Liebe Mitglieder und Freunde des AKN,

seit der Mitgliederversammlung im April, an der Herr Kempe wegen einer schweren Erkrankung leider nicht teilnehmen konnte, ist inzwischen mehr als ein halbes Jahr vergangen. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, daß unser 1. Vorsitzender seine Krankheit gut überstanden hat und wieder voll für den Naturschutz im Einsatz ist.

Die diesjährige Versammlung war insofern von besonderer Bedeutung, da Vorstandswahlen anstanden. Der Besuch war äußerst erfreulich, fast die Hälfte der Mitglieder waren erschienen, was für einen Verein außergewöhnlich ist. Bei den Wahlen wurden alle fünf Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt und für weitere drei Jahre gewählt (s. auch "Niederschrift über die Mitgliederversammlung", S.22). Der alte / neue Vorstand bedankt sich für das Vertrauen und freut sich auf die weitere Arbeit im Dienste der Natur.

Die Mitgliederzahl hat sich inzwischen weiter positiv entwickelt, zum Zeitpunkt der Drucklegung sind 72 Mitglieder eingetragen.

Im vergangenen Sommerhalbjahr wurden, wie angekündigt, zwei Exkursionen durchgeführt: eine in Kakenstorf entlang der Este und eine rund um Handeloh (s. Bericht in diesem Heft S.15). Leider kollidierte die Kakenstorf-Exkursion mit dem Jahresausflug der Naturschutzfreunde Estetal, so daß die Kakenstorfer die landschaftlichen Kleinode und die AKN-Aktivitäten in ihrer Gemeinde nicht miterleben konnten. Im nächsten Jahr wollen wir uns um eine bessere Terminierung bemühen.

Die Sicherung von für den Naturschutz wichtigen Flächen hat der Verein auch in diesem Jahr weiter verfolgt. Er ist hierzu sogar unter die Grundbesitzer gegangen. Durch eine großzügige Spende der Hanseatischen Natur- und Umweltinitiative war es uns möglich, eine Brachfläche direkt an der Oste zu erwerben (s. "AKN-Splitter" S.4).

Nach dem - bezogen auf Arbeitseinsätze - ruhigeren Sommer haben inzwischen schon verschiedene vorbereitende Treffen in den Gemeinden stattgefunden, und auch die ersten Landschaftspflege-Maßnahmen dieser Wintersaison sind angelaufen. Mitglieder und Freunde des AKN können, sofern sie mithelfen möchten, anstehende Termine beim Vorstand erfragen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung waren leider noch keine weiteren Einsätze terminlich festgelegt.

Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Weihnachtszeit und viel Spaß beim Lesen,
Ihr U.Quante

 

AKN-Splitter - Wichtiges, kurz berichtet

* Sponsoring durch die Hanseatische Natur- und Umweltinitiative:
Der AKN hat in diesem Sommer eine 1,9 ha große Grünlandfläche südlich von Wistedt käuflich erworben. Die Fläche liegt in dem wertvollen Auenbereich direkt an der Oste, ist sehr naß und bietet Lebensraum für verschiedene gefährdete Pflanzen und Tiere. In einer der nächsten "Mitteilungen des AKN" werden wir ausführlicher auf die Fläche und die Entwicklungsziele eingehen.
An dieser Stelle gilt erst einmal unser besonderer Dank der Hanseatischen Natur- und Umweltinitiative, ohne deren Spende von 10000DM uns der Kauf nicht möglich gewesen wäre.
* Orchideen in Kakenstorf:
Im letzten Winter fand am 31.1.98 ein Arbeitseinsatz in Kakenstorf an der Trelder Moorkoppel nördlich der Bahnlinie statt, an dem sich viele Helfer aus Kakenstorf beteiligt hatten. Ziel war es, einen Orchideenstandort in einem Bruchwald auszulichten. Die Maßnahme war notwendig geworden, da das dort vorhandene Gefleckte Knabenkraut durch das Dichterwerden des Waldes und die zunehmende Beschattung immer weniger geworden war und in den letzten Jahren auch nicht mehr geblüht hatte.
Im Juni konnte man sich nun vom Erfolg des Pflegeeinsatzes überzeugen. Welch schöner Anblick bot sich uns: Eine große Anzahl von Orchideen hatte sich entwickelt und ca. 50 Exemplare des Gefleckten Knabenkrauts standen in Blüte. Dazwischen fanden sich noch mindestens 10 blühende Pflanzen einer anderen Orchidee, der Sumpfwurz. –Ein schöner Erfolg!

* Diplomierte Säger:
Am 17.11.98 fand ein eintägiger Kettensägen-Grundlehrgang statt, an dem 10 AKN-Mitglieder teilgenommen haben. Durchgeführt wurde dieser Lehrgang vom Hannoverschen Landesforstverband der Landwirtschaftskammer Hannover. Die Anregung zu einer solchen Schulung war auf der Mitgliederversammlung gegeben worden. Das Zustandekommen verdanken wir unserem Mitglied Wolfgang Schirner, der als Forstoberinspektor die "Mobile Waldbauschule" für einen Kurs in Kakenstorf gewinnen konnte und die Organisation hierzu abgewickelt hat. Die AKN-Mitglieder Hermann Aldag, Vilmut Brock, Heinrich Busch, Günther Knabe, Hans-Eckhard Miersch, Torsten Peters, Timo Quante, Uwe Quante, Ralf Reinkober und Kai Tibke wurden in Theorie und Praxis unterwiesen in: Unfallverhütung, Motorsägeneinsatz, Forstgeräteeinsatz, Fälltechnik und Pflege der Kettensäge. Sie können zukünftig als geschulte Kräfte bei Naturschutzeinsätzen fachkundig die Sägearbeiten so ausführen, daß Gefährdungen aller Helfer praktisch auszuschließen sind.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, daß für uns keine Kosten entstanden sind, da die Kursgebühren von 25 DM pro Person durch einen Zuschuß von der LWK abgedeckt wurden.
Unser ganz besonderer Dank gilt Wolfgang Schirner für die tolle Organisation!

* Sommertreffen:
Im vergangenen September fand in Wistedt bei Claus Bohling ein geselliges Beisammensein des AKN, ein "Sommertreffen", statt. Leider gab es bei der Organisation wegen der Ferien einige Pannen, so daß verschiedene Mitglieder keine Einladung erhalten haben und der Besuch mit ca. 15 Personen eher dürftig ausfiel. Nichtsdestotrotz entwickelte sich ein netter Abend, an dem viel geklönt wurde. So bestand Übereinstimmung darin, auch im nächsten Jahr wieder im September eine solch Veranstaltung durchzuführen, dann aber mit besserer Organisation und reger Beteiligung.

* Hamster-Markt:
Traditionsgemäß hatte sich der AKN in den letzten Jahren immer am Christ-Kindl-Markt mit einer informativen Ausstellung im Gemeindehaus beteiligt. In diesem Jahr standen uns allerdings die Räumlichkeiten nicht zur Verfügung und eine feste Hütte an der Straße war nicht mehr zu bekommen. Daher haben wir uns vorgenommen, einen Informationsstand auf dem "Hamstermarkt" im Frühjahr 1999 in Tostedt aufzubauen, an dem die Öffentlichkeit auf den Verein und seine Aktivitäten aufmerksam gemacht werden soll. Hierzu sind noch Ideen und vor allem auch Helfer erwünscht.
* Der Wachtelkönig:
Im Sommer 98 gab es eine regelrechte Invasion von Wachtelkönigen in der SG Tostedt. Diese sehr heimliche, gut drosselgroße Ralle (auch Wiesenralle genannt) ist äußerst selten. Der Bestand hat in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen. Der Wachtelkönig wird in den Roten Listen der BRD und Niedersachsens als stark bedroht eingestuft. Er ist in Deutschland durch die Bundesartenschutzverordnung und in der EU durch die "Berner Konvention" streng geschützt. Um so erstaunlicher war es, daß aus verschiedenen Regionen der SG, sogar direkt aus Tostedt, Meldungen über Vorkommen beim AKN eintrafen, die z.T. auch bestätigt werden konnten. Gesehen hat den Vogel allerdings niemand, dazu lebt er viel zu verborgen in der niedrigen Vegetation extensiv genutzten oder brachliegenden Grünlands. Zu überhören ist die Wiesenralle jedoch nicht, besonders nachts fällt ihr lauter, weit zu hörender zweisilbiger Ruf "rärrp rärrp" (lat. Name: Crex crex) auf. Da von den Wachtelkönigen bekannt ist, daß sie wenig standorttreu sind, wäre es interessant festzustellen, wo im nächsten Jahr wieder Rufreviere liegen und ob eine bestimmte Region konstant besiedelt wird. Der AKN freut sich auf Ihre Meldungen.* Spende vom Wanderverein:
Ein Mitglied des Wandervereins des TSV Heidenau (Hermann Aldag) hatte auf der Wanderung am 8.11.98 die schöne Idee, den üblichen Beitrag dem Naturschutz, d.h. dem AKN zu spenden. Die Idee fand so großen Anklang, daß ein Spende von 140 DM zusammen kam, viel mehr als der normale Beitrag der Teilnehmer an der Wanderung. Der AKN dankt sehr herzlich - die Natur wird es ebenfalls danken!

 

 

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Das NSG OBERE WÜMMENIEDERUNG
-  11 km wertvolle Natur

Es reicht ein langes Sommerhalbjahr kaum aus, um in alle auf Wegen erreichbaren Winkel dieses herrlichen Landschaftsteils "hineinzuriechen". Von Wesseloh im Südosten unserer Samtgemeinde bis zum Wümmepark an der B 75 erstreckt sich dieses knapp 1.400 ha große - besser lange - Naturschutzgebiet fast durch den ganzen Südteil unserer Samtgemeinde ( siehe Karte).
Anders als unsere großen Moorschutzgebiete Großes Moor und Everstorfer Moor wird dieses Gebiet von Straßen und ausgebauten Wirtschaftswegen durchzogen. Außerdem finden sich große landwirtschaftlich genutzte Flächen am Oberlauf zwischen Otter und Wesseloh/Schiel.
Der abwechslungsreiche Oberlauf der Wümme ist das stabile Rückgrat dieses Schutzgebietes. Das oft als Heidebach, besser wohl als Moorniederungsbach bezeichnete Gewässer hat in unserem Gebiet über weite Strecken noch einen relativ natürlichen Lauf, z.T. stark mäandrierend und auf langen Strecken von wertvollen Bruchwaldresten und Weidengebüschen begleitet. Dies gilt besonders für den Abschnitt von der K 41 südlich von Otter bis zum Wümmepark.
Weiterhin erhält das Schutzgebiet wichtige Akzente durch das Große Torfmoor, den soliden Moorrest südlich von Otter, und durch verschiedene, allerdings oft stark begradigte Bäche wie Todtgraben, Jilsbach, Dammgraben und Fuhlbach, die südlich von Otter weite Wiesenlandschaften durchziehen. Hier hat das ca. 11 km lange NSG mit 2 - 4 km auch seine größte Nord-Süd-Ausdehnung ( s. Karte ).
In zahlreichen Randbereichen dominieren schließlich kleinräumige Mosaikbiotope wie Restdünen, Heiderücken, Kleinstbruchwälder aller Nässegrade, Hochstaudenfluren und ausgedehnte schmale Schilfbestände.

Flora und Fauna sind sehr vielfältig und lassen sich in wenigen Sätzen nicht beschreiben. So gehören der Rote Milan, der Wespenbussard und der Baumfalke ebenso zu den Brutvögeln wie Roter Würger, Feldschwirl, Steinschmätzer, Bekassine und Turteltaube; insgesamt sind von uns mehr als 60 Brutvogelarten nachgewiesen worden. Hinzu kommen zahlreiche Arten, die hier auf ihrem Zug oft längere Zeit zu beobachten sind, etwa Sumpfohreule, Wiesen-, Rohr- und Kornweihe, sowie Kranich, um nur einige zu nennen.
Apropos Kranich: dieser schöne bei uns seit einigen Jahren in verschiedenen Mooren brütende Großvogel hat 1997 im Bereich des Großen Torfmoores mit einem Paar Standorttreue gezeigt; bei weiterer vorsichtiger Vernässung in diesem Raum sollte es in absehbarer Zeit auch zu Brutversuchen kommen.
Ein anderer durch Stimme und Verhalten auffälliger Vogel - vor 10 Jahren noch eine Charakterart der weiten Grünlandareale zwischen Otter und Wesseloh/Schiel - hat sich nach unseren Beobachtungen der letzten Jahre wohl leider aus dem Gebiet verabschiedet: der Große Brachvogel. Brüteten dort in den 60iger, 70iger und 80iger Jahren noch konstant 5-6 Paare mit strenger Ortsbindung, so konnte 97/98 nur noch 1Paar ohne Brutnachweis beobachtet werden.
Großflächiger Kauf von Grünland durch das Land Niedersachsen im Bereich des NSG und extensive Nutzung dieser Flächen nach Verpachtung an ortsansässige Landwirte haben nicht verhindern können, daß in den Brutarealen immer mehr Grünland zu intensiv genutzten Einheitsgrasteppichen wurde. Hinzu kommen Mährhythmen, die nicht mit der Brut- und Aufzuchtphase dieser Bodenbrüter korrespondieren.
Sicherlich gibt es weitere Gründe für die auch in anderen Gegenden zu beobachtenden Zusammenbrüche unserer Wiesenvogelpopulationen. Mit dem Kiebitz sieht es ähnlich aus: von 38 (!) Paaren (1982/83) südlich von Otter sind ganze 3-4 Paare übriggeblieben (1997).
Kreuzotter, Schlingnatter, Ringelnatter, Moorfrosch, Gras- und Wasserfrosch, Erd- und Kreuzkröte sowie verschiedene Molche sind weitere - überwiegend gefährdete - Repräsentanten der verschiedensten Lebensräume dieses abwechslungsreichen Gebietes.
Die Listen ließen sich fortführen für Libellen (> 25 Arten), Heuschrecken (15 Arten), Schmetterlinge, usw. usw., und natürlich für die Pflanzen (> 45 Rote-Liste-Arten !).
Ein so großes Gebiet - von Nutzungen verschiedenster Intensität durchsetzt, von Straßen durchzogen - ist natürlich auch anfällig. Im Aufeinandertreffen der verschiedensten Interessen (der Landwirtschaft - der Jagd - der Freizeitnutzung) mit den Schutzabsichten kommt es immer wieder zu erheblichen Konflikten.
Es gibt kein durchgängiges offizielles Pflege- und Entwicklungskonzept für dieses kostbare Naturschutzgebiet. Seit 1989 gibt es aber einen von R. u. J. Kempe erstellten sehr detaillierten Katalog, eine Prioritätenliste mit Maßnahmen zur Beseitigung akuter Schäden und Lasten sowie Altlasten und klare Hinweise auf Maßnahmen zur Pflege und Steuerung standorttypischer Entwicklungen (Texte und Karten). Wichtige Teile dieses Planes werden seit 1994/95 schrittweise - beginnend mit dem Bruchwald-Moorkomplex Großes Torfmoor - umgesetzt. 45.000,—DM sind dort von einer Landschaftspflegefirma seit 1994 abgearbeitet worden. In den empfindlichen Bereichen wird sich hier auch der AKN mit kleinen Arbeitsgruppen in den nächsten Jahren stärker einbringen können.

Ein weiterer Fortschritt in der Sicherung von Grünlandflächen um das Große Torfmoor herum, mit geplanten Wiedervernässungen an verschiedenen Stellen, könnte sich aus der Umsetzung des durchaus ökologisch umstrittenen sog. "Kleinen Flurbereinigungsverfahrens Otter" ergeben. Die vorgesehenen Maßnahmen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzung betreffen nur die unmittelbar südlich an den Ort grenzenden Flächen und fallen insgesamt moderat aus. Von den festgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen können die zentralen Bereiche durchaus kräftig profitieren, wenn sie denn durchgeführt werden. Dies werden wir kritisch beobachten.

Ein weiterer Schub zur Verbesserung vor allem der Verhältnisse am Wümmelauf selbst, aber auch in den Ufer- und Auebereichen, könnte sich aus der erst im Oktober 98 vom Land Niedersachsen angeschobenen Initiative zur Erstellung eines Gewässerentwicklungsplanes Wümme, von der B 3 bis zur B 75, ergeben ("GEPl Wümme"). In diesem Arbeitskreis sind auch wir vom AKN vertreten. Mal sehen, was dabei herauskommt !
Die Einrichtung dieses größten zusammenhängenden Naturschutzgebietes auf dem Areal der SG Tostedt hat viele Jahre gebraucht. Der Antragstellung 1981 (durch Schacht, Müller, Köster, Kempe) folgte eine wissenschaftliche Gesamtuntersuchung der Wümmeniederung durch Prof. Horst Wilkens (Uni Hamburg) unter Mitarbeit von Vilmut Brock (heute auch Mitglied im AKN). In diesen Jahren mußten wir uns als die Initiatoren dieses NSGs unter Mitwirkung des BUND der Planung eines Nato-Depots mitten in die wertvollen Grünlandbereiche zwischen Otter und Wesseloh hinein erwehren - mit Erfolg. Der Weg führte bis ins Verteidigungsministerium nach Bonn. An dieser Aktion war Alexander Gröngröft maßgeblich beteiligt (auch ein Mitglied unseres jetzigen AKN). Erst 1986 wurde das Gesamtareal in seinen heutigen Grenzen als NSG ausgewiesen.
Wer noch einmal einen Blick auf die Karte wirft, kann erkennen, daß es ein Leichtes ist, aus allen Bereichen unserer Samtgemeinde auf meist kurzen Wegen schnell an oder in dieses herrliche Schutzgebiet heran- bzw. hineinzugelangen. Lange, stille Wege (einige in Abschnitten leider asphaltiert ) führen den Wanderer besonders südlich von Otter und Groß Todtshorn durch eine weite Wiesen- und Bruchwaldlandschaft. Hier bieten sich dem aufmerksamen Naturfreund zu allen Jahreszeiten vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten von Flora und Fauna.

Schwerer ist es schon, Einblicke in den abwechslungreichen Lauf der Wümme zu erhalten, da es im gesamten NSG keinen Wümmewanderweg oder -pfad gibt. Gott sei Dank ! So ergibt sich für diese 11 km Wümmelauf eine einmalige, nur durch Wegkreuzungen unterbrochene Ruhezone, extrem störungsarm, ein Umstand der u.a. dazu beiträgt, daß hier auch noch regelmäßig der Eisvogel und immer wieder der Fischotter beobachtet bzw. nachgewiesen werden können. Der Wanderer kann sich dennoch diesem schönen Wiesenflüßchen rücksichtsvoll und doch erfolgreich annähern, ausgehend von den zahlreichen Brücken zwischen Wesseloh und Tostedt-Land. Es lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

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NSG Obere Wümmeniederung,
westlicher Teil

 

 

 

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NSG Obere Wümmeniederung,
östlicher Teil

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Gut beschatteter Wümmelauf

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Der Große Brachvogel

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Grüne Keiljungfer

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Der Riesen-Bärenklau
Eine Betrachtung aus der Sicht des Naturschutzes

Wem ist sie noch nicht aufgefallen, diese prächtige, bis zu 4 Metern hohe, zu den Doldenblütlern gehörende Blütenpflanze, die sich in den letzten Jahren in unserer Landschaft invasionsartig ausbreitet? Und wer hat nicht auch schon so Widersprüchliches über die größte Staude im europäischen Raum gehört:

* Gefährlich soll sie sein für Kinder und auch Erwachsene?
* Eine vom Imker häufig ausgesäte, gern gesehene Bienenweide?
* Eine Bereicherung für die Natur oder ein störender Neubürger aus dem Osten?

Wir wollen hier versuchen, eine sachliche Darstellung der Situation des Riesen-Bärenklaus insbesondere aus dem Blickwinkel des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu geben.Tatsache ist:

* In das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien gelangte der Riesen-Bärenklau aufgrund der phototoxischen Wirkung seines Zellsaftes, der bei Verletzungen austritt. Gelangt dieser auf die Haut, so bilden sich besonders unter Lichteinwirkung Schwellungen und Entzündungen, die Verbrennungen gleichen und schlecht heilen.
* Die Blüten besitzen eine große Attraktivität für Insekten, da sie reichlich Pollen und Nektar liefern.
* Der Riesen-Bärenklau ist bei uns ein "Neophyt" (Neubürger in der Flora), d.h. eine in den letzten Jahrzehnten oder Jahrhunderten eingeschleppte, nicht heimische Pflanze. Sie hat sich in den letzten 20 bis 30 Jahren in ganz Europa vehement ausgebreitet, in verschiedenen Biotopen heimische Arten verdrängt und bildet inzwischen vielerorts dichte, monotone Bestände.

Biologie und Verbreitung: Der Riesen-Bärenklau oder die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) ist eine aus dem Kaukasus stammende zwei- bis dreijährige Staude, die Mitte des vorigen Jahrhunderts als dekorative Zierpflanze in größeren Gärten und Parkanlagen nach Europa eingeführt wurde. Die Samen keimen nach einer Kälteperiode im ersten Jahr zu einer aus einer Blattrosette und einer 30-60 cm langen Pfahlwurzel bestehenden kräftigen Pflanze. Erst im zweiten oder dritten Jahr wächst aus dem ca. 10 cm unter der Erde überwinternden Vegetationskegel ein starker Blütensproß, an dem sich im Juni/Juli die bis zu 50 cm großen Dolden entwickeln. Die Pflanze stirbt nach der Blüte ab, allerdings erst nachdem sie gefruchtet hat und eine große Anzahl von Samen (bis über 100000) gebildet hat. Diese sind bis zu 7 Jahre keim-, flug- sowie schwimmfähig und werden z.T. durch die Luft aber vornehmlich durch das Wasser entlang von Fließgewässern oder aber aktiv durch den Menschen verbreitet. Die Herkulesstaude bevorzugt feuchte bis frische, nährstoffreiche Standorte.Das Neophyten-Problem: Nun sind Neophyten an sich nichts Ungewöhnliches in unserer Natur. Viele Fremdlinge sind inzwischen zum festen Bestandteil der heimischen Flora geworden und fallen sogar dem Naturliebhaber nicht mehr auf. Besonders auf offenen Böden in gestörten Biotopen und in den Ufersäumen von Fließgewässern, entlang der Verbreitungswege, findet der Riesen-Bärenklau (ebenso wie andere Neophyten) gute Keimbedingungen. Hier können sich die Einwanderer aufgrund ihrer Konkurrenzvorteile (häufig fehlen Krankheiten, Schädlinge, Freßfeinde u.a.) gegenüber den heimischen Arten durchsetzen und diese verdrängen. Hochstaudenfluren entlang von Bächen und Flüssen, Ränder und Böschungen von Straßen, Wegen, Bahnlinien und Wäldern sowie Brachflächen sind somit Ausbreitungszentren dieser robusten Eindringlinge.

In der Natur herrscht also ein ständiger Florenwandel. Daher ist es weder sinnvoll noch möglich, Neophyten generell zu bekämpfen oder gar auszurotten. In Einzelfällen wird jedoch eine Regulation der Bestände erforderlich.Wann sollte der Riesen-Bärenklau bekämpft werden?

* Immer dann, wenn eine Gefährdung von Menschen durch die phototoxische Wirkung gegeben ist, d.h. im Bereich von Siedlungsgebieten.
* Bei ernsthafter Bedrohung schützenswerter Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften bzw. der Artenvielfalt gefährdeter Lebensräume, d.h. in der freien Landschaften in entsprechenden Biotopen.

Die Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus ist recht schwierig, und man wird eine völlige Vernichtung in der freien Natur nicht erreichen. Ziel kann nur eine Reduktion des Samennachschubs, ein lokales Zurückdrängen der Bestände und vielleicht ein lokales Ausrotten in besonders wichtigen kleinräumigen Arealen sein.Bekämpfungsmöglichkeiten: Das Abmähen hat sich als nicht taugliches Mittel erwiesen. Die Herkulerstaude ist äußerst regenerationsfähig und speichert so viele Reservestoffe in ihrer Wurzel, daß sie innerhalb weniger Wochen wieder austreibt. Lediglich in voller Blüte stehende Pflanzen verkraften ein Abschlagen nicht und sterben ab. Aber auch hier können Probleme dadurch auftauchen, daß nach dem Fruchtansatz die unreifen Früchte nachreifen. Die flächige Verwendung von chemischen Mitteln ist aus offensichtlichen Gründen nicht möglich und zudem auf unbewirtschafteten Flächen verboten.

Die beste, aber auch aufwendigste Methode ist daher die Beseitigung des Vegetationskegels, d.h. das Abstechen der Pflanze 10 – 20 cm unter der Erde.

Folgende Maßnahmen sollten ergriffen werden:

* Bekämpfung bereits beim Auftreten einzelner Pflanzen beginnen.
* Im vegetativen Zustand (Pflanzen im ersten oder zweiten Jahr ohne Blütenstand) den Wurzelstock mindestens 15 cm unter der Erdoberfläche mit einem Spaten abstechen.
* Pflanzen mit Blütenständen rechtzeitig vor der Samenbildung abmähen oder abschlagen.
* Pflanzen mit beginnendem Fruchtansatz abschlagen, ohne daß Samen herausfallen, und verbrennen.
* Kontrollen der Maßnahmen und eventuelle Wiederholung nach 3- 4 Wochen bzw. bei Herbstmaßnahmen im nächsten Frühjahr.
* Die Bekämpfung darf nur mit ausreichendem Schutz vor den Pflanzensäften durchgeführt werden: Gesicht, Hände und den gesamten Körper bedecken!

In der SG Tostedt hat der Riesen-Bärenklau ebenfalls an verschiedenen Stellen Einzug gehalten. Der AKN interessiert sich naturgemäß für Wuchsorte und wäre über Meldungen von Fundstellen dankbar. Ob eine Bekämpfung nötig und sinnvoll wäre, müßte dann vor Ort geklärt werden. Keinesfalls sollten AKN-Mitglieder ohne Rücksprache mit dem Vorstand und die Absegnung durch den Grundbesitzer Maßnahmen ergreifen.

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Der Riesen-Bärenklau


[Inhalt]

 

Sehen - Hören - Erleben

1. Die Lebensräume und Naturschutzmaßnahmen im Raum Kakenstorf

 

Bei kühler Witterung traf sich am 24. Mai 1998 eine kleine Gruppe Naturfreunde am Gasthaus "Zum Estetal", um von dort in Richtung Bötersheimer Holz aufzubrechen. Unweit der B 75 liegt am "Dössel" eine Reihe von Feuchtwiesen. Neben extensiv genutzten Wiesen, auf denen u. a. das Wiesenschaumkraut, die Kuckuckslichtnelke sowie eine Anzahl von Schrecken und Schmetterlingen zu sehen waren, herrschen hier Brachen vor. Eine breite Diskussion führten wir über die Herkulesstaude oder Riesen-Bärenklau, die zunehmend zu einer Problempflanze wird. Dieses nichtheimische Doldengewächs hat jemand hierher gebracht, wo diese Pflanze auf feuchten und nährstoffreichen Böden sich ausbreitet (Näheres siehe oben).
Negativ registrierte die Gruppe, daß auf einer von Schafen (Heidschnucken) kurz gefressenen Wiese Gräben gezogen und allerlei Gerät und Kunststoffmaterial (Plastikfolie) abgelagert wurden. Am Grabenrand standen - leider nur noch Reste - vom Gagelstrauch.
Während der weiteren Wanderung wurde die Aufmerksamkeit auf eine Birke am Wegesrand gelenkt, wo ein Buntspecht ca. zwei Meter über dem Erdboden eine Höhle gezimmert hatte, aus der hungrige Jungvögel nach Futter riefen. Andere Vogelarten, die wir auf dieser Exkursion hörten bzw. sahen, waren: Gartengrasmücke, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Schwarzspecht, Goldammer, Buchfink, Fitis, Zilpzalp, Kohlmeise, Blaumeise, Rabenkrähe, Mäusebussard , Roter Milan und Höckerschwan.

Der weitere Weg führte uns durch Waldbestände (u.a. Douglasie, Stieleiche, Birken, Fichten, Faulbaum) an das Ufer der Este. Von dem am Fluß parallel verlaufenden Weg konnten wir neben einem staunassen Erlenbruchwald eine stattliche Anzahl des Schlangen- oder Wiesenknöterich (Polygonum bistorta) und benachbart das blühende breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) entdecken, dazu gut sichtbare Moospolster, die auf einen hohen Nässegrad hinweisen. Ein unmitelbar an der Este stehender Fichtenforst ist nicht standortgerecht und sollte beseitigt werden.
Positiv wurde festgestellt, daß der Heidebach an dieser Stelle mäandrieren kann und an seinem Uferbereich natürliche und naturnahe Landschaftselemente wie z. B. zeitweise überschwemmter Erlenbruchwald, Seggenrieder und Hochstaudenfluren sowie Naßwiesen anzutreffen sind.

Über den malerischen Ort Bötersheim folgten wir der Straße in östlicher Richtung, die zum alten Teil des Dorfes Drestedt führt. Ein Teilstück dieser Wegstrecke hat musealen Wert: Kopfsteinpflastererung mit gut entwickeltem Wegbegleitgrün (Eichen und einheimische Sträucher). Von hier bogen wir in die Feldmark ab, wo in der Nähe der ehemaligen Eisenbahnstrecke Buchholz - Hollenstedt ein vom NABU (Ortsgruppe Buchholz) erworbenes Ackerstück liegt. Auf dieser Fläche wurde in Zusammenarbeit mit dem AKN ein Benjesheckensystem angelegt, das sich dank der Herbstpflanzung einheimischer Sträucher und geschützt durch Strauchwerk, gut entwickelt hat und als Lebensraum gleich angenommen wurde. Auf der Vorexkursion konnten hier u. a. zwei Paare des Rotrückenwürgers oder Neuntöters (Lanius collurio) sowie ein Rebhuhnpaar beobachtet werden. Mehrere Paare Feldlerchen haben hier bereits im ersten Jahr ein Revier besetzt. Im Jahre 1997 konnte Herr Kempe 66 verschiedene Pflanzenarten feststellen, von denen folgende auf der Roten Liste stehen: das Acker-Fadenkraut (Filago arvensis) RLN 2, das Zwerg-Fadenkraut (Filago minima) RLN 3, der Acker-Hohlzahn (Galeopsis segetum) RLN 2. Zum gleichen Zeitpunkt wurden hier folgende Heuschreckenarten angetroffen: Brauner Grashüpfer, weißrandiger Grashüpfer, gemeiner Grashüpfer, Nachtigall-Grashüpfer, Roesels Beißschrecke und das Grüne Heupferd. Etwas müde aber zufrieden über das Gesehene und Gehörte endete die Exkursion in den Mittagsstunden.

2. Die Lebensräume und Naturschutzmaßnahmen im Raum Handeloh

Am 20. September 1998 versammelten sich 18 Personen am Friedhof Handeloh, um unter der oben genannten Zielsetzung diesen Raum zu erkunden. In unmittelbarer Nachbarschaft des Friedhofes hat die AKN- Gruppe Handeloh-Welle aus einer ehemaligen Sandentnahmestelle ein wertvolles Biotop geschaffen. So wurde u. a. eine nach Süden ausgerichtete Sandsteilwand angelegt, die seit Jahren von den Uferschwalben angenommen wurde.

Über die Straße hinweg gelangten wir zu einer Grabenanlage, die ganzjährig Wasser führt und somit wertvoll als Laichplatz für Amphibien und Lebensraum für Wasserkäfer, Libellenlarven und Köcherfliegenlarven ist. Negativ ist die Tatsache zu werten, daß Niederschläge aus den höhergelegenen Feldern Nährstoffe auswaschen und in dieses Stillgewässer einbringen und damit eutrophieren, wie es am üppigen Wachstum der Wasserpflanzen zu sehen war.

Eine kleine Sensation auf dieser naturkundlichen Wanderung war die Entdeckung der Wespenspinne (Argiope bruennichi), deren Männchen eine Körperlänge bis 4 mm und die Weibchen bis 15 mm haben. Diese Radnetzspinne baut ihr Netz ca. 20 - 30 cm über dem Erdboden, wo es von Gräsern gehalten wird. Die Nabe wird dicht mit weißer Seide übersponnen. Von ihr aus führen senkrecht nach oben und unten zwei zickzackförmige, weiße Seidenbänder. Diese relativ auffällige Spinne ist in Norddeutschland selten. Das in Handeloh und Umgebung nachgewiesene Vorkommen stellt derzeit die nordwestlichsten Funde dar. Die Wespenspinne scheint sich infolge des letzten warmen Winters nach Nordwesten ausgebreitet zu haben. Häufig trafen wir auf Kreuzspinnen mit ihren großen, kreisförmigen Radnetzen.

Ein weitere Halt wurde in einem Sandheideareal eingelegt, wo neben der Besenheide auch die Schwarze Krähenbeere.vorkommt. Dieser Zwergstrauch hat nadelförmige, weiß gekielte Blätter; die männlichen Blüten sind rosa, die weiblichen purpur gefärbt. Die Pflanze wächst auf sauren und lockeren Böden. Die dortige AKN-Gruppe hat hier vorsichtige Entkusselungsmaßnahmen durchgeführt und damit den Kiefernaufwuchs vermindert. In dieser halboffenen Landschaft konnte sich die Heidelerche und der Raubwürger (Lanius excubitor), den wir an anderer Stelle zu Gesicht bekamen, ansiedeln. Dieser kleine Beutegreifer braucht weite Sicht, um von höher gelegenen "Aussichtsplätzen" die Umgebung aufmerksam beobachten zu können. Hat der Würger ein Beutetier erspäht - ein größeres Insekt, eine Maus oder einen kleinen Vogel - , dann stürzt er sich auf sein Opfer und greift es mit dem gebogenen Schnabel. Dann spießt er die Beute auf einen starken Dorn oder einen Stachdraht auf, um sie dann in Ruhe zu verspeisen.
In diesem Bereich ist zu anderer Zeit das sehr selten vorkommende Schwarzkehlchen als Paar beobachtet worden.

In diesem Teil der Drögen Heide, wo mit Hilfe von Maschinen durch Abplaggen die Drahtschmiele zurückgedrängt und die Besenheide in ihrer Verbreitung gefördert werden soll, fanden wir den aasfressenden Kurzflügelkäfer. Eine andere Besonderheit war der goldgrün glänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) der 14 - 20 mm groß wird und in den Sommermonaten auf den Blüten von Rosen, Holunder und Doldenblütern und an ausfließendem Baumsaft zu finden ist. Seine Eigentümlichkeit ist es, daß er mit geschlossenen Deckflügeln fliegen kann. Ein Schlitz, durch den schmale Hinterflügel geschoben werden können, ermöglicht einen Blitzstart, den er auch einigen von uns demonstrierte.
Für ornithologisch Interessierte zeigte sich ein am Himmel kreisender Fischadler, der in seiner luftigen Höhe wohl mehr die Holmer Fischteiche als uns im Auge hatte.
Wie wichtig in einer ausgeräumten Landschaft (südlich von Handeloh) ein Biotop mit Sträuchern, kleinem Stillgewässer und offenen Kraut- und Grasflächen ist , erläuterte Herr Kempe an verschiedenen Beispielen.

Kurz nach 13 Uhr endete dieser Ausflug in die Natur mit zufriedenen Teilnehmern/-innen an seinem Ausgangspunkt, dem Sandgrubenareal am Friedhof. Da die Sonne so schön schien, warfen wir noch einen Blick hinein und hatten großes Glück. Zwei seltene, für diesen Lebensraum aber typische Bewohner zeigten sich wie auf Bestellung: Die scheue Zauneidechse und der Warzenbeißer, eine gefährdete große Heuschrecke. - Ein schöner Abschluß!

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Breitblättriges Knabenkraut und Wiesenknöterich

 

 

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In der Drögen Heide

 

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Die Wespenspinne

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Der Warzenbeißer

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Der Krötenzaun in Holm - Ergebnisse 1998

Die Aktion am Krötenzaun an den Holmer Teichen ist abgeschlossen und ausgewertet und - um es vorwegzunehmen - sie war ein voller Erfolg.
Mit Hilfe zahlreicher fleißiger Helfer, darunter viele AKN-Mitglieder, ist es gelungen, im Laufe von zwei Monaten knapp 4800 Tiere, genau 4779 Molche, Kröten und Frösche mit den Fangeimern zu erfassen und sicher über die Straße zu befördern, 4779 Exemplare aus insgesamt zehn Arten (vgl. Tab. 1). Von diesen konnten Faden- und Teichmolch sowie Teich- und Seefrosch nicht immer eindeutig identifiziert werden; sie sind daher in der Tabelle zusammengefaßt worden.

Neben diesen sind vier weitere Arten aus dem Bereich bekannt, nämlich Feuersalamander, Kreuzkröte, Laubfrosch und Kleiner Teichfrosch. Damit sind die Holmer Teiche nicht nur aus kreis-, sondern sogar aus landesweiter Sicht von herausragender Bedeutung !
Besonders bemerkenswert ist der Nachweis eines Bergmolches, einer eigentlich mehr im südlichen Niedersachsen beheimateten Lurchart.
Der Verlauf der Wanderung ist in der folgenden Abbildung dargestellt.
Diese ist - wie immer - infolge der Abhängigkeit von Temperatur- und Witterungsgeschehen stark wellenförmig. Die jeweils größten Tagessummen mit 713 bzw. 782 Tieren wurden dabei am 16. Februar bzw. 3. März registriert. Erstaunlich ist neben einem jahreszeitlich sehr frühen Wanderungsbeginn auch die Tatsache, daß bis zum 10. März bereits fast drei Viertel aller Lurche durch gewandert waren, zu einem Zeitpunkt also, an dem in manchen Jahren das ‘große Rennen’ erst beginnt.

Interessant ist ein Vergleich der Gruppen Molche, Kröten und Frösche über einen Zeitraum von acht Jahren, über den interpretierbare Daten vorliegen. Wie Tab.2 ausweist, hat sich über die Jahre der Anteil der Molche deutlich erhöht, während umgekehrt die Kröten von über 50% im Jahre 1991 auf nunmehr unter 10% zurückgegangen sind. Bei den Fröschen ist der Trend nicht so eindeutig - sie liegen im betrachteten Zeitraum immer zwischen 40 und 70%. Ursachen für die angesprochenen Verschiebungen sind allerdings nicht erkennbar.
Der Bericht mit den Ergebnissen der Zaunaktion 1998 ist an die Naturschutz- (und Straßenbau-) Abteilungen beim Kreis, bei der Bezirksregierung und beim Niedersächsischen Landesamt für Ökologie verschickt worden.
Wir hoffen nun, daß hier eine Möglichkeit gefunden wird, im Bereich der Holmer Teiche eine feste Amphibienschutzanlage, einen sog. Krötentunnel, zu installieren. Damit hätte der jahre- bzw. fast jahrzehntelange Einsatz ehrenamtlicher Naturschützer letztendlich auch langfristig Erfolg gezeitigt.

Bis es aber soweit ist: im kommenden Frühjahr werden wieder Helfer für die morgend- und abendlichen Zaunkontrollen gesucht. Falls Sie Lust haben, hier mitzumachen - bitte melden Sie sich bei Alice Stabrey (04188 - 7456), Manfred Koslowski (04182 - 21807) oder bei Vilmut Brock (04188 - 8174).

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Tab. 1: Liste der Arten

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Abb. 1: Wanderaktivitäten

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Tab. 2: Nachweise

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Krötenzaun an der K28 zwischen Inzmühlen und Holm

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Abendliche Eimerkontrolle: Erdkröte und 2 junge Wasserfrösche

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Sklavenjäger
oder: die Ameise, das unbekannte Wesen

Ameisen fallen uns bewußt - und unangenehm - zumeist dann auf, wenn sie im Garten oder gar im Haus auftreten. Sie sind aber in allen Lebensräumen verbreitet und haben eine große ökologische Bedeutung.
Ameisen sind Insekten mit vollständiger Entwicklung, bei denen, wie bei unseren Schmetterlingen, zwischen Larve und ausgewachsenem Tier ein Puppenstadium eingeschaltet ist. Man unterscheidet bei ihnen männliche und weibliche Geschlechtstiere sowie sterile weibliche Arbeiterinnen. Die weiblichen Geschlechtstiere sind die Königinnen - sie sind auch die Staatsoberhäupter. Sie werden auf dem Hochzeitsflug begattet und legen dann über viele Jahre lang Eier - ein im Labor gehaltenes Tier wurde immerhin 29 Jahre alt. Die Arbeiterinnen werden dagegen nur maximal drei Jahre alt.
Ameisen sind staatenbildend und zeichnen sich durch ein sehr komplexes Kommunikationssystem aus, welches den Zusammenhalt der Gemeinschaft bewirkt. Die Ameisenvölker leben in Nestern. Diese können sehr unterschiedlich ausgebildet sein. Kleine und volksschwache Arten nutzen vorhandene Hohlräume wie eine hohle Haselnuß, ein leeres Schneckenhaus oder einen hohlen Pflanzenstengel. Viele bauen Erdnester, die so ‘konstruiert’ sind, daß extreme Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen vermieden werden können. Vielfach findet man unter Steinen Nester - hier wird deren Eigenschaft als Wärmespeicher genutzt. Bekannt sind auch die Ameisenhaufen unserer Waldameisen. Die Haufen wirken wie Sonnen-kollektoren und ermöglichen diesen Arten, die mit 26-28°C ein ähnliches Temperaturoptimum haben wie tropische Formen, ein Vordringen in unsere Regionen.

Über eine wichtige Phase im Leben der Ameisen - die Gründung einer neuen Kolonie - soll im folgenden einiges berichtet werden.
Die Gründung einer Kolonie passiert normalerweise so, daß eine einzelne Jungkönigin ohne Mithilfe anderer Ameisen ein neues Nest baut und hier einige wenige Larven zu Erstlingsarbeiterinnen aufzieht. Diese helfen ihr dann beim Aufbau ihres Staates. Bei Arten mit mehreren Königinnen - das ist bei Ameisens ganz gewöhnlich - wird in der Regel eine Jungkönigin mit einem Teil der Arbeiterinnen ausziehen und ein Zweignest gründen.
Es gibt aber auch Arten, die bei ihrer Nestgründung zeitweise oder auch ständig von anderen Ameisenarten abhängig sind. Letztere heißen sinnigerweise Wirts- oder Sklavenameisen.
Nun lassen aber Ameisen normalerweise nicht jeden in ihr Nest. Dazu müssen die strengen Grenzkontrollen, die jeden Nestbewohner an seinem Duft erkennen,
überwunden werden. Dies kann z.B. durch Überlisten, durch Bestechen oder - auch das gibt es - gewaltsam geschehen. Die Vielfalt der angewandten Methoden ist erstaunlich.
So gibt es Arten, deren eindringende Jungkönigin offensichtlich besser duftet als die herrschende, und die deswegen kaum angegriffen, später sogar bevorzugt gepflegt wird. Andere Arten versprühen ‘Propagandasubstanzen’ auf die Arbeiterinnen der Kolonie, in die sie eindringen wollen. Diese greifen sich dann untereinander an und sind abgelenkt; die Parasitenkönigin kann sich in dieser Phase geruchlich angleichen, so daß sie nicht mehr als ‘Staatsfeind’ erkannt wird.

Wieder andere verkleinern ihr Risiko, als fremd erkannt zu werden, indem sie in Nestnähe eine Wirtsarbeiterin angreifen, sie töten und mit Vorderbeinen und Fühlern über ihren und den eigenen Leib reiben, um ihren Duft anzunehmen. Noch andere schaffen es, durch eine unbewegliche, puppenähnliche Haltung nicht als Feind erkannt und angegriffen zu werden. Durch gelegentliches Bestreichen von vorbeikommenden Arbeiterinnen nehmen sie allmählich deren Geruch an. Ist das geschehen, wird die Wirtkönigin getötet und das Nest übernommen.
Eine letzte Art wendet die ‘Kältestrategie’ an. Sie ist auch bei einer Lufttemperatur von 5°C - bei der wechselwarme Tiere wie die Insekten, wenn sie die kalte Jahreszeit überhaupt überleben, häufig schon in Kältestarre sind - noch aktiv und dringt dann in die Wirtsnester ein, wo sie auf kälteklamme Arbeiterinnen trifft und so relativ gefahrlos eine duftliche Angleichung vornehmen kann.

Unsere Waldameisen sind alle sogenannte temporäre, d.h. zeitweise Sozialparasiten. Sie nutzen die Nester anderer Arten nur zur Gründung der eigenen Kolonie. Sie dringen dort ein, töten die Wirtskönigin und übernehmen deren Nest mit den fremden Arbeiterinnen. Diese sterben dann im Laufe von zwei bis drei Jahren, während die nachgewachsenen Arbeiterinnen der Parasitenkönigin alle Aufgaben übernommen haben.
Dauerhafte Sozialparasiten dagegen sind zur Gründung und zu Erhaltung ihrer Kolonie ständig auf andere Ameisenarten angewiesen. Von diesen Sklavenjägern gibt es in Mitteleuropa immerhin 23 Arten, und auch bei uns kommen einige vor. Auch sie töten beim Eindringen in ein Wirtsnest dessen Königin. Da sie aber ‘normale’ Arbeiten der Kolonie wie Brutpflege, Nahrungssuche und Nestbau nicht mehr ausführen können, müssen sie ständig für Nachschub an Hilfsameisen sorgen. Ihre Fähigkeit, deren Nester zu finden, ist daher sehr gut ausgebildet. Dazu werden sogenannte Scouts eingesetzt. Diese alarmieren ihre Nestgenossen, wenn sie ein geeignetes fremdes Nest gefunden haben - dann rücken, je nach Art, bis zu 1500 Tiere aus und greifen an.
Bei den Sklavenjägern sind die Kiefer zu scharfen Schneidezangen umgebildet oder sichelförmig gestaltet. Damit können sie bei Bedarf ihren Gegnern blitzschnell Fühler und Beine abschneiden oder sie einfach durchbohren. Die Arbeiterinnen eines überfallenen Nestes leisten allerdings nur selten heftigen Widerstand, wenn doch, werden sie in der beschriebenen Weise kampfunfähig gemacht oder getötet.

Die Sklavenjäger rauben nun die Brut aus dem überfallenen Nest und bringen sie ins eigene.Daraufhin kehren sie nochmals zurück, um weitere Larven und Puppen zu rauben. In der Regel werden nicht alle fremden Arbeiterinnen getötet - weil die Sklavenjäger sie so nach einer Regenerationsphase erneut aufsuchen und ausrauben können.
Es bleibt noch daraufhinzuweisen, daß nur in wenigen Gattungen solche Sklavenjäger auftreten und daß diese auch nur bestimmte andere Arten als Sklaven halten können und - daß alle diese Formen auch bei uns vorkommen !!

PS: Wer seine Kenntnisse über die Biologie der Ameisen weiter vertiefen will, dem sei das 1996 im Naturbuch-Verlag erschienene Buch Ameisen beobachten, bestimmen von Bernhard Seifert empfohlen. Die Bestimmung der Tiere ist allerdings sehr schwierig.

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Waldameisen

 

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Für Sie gelesen:
Äcker ohne wildes Kraut
Wohin entwickelt sich die deutsche Landschaft? Statistiker sammeln Daten über den Zustand der Natur

Landschaften ändern sich langsam, unmerklich: eine Hecke wird abgeholzt, eine Straße ausgebaut, ein Acker liegt brach, nach und nach siedeln sich dort Büsche und kleine Blume an. Fotografien, über Jahre hinweg vom selben Ort aus aufgenommen, können solche Entwicklungen in Einzelfällen sichtbar machen. Doch wie wirken sich diese vielen einzelnen Änderungen in ihrer Summe aus? Was passiert mit der Landschaft in Deutschland?

Während es über andere Aspekte der Umweltsituation in Deutschland gute Daten gibt - etwa über den Material- und Energiebedarf, den Flächenverbrauch für Gewerbe, Wohnen, Verkehr und Landwirtschaft oder die Belastung von Luft, Wasser und zum Teil auch des Bodens -, fehlen solche Daten über den Zustand der Landschaft fast völlig. Sie sind aber nötig, um die Umweltfolgen des Wirtschaftens beurteilen zu können. Die Bundesämter für Naturschutz und für Statistik haben ein Verfahren entwickelt, um die schleichenden Veränderungen der Landschaft und des Naturhaushaltes zu erfassen: die Ökologische Flächenstichprobe.

Vergleichbar dem Vorgehen bei einer Umfrage, untersuchen die Statistiker dabei für vier Landschaftstypen- landwirtschaftliche Flächen, Wälder, naturnahe Flächen sowie Gewässer - zufällig ausgewählte, jeweils einen Quadratkilometer große Areale. Auf diesen Flächen werden sämtliche Biotope erfaßt, nicht nur die im Sinne des Naturschutzes ,,wertvollen", sondern auch etwa Straßen oder Maisäcker. Dabei unterscheiden die Experten nach rund 500 Biotoptypen. Bei ausgewählten Biotopen erfassen sie zusätzlich die Zahl der Vogelarten und das Vorkommen bestimmter Pflanzenarten. Das Ziel ist es, systematisch erhobene und bundesweit repräsentative Daten über Landschaftsverbrauch und Artenvielfalt zu erhalten und durch eine regelmäßige Wiederholung der Beobachtung Entwicklungstrends zu erkennen.

Die so gewonnenen Daten sollen in die Umweltökonomische Gesamtrechnung (UGR) eingehen, eine Art ökologischer Buchführung, in der das Statistische Bundesamt die Auswirkungen des Wirtschaftens auf die Umwelt erfassen will. Mit diesen Zahlen wollen die Statistiker das Bruttosozialprodukt, den Indikator der deutschen Wirtschaftsleistung, ergänzen. Ein ."Ökosozialprodukt’" in Form einer einzigen Zahl wird es zwar nicht geben, dazu ist das Untersuchungsfeld Umwelt zu komplex. Aber die UGR soll Aufschluß darüber geben, ob Deutschland den Weg zu einer ,,nachhaltigen Wirtschaft" eingeschlagen hat.

Den ersten Praxistest hat das Konzept der ökologischen F1ächenstichprobe bestanden. In einer dreijährigen Pilotstudie wurden 70 Flächen in Brandenburg, Berlin und Thüringen erfaßt und bewertet. Die Ergebnisse zeigen eine ,,Normallandschaft", in der die intensive landwirtschaftliche Nutzung die Artenvielfalt deutlich beeinflußt. Fast zwei Drittel der Testgebiete sind Ackerbiotope, auf denen überwiegend Mais angebaut wird. Auf 41 Prozent dieser Äcker finden sich keinerlei Wildkräuter mehr, auf weiteren 27 Prozent fehlen wichtige Wildkräuterarten. Vor allem hat sich die Artenzusammensetzung erheblich zugunsten stickstoffliebender Pflanzen verhindert.

Langfristig ist eine hohe Artenvielfalt der Ackerbiotope nur durch den Schutz gefährdeter Bestände, einen mindestens teilweisen Verzicht auf Herbizide, abwechslungsreichere Fruchtfolgen und eine weniger intensive Bewirtschaftung zu erreichen, folgern die Experten. Auch im intensiv bewirtschafteten Dauergrünland - gut ein Fünftel der untersuchten Flächen - könnten nur wenige Pflanzen mit der entsprechenden genetischen Anpassungsfähigkeit überleben, gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten hätten dort überhaupt keine Chance.

Trotz der Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft besteht ein Fünftel der jeweiligen Flächen noch aus ökologisch wertvollen, in ihrem Bestand bedrohten Biotoptypen, wobei deren Anteil im Ackerhügelland weit niedriger ist als im eher extensiv bewirtschafteten Thüringer Wald. Zudem bedrohen Straßen, die Lebensräume zerschneiden, die Artenvielfalt. Verkehrswege wirken auf viele Pflanzen und Tiere als Barrieren, Fahrzeuge gefährden zusätzlich die Wildtiere. Auf jedem Quadratkilometer untersuchter Fläche fanden sich durchschnittlich 1100 Meter Straße, wobei die Statistiker unbefestigte Wege unter fünf Meter Breite, also die typischen Feldwege, nicht mitzählten.

Als nächstes will das Bundesamt für Naturschutz die Ergebnisse auf andere Landschaftsypen übertragen. Mitte 1999 soll eine erste bundesweite Flächenstichprobe starten. Dann wird sich noch deutlicher abzeichnen, welchen ökologischen Preis die intensive Lebens- und Wirtschaftsweise der Deutschen hat.

(Leo Frühschütz aus Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt 10.4.98)

 

 

 

 

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Aktivitäten des AKN im Sommerhalbjahr 1998

1. Arbeits- und Pflegeeinsätze

So. 10.05.98: Wistedt Errichten eines Zauns,
Sa. 30.05.98: kl.Gruppe Aufstellen eines Elektrozauns,
Mi. 01.07.98: kl.Gruppe: Mäharbeiten auf Pachtfläche in Aueniederung,
Sa. 10.10.98: Wistedt Errichten eines festen Zauns,
Sa. 31.10.98: Handeloh Mahd einer Buckelweide am Hollenbeck,
Di. 10.11.98: Schüler Grünlandpflege am Dössel,
Fr./Sa. 13/14.11.98: Heidenau Entkusseln im Everstorfer Moor,
Sa. 21.11.98: Handeloh Entkusseln auf der Drögen Heide,

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Begehung einer Hochstaudenflur an der Oste - vom AKN erworben

 

2. Begehungen, Bereisungen, Treffen und Sitzungen

* Fr. 24.04.98: Mitgliederversammlung des AKN,
* Mo. 20.04.98: Gespräch mit Bez.R.(Reinke,Hirt), Landkreis (W.Müller), Herrn Dr.Hamann (Museum Alte Schmiede Handeloh u. AKN) und Herrn Kempe (AKN) über Formen der Zusammenarbeit mit Schülergruppen im Bereich des praktischen Naturschutzes (unter möglicher Einbeziehung der Jugendherberge Inzmühlen),
* Sa. 09.05.98: Vorexkursion in Kakenstorf / Estetal,
* So. 24.05.98: Exkursion mit 10 Personen in Kakenstorf,
* Sa. 06.06.98: Begehung Sandkuhle Dohren wg. Möglicher Pflegemaßnahmen,
* Sa. 13.06.98: Mitgliederversammlung Förderverein Nat. Museum Handeloh e.V.,
* Di. 09.06.98: UBPA-Sitzung SG Tostedt,
* Do. 18.06.98: Versammlung zur Agenda 21,
* Mo. 13.07.98: Bereisung Wistedter Berg wg. Wegerandstreifen,
* Mi. 12.08.98: Notartermin: Kauf einer Fläche an der Oste,
* Do. 20.08.98: UBPA- Sitzung Gem. Tostedt,
* Fr. 09.09.98: UBPA-Sitzung SG Tostedt,
* Fr. 09.09.98: Teilnahme an einem Vortrag auf Einladung der Siemers-Stiftung zum Thema "Wasser- und Stoffhaushalt im Projektgebiet" (Este-Wümme) präsentiert von Prof. Ripl , Berlin,
* Mi. 16.09.98: Sitzung zur Agenda 21,
* So. 20.09.98: Exkursion mit 16 Personen im Raum Handeloh,
* Fr. 25.09.98: Bereisung verschiedener Grünlandflächen in Wistedt wg. Maßnahmen zur Entwicklung,
* Do. 08.10.98: Herbsttreffen der Heidenauer Arbeitsgruppe,
* Di. 13.10.98: Teilnahme an der Gründungssitzung der Arbeitsgruppe Gewässerenwicklungsplan OBERE WÜMME in Schneverdingen,
* Do.15.10.98: Herbsttreffen der Handeloher Arbeitsgruppe,
* Mo. 26.10.98: Besichtigung von Wiesen-/Stillgewässern in Heidenau mit Herrn Aldag,
* Mo. 09.11.98: Herbsttreffen der Kakenstorfer Planungsgruppe mit Bürgermeister Westphal,
* Do. 12.11.98: Begehung des NSG Obere Wümme im Bereich Dreihausen-Tostedt-Land mit Herrn Brackelmann (Untere Naturschutzbehörde) und Herrn Rose (Eigentümer) zur Absprache von Pflegemaßnahmen,
* Di. 17.11.98: Teilnahme an einer Sitzung des Arbeitskreises "Gewässerentwicklungsplan Wümme",

Sonstige Aktivitäten:

* Febr./März 98: Ausstellung „Amphibienschutz" im Rathaus Buchholz,
* Sa. 12.09.98: Sommerfest AKN,
* Di. 17.11.98: Teilnahmen an einem Kettensägekurs,
* Sommer 98: Einreichung eines Wettbewerbsbeitrags für einen Umweltpreis,
* April bis November 98: Verfassen verschiedener Stellungnahmen u.a. zu folgenden Vorhaben: Verrohrung eines Bachabschnitts, Errichtung einer Reithalle,
* Okt. 98: Erstellung eines umfassender Berichts: „Ergebnisse der Krötenwanderung in Holm" (V.Brock).

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