeführt. Auch eine einfache aber sehr effektvolle Begrünung von Betonbauschulen wurden vorgestellt und prämiert.

Den Höhepunkt bildete sicherlich die offizielle Preisvergabe in der Chefetage des Axel-Springer-Hauses mit Sektempfang, kleinem Büffet und Unterhaltungen mit bekannten Persönlichkeiten wie Herrn Vitus B. Dröscher und Bundesumweltministerin Angela Merkel, die dann auch die Preisverleihung vorgenommen hat.

Es wurden zwölf Preise verliehen, unterteilt in sechs dritte, drei zweite und drei erste Preise, wobei die Prämien der Monatssiege auf 4000, 5000 bzw 10000 DM aufgestockt wurden! Unsere Gruppe erreichte unter allen Monatssiegern den 5. Platz, und erhielt nochmals 2000 DM dazu!.

Diesem Spektakel wohnten zahlreiche Zeitungen, das Fernsehen und Radio bei. Hier wird wieder deutlich, daß die Aktion vom Verlag auch dazu genutzt wurde, sich selbst zu profilieren. So wird man den Eindruck nicht los, als sei alles auf Sen­sation ausgelegt gewesen. Teilweise wurden unsere Berichte sachlich falsch wiedergegeben und Fakten verdreht, sei es aus mangelndem Wissen der Redakteure oder aus Sensationsgier (s. Kopie der Projektbeschreibung). Aus unserer eigentlichen Arbeit wurde eine Schutzaktion für den Raubwürger gemacht (anstatt wie eigentlich vorgesehen eine u.a. Neuntöter-Ansiedelung im Rahmen unseres Hecken-Programms). Diese Tatsache, die falsche Ortsbezeichnung (Wümmemoor) und die vermenschlichenden Beschreibungen der Tierwelt von Seiten Herrn Dröschers haben nicht sehr zur Sympatie zwischen uns und der Bildzeitung als solcher beigetragen.

Die Aktion ist ohne Frage eine sinnvolle Sache, (wenn auch mit vorsichtiger Betrachtung des oben genannten), und hat uns dennoch großen Spaß gemacht und unser Gefühl gestärkt, nicht alleine dazustehen, sondern mit vielen Anderen in Deutschland etwas zugunsten der Natur zu tun. Das Geld werden wir sowohl zur Anschaffung von Arbeitswerkzeugen benutzen , als auch für mögliche Pachten schützenswerter Flächen gebrauchen.

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 Urkunde Sven Simon Preis



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Projektbeschreibung

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Zeitungsartikel

[Inhalt]

 

Eine Enzianwiese in Wistedt
Erste Erfolge auf Pachtflächen des AKN
 

Enziane in der Samtgemeinde Tostedt, - kann das sein?? Wieso hat man Gebirgspflanzen in der norddeutschen Tiefebene angesiedelt?  

Diese oder ähnliche Fragen wird sich mancher im Angesicht der Überschrift stellen: Denn die meist blau blühenden Enziane (es gibt aber auch gelb blühende Arten) sind wohl jedem Naturfreund von Wanderungen her bekannt, allerdings lediglich aus der Alpenregion.

Aber wenn auch die Berge Schwerpunkt der Verbreitung der Enziane sind, so finden sich doch verschiedene Arten auch im Flachland. 2 Arten begegnet man in Moorgebieten, eine kommt auch im Landkreis Harburg und im Großraum Tostedt vor: der Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe). Die ausdauernde, winterharte Staude wird 15 bis 40 cm hoch. Ihr fehlt die grundständige Blattrosette, die für viele andere Enzianarten typisch ist. Vielmehr ist der kahle, stumpfkantige Stengel dicht beblättert. Die Blätter haben eine linealisch-lanzettliche Form. Im Spätsommer (bei uns meist Mitte bis Ende August) blüht der Lungenenzian. Die 4 bis 5 cm langen, fünfzähnigen BIüten stehen zu mehreren gehäuft an den Enden der Sprosse. Im Inneren der BIütenkelche sind 5 grünliche Streifen sichtbar. Der Lungenenzian ist eine Hummelpflanze, d.h. er wird von Hummeln bestäubt.

Man kann den heimischen Enzian auf Moorwiesen, am Rand von Hoch- und Heidemooren in feuchten Moorheiden, Pfeifengras-Beständen und Borstgras-Rasen von der Ebene bis in Lagen um 850 m finden, allerdings heutzutage nur noch sehr selten. Er gilt nach dem Gesetz als »besonders geschützt«.

Die Verbreitungsschwerpunkte in Niedersachsen liegen vor allem in den Heide- und Moorgebieten Nordniedersachsens mit Schwerpunkten z. B. in Ostfriesland und in der Lüneburger Heide mit Randgebieten.In Südniedersachsen kommt er nur im Osnabrücker Hügelland vor.

Der starke Bestandsrückgang des Lungenenzians hat dazu geführt, daß sich meist nur noch kümmerliche Restvorkommen finden lassen. In Niedersachsen steht er daher auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen mit der Einstufung "stark gefährdet" (RLG 2).

Ursache für das Verschwinden vielerorts ist die Konkurrenzschwäche des Enzians. Intensive landwirtschaftliche Nutzung der Standorte (Düngung, Entwässerung, häufige Mahd und starke Beweidung) bewirken die Verdrängung durch konkurrenzstarke Gräser, da der Lungenenzian auf ausreichend feuchte, relativ arme und leicht saure Böden und viel Helligkeit angwiesen ist. Von extensiver Nutzung (einmalige späte Mahd, geringe Beweidung, Plaggen) hingegen profitiert der Enzian.

Literarturangaben zufolge war der Lungenenzian im LKr Harburg um die Jahrhundertwende noch häufig. Aus den letzten 20 Jahren sind hingegen nur noch 18 Fundorte bekannt, von denen 5 inzwischen erloschen sind. Heute ist die Pflanze daher auch bei uns als selten einzustufen. Die Mehrzahl der Fundstellen des Landkreises stammt aus der Samtgemeinde Tostedt, wobei es sich aber bis auf bei zwei Wuchsorten ebenfalls um kleine Restbestände handelt.

Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen ist vielleicht die Begeisterung zu verstehen, die bei einigen Vorstandsmitgliedern im August 1995 während der Begehung einer buckeligen, feuchten moorigen Wiese in Wistedt aufkam: Zuerst wurde anhand der Zusammensetzung der Pflanzenarten festgestellt, daß die Fläche noch deutlichen Moorcharakter aufwies, was durch den Fund einiger Exemplare von Rote-Liste-Arten (Rosmarien-Heide, Sonnentau und Moorlilie) bekräftigt wurde. Dann entdeckten wir zur Krönung noch 3 mickerige, verbissene (die Fläche war beweidet) Exemplare des Lungenenzians und damit einen neuen Standort dieser seltenen Pflanze im LKr. Harburg.

Zur Erhaltung und Entwicklung der wertvollen Fläche erschien eine Pacht angemessen, und nach längeren Verhandlungen gelang es dem AKN tatsächlich, die Weide für 10 Jahre zu pachten. Im Frühjahr 1996 wurde der wertvollste, zentrale Bereich abgezäunt und so vor Verbiß geschützt, während auf der Restfläche einige Jungrinder für 4 Wochen fraßen.

Besonders spannend war die Frage, ob sich diese Schutzmaßnahme schon positiv auf den Lungenenzian-Bestand auswirken würde. Im August hatten wir die Antwort: Überall im nichtbeweideten Bereich leuchtete es Blau zwischen dem Gras. Eine Vielzahl von kräftigen, blütenreichen Enzian-Pflanzen war herangewachsen, z.T. schon blühend, z.T. noch in Knospen stehend. Eine ungefähre Anzahl der Exemplare ließ sich erst abschätzen, als sie in voller Blüte standen: Es müssen ca. 500 Pflanzen gewesen sein, jeweils mit 3 bis 6 großen kräftigen Blüten, häufig in größeren Pulks stehend, die auch für einen erfahrenen Naturkenner einen unvergeßlichen Anblick boten und ein einmaliges Erlebnis darstellten. Wir hatten so etwas noch nicht gesehen; es war das weitaus größte Vorkommen des Lungenenzians im Landkreis, entwickelt auf der erst ein Jahr zuvor vom AKN gepachteten Wiese!

- Welch Glücksgriff!!

In den nächsten Jahren soll dieser Lungenenzian-Bestand durch sehr extensive Bewirtschaftung der Fläche erhalten, gestärkt und womöglich weiter entwickelt werden.  

Woher kommt eigentlich die Bezeichnung "Lungenenzian"?

Der Lungenenzian ist nicht nur aus ökologischer und naturschützerischer Sicht bedeutsam sondern hat auch einen interessanten geschichtlichen Hintergrund. Wie die Bezeichnung vermuten läßt, handelt es sich um eine alte Heilpflanze.

Der deutsche Name "Enzian" ist vom lateinischen "Gentiana" entlehnt, eine Bezeichnung nach dem illyrischen König Gentius, der ca. 500 v. Chr. eine Enzianart gegen die Pest empfahl.

Der Lungenenzian enthält vor allem in seiner Wurzel stark bitter schmeckende Stof­fe, die wie die Inhaltstoffe anderer Enzianarten als Arznei eingesetzt werden können.Sie wird bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit eingenommen. Ver­wendet wird hierbei die Enziantinktur. Hierfür wird die Wurzel im Frühjahr gegra­ben, schnell getrocknet und anschließend mit Alkohol übergossen. Der Alkohol entzieht der Wurzel die Bitterstoffe und kommt nach weiteren Verarbeitungsschritten als Tinktur oder im "Magenbitter" in den Handel.

Der Name " Lungenenzian " weist darauf hin, daß die Pflanze ursprünglich gegen Erkältung und sogar gegen Lungenentzündung zum Einsatz kam. Das läßt sich damit erklären, daß gewisse Bitterstoffe Bakterien-abtötend und zusätzlich fiebersenkend wirken. Eine derartige Anwendung ist aber nach dem heutigen Wissensstand als überholt anzusehen.

In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht erwähnen, daß die Enziantinktur nicht das gleiche ist wie der Enzianschnaps. Der Schnaps wird auch aus den Enzi­anwurzeln gewonnen. Aber für diesen Zweck werden die Wurzeln nicht getrocknet sondern solange feucht gehalten, bis Zersetzungsprozesse einsetzen, die neben an­derem auch einen Teil der Bitterstoffe zerstören und den bitteren Geschmack ver­mindern.

Der Mensch nutzt den Enzian somit auf verschiedene Weise und das schon seit langer Zeit. Daher wurde früher z.B. der Gelbe Enzian auch kultiviert und gelegentlich angepflanzt.

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Der prächtige Lungenenzian

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[Inhalt]

 

 

Aktivitäten des AKN im Sommerhalbjahr 1996

1. Arbeits- und Pflegeeinsätze

17.05.                  Vorstand    Abzäunen des Moorbereichs auf der Pachtwiese in Wistedt
19.10.                  Tostedt       Fällen von Bäumen am Tümpel Düvelshöpen als Vorbereitung für die Regeneration,
26.10.                  Handeloh    Entkusselung auf der Drögen Heide,


 

2. Begehungen, Bereisungen, Treffen und Sitzungen

* 19.4. Hauptversammlung des AKN,
* Im April Begehung des Otterberges im Hinblick auf Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen,
* Begehung des NSG Everstorfer Moor und von Teilen im NSG Obere Wümme mit Herr Widowski, der z.Zt. Nachfalteruntersuchungen im Großen Moor macht und diese u.U. auszuweiten gedenkt (April),
* Mai: Begehung verschiedener Grünflächen und Tümpel in Wistedt und Kakenstorf wegen möglicher Pacht und Pflegemaßnahmen,
* Im Mai und Oktober zwei Treffen mit dem Kirchenvorstand mit dem Ziel einer Zusammenarbeit in Sachen Natur- und Landschaftsschutz,
* Zwischen Mai und November insgesamt 6 Treffen bzw. Begehungen für die Siemers-Stiftung (Beratung über Pacht von Flächen im Estetal durch die Stiftung),
* Im Juni und August drei Treffen (mit der Bezirksregierung, dem Landkreis und dem Bau- und Planungsausschuß der SG) und eine Begehung zur Verhinderung der Biogas-Anlage am Standort Todtshorn,
* Juli: Bereisung der Gemeindewege in Wistedt wegen Pflege und Verbesserung der Wegebegleitstreifen,
* Juli: Begehung von Brachwiesen in Kakenstorf wegen möglicher Pacht,
* Zwei Begehungen mit Vertretern der Unteren und Oberen Naturschutzbehörde zur Abstimmung von Pflegemaßnahmen in Tostedter Mooren und von Renaturierungsmaßnahmen von Tümpeln und einem Fischteich (August/September),
* September: Begehung des Pachtteiches in Wistedt und des Tümpels am Düvelshöpen wegen Renaturierung,
* Begehung dreier Feuchtbiotope mit Herrn Pankop zur Durchführung von Baggerarbeiten an einem Fischteich und zwei Flachtümpeln i.d.SG (29.9.),
* Im Oktober Begehung mit Herrn Lütkepohl (Verein Naturschutzpark) zwecks Abstimmung von Pflegemaßnahmen auf Naturschutzflächen im Bereich Handeloh,
* 21.10.: Herbsttreffen der Arbeitsgruppe Handeloh des AKN zur Planung der Winteraktivitäten,
* Im Oktober fand ein Treffen mit Frau Bolz von der Gemeinde und den Zivis statt, um deren Einsatzmöglichkeiten im Naturschutz zu besprechen,
* Teilnahme an der Exkursion "Forstwirtschaft und Naturschutz", initiert vom Landkreis Harburg.

3. Sonstige Aktivitäten:
* Schriftliche Kritik am Ausbau eines Feldweges südl. von Heidenau (Adresse: Gemeiderat und Parteien in Heidenau) mit dem Anliegen, den Ausbau aus dem Wiesenareal "Füssel" herauszuhalten (Juni 96). Letzlich wurde das Wiesenareal geschont.
* Erfassung der Wasserorganismen des Hollenbek bei Handeloh durch unser Vereinsmitglied Herrn Vilmuth Brock (dreimalige Beprobung).
* Erfassung der Wasserorganismen im Teich in Wistedt und viermalige Bestimmung der chemischen Wasserwerte als Grundlage für die Renaturierung,

[Inhalt]

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